New York City

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Beitrag  Spieler NP (Anita) am Mo Dez 05, 2011 8:46 pm

Hektisches Treiben. Ein einziges lautes wirr war von Stimmen, das Schreien eines Babys. Menschen die wie ein Bienenschwarm aus der Subway drängten. Nach Ende einer langen Nachtschicht, zur Arbeit, ruhelos. Eine Menge so verschieden wie sie nur sein konnte. Der Bänker von Wallstreet mit teuren Anzug und Starbucksbecher in der Hand. Eine Mutter mit Kind, welches heulte, weil das geliebte Pokemon auf den Boden gefallen war. Dazwischen Bardamen, die ihre Schicht beendet hatten. Und das junge Model, welches von Casting zu Casting hetzte. Der Standard in einer belebten Subway Stadion unter dem pulsierenden Herzen von New York, zur Tag und Nacht Zeit. In einer Stadt die niemals schläft. So fiel es auch nicht auf das im Trubel drei Gestalten, wie aus dem nichts in mitten des lebendigen Treibens auftauchten. Und die, die es wirklich bemerken taten es als Sinnestäuschung ab, Koffein schock, Stress..so viele Möglichkeiten es mit Logik zu begründen. Und schließlich war man, wenn man hier lebte, an viel seltsames und absurdes gewöhnt.

Eines der Erscheinungen, ein Mädchen, schien in diesem Treiben erst richtig auf zu gehen. Begeistert wanderten die Augen über die Menge, begleitet von einem strahlenden Glanz, der pure Begeisterung widerspiegelte. Wenn man im ganzen Lärm gut hinhörte konnte man ein: „Es ist..es ist einfach toll hier, zuhause...“, der Rest ging unter, da sie es vorzog dem Jungen vor lauter Freude in den Arm zu fallen. Anderes als ihre Begleiter schien sie sich perfekt in das Bild einzufügen, ein Teil von dem allen zu sein. Ein Junge und ein Mann standen daneben. Weniger glücklich über den Umstand von diesem Trubel umgeben zu sein. Als würden sie nicht wirklich an diesen Ort gehören.
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Re: New York City

Beitrag  Anjun Baccaracus am So Dez 11, 2011 9:59 pm

Rolltreppen spülten die geschäftige Menge nach oben. Auf den Bürgersteigen der großen Stadt eilten die Leute zu ihrer Arbeit, während sich der Verkehr auf einer breiten Straße durch die Schluchten der Häuser wälzte. Überall war Leben, alle schienen ein Ziel zu haben, nur Anjun, denn eben jener war es, der gerade zusammen mit Lara und seinem Vater durch einen Portschlüssel hier angekommen war, fühlte sich hilflos und desorientiert.
Zwar war ihm klar, dass sein Vater über ihre üblichen Zaubererroben einen geistbeeinflussenden Zauber gelegt hatte, der die Muggel glauben ließ, dass sie genau wie sie gekleidet seien, dennoch fühlte sich Anjun unter so vielen Muggeln seltsam schutzlos. Der neben ihnen vorbei brandende Verkehr machte es nicht eben besser. Seit seinem beinahe tödlichem Unfall in der Kindheit fürchtete er Autos – und hier waren hunderte davon.

Sein Vater winkte ein Taxi heran, das mit kreischenden Bremsen stoppte. Im Inneren saß ein Kaugummi kauender Inder, der die Beifahrertür öffnete und Cyberian einsteigen ließ. Anjun straffte seinen Körper und setzte jene Maske der unnahbaren Überlegenheit auf auf, die er als junger Baccaracus schon so früh hatte tragen gelernt und nahm mit Lara auf dem Rücksitz platz. Er war außer mit Elbrecht Rogel, dem er blind vertraute, noch nie Auto gefahren. Dies hier war etwas anderes. Er fuhr mit einem Muggel. Einem Muggel, der viel zu schnell fuhr, Zimtkaugummi kaute und indischen Pop hörte.

Die Straße war verstopft. Überall zwischen den turmhohen Gebäuden drängten sich hupend Autos in allen Farben. Manchmal fuhren sie so dicht, dass Anjun einen Auffahrunfall befürchtete. Er fühlte wie er sich immer mehr versteifte und seine Hände kalt und feucht wurden. Er konnte sich noch an die Schmerzen und den Geschmack des Blutes erinnern, als er zu sich gekommen war und der Fahrer vom Unfallort geflohen war. Kurz schloss er die Augen, um den Gedanken zur Seite zu schieben. Er wollte nicht, dass sein Vater seine Angst sah. Er wollte nicht, dass er glaubte er sei schwach. Und noch viel weniger wollte er Lara den Tag verderben, denn Lara war vollkommen glücklich. Sie war in ihrem Element, in ihrer Heimat.

Anjun gönnte ihre diesen Ausflug von ganzen Herzen. Er wollte, dass sie nur Freude hatte. Sie lange war sie von ihrem Vater getrennt gewesen. Wie sehr mußte sie sich nach ihm und ihrem Zuhause sehnen. Ihre Augen leuchtete und ihr Mund schien gar nicht still zu stehen, als sie jedes Gebäude an dem sie vorbei fuhren begeistert wie einen alten Freund beim Namen nannte. „Sieh nur die City Hall!“

„Siehst Du dort die klaffende Wunde im Boden? Das ist Ground Zero.“

„...Woolworth Building ... World Financial Center...“

Anjun hörte ihr nur mit halben Ohr zu. Der Verkehr und die riesigen, glitzenden Gebäude verwirrten ihn zu sehr, um ihre Ausführungen zu verstehen. Er hoffte nur, dass sie bald und hoffentlich heil ankamen. Und dass niemand etwas bemerkte. Hoffentlich dachte der Taxifahrer nur, dass er Zahnschmerzen hatte. Und Lara – er konnten nur darauf vertrauen, dass sie zu begeistert war, um etwas zu bemerken.

Nach schier unendlich langer Zeit, Anjun hatte gar nicht mitbekommen, dass sie an der berühmten Wall Street vorbei gefahren waren, hielt das Taxi vor einem glitzernden Glaspalast, so hoch, dass Anjun den Kopf in den Nacken legen musste um die oberen Stockwerke zu sehen.
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Anjun Baccaracus

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