Der Morgen danach (Paco/Aurora)

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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 12:08 am

Seine Antwort schien die richtige gewesen zu sein, denn wie erhofft wurde Aurelius vernünftig. Die Wut schien sich in Sekundenschnelle in Luft aufzulösen und einfach so zu verpuffen.
Der Jüngere ließ seinen Korb fallen und klatschte sich mit der nun freien Hand ins Gesicht.

Paco blinzelte verwirrt, entspannte sich aber etwas.

//„Tut … tut mir leid, Paco. Es… ich hätte dich nicht so anfahren dürfen. Es tut mir leid. Ich…“

Aurelius brach ab und Pacos Stirnrunzeln verstärkte sich, als der andere Junge sichtlich verwundert seinen Zauberstab wieder einpackte und fortfuhr.

//"„Tut mir leid, ich dachte sie…."//

Er dachte sie sei was...? Paco biss sich auf die Unterlippe und öffnete den Mund, um eben jenes zu fragen, doch Aurelius fuhr fort.
//"Ich wollte euch nicht nachspionieren oder so. Ich wollte mich ja noch nicht einmal einmischen, aber Aurora…"//

Mit jedem Wort wirkte Aurelius hilfloser und frustrierter, und Paco bekam so langsam das Gefühl, dass nicht nur mit Aurora etwas nicht stimmte, sondern auch mit ihrem Zwillingsbruder. Er fühlte sich hin- und hergerissen zwischen überwältigendem Mitgefühl und dem Bedürfnis an Distanz, und blickte den Jungen nur stumm an.

//"Tut mir leid. Ich….Tut mir leid.“//

Aurelius zückte seinen Zauberstab und ihm wurde sofort klar, dass der Andere nun nach Aurora suchen würde.
Er machte einen Schritt auf ihn zu.

"Aurelius, irgendwas stimmt mit ihr nicht.", platzte es aus ihm heraus. "Sie...ich bin ihr hinterher und...", er verzog das Gesicht als ihm klar wurde wie das klingen musste. "Ich hab' sie gesucht und wollte mit ihr reden. Aber...sie ist komisch. Sie verhält sich komisch."


[OOC: Da in einer Woche noch nicht wirklich alle Wogen geglättet sind zwischen den beiden, sollte es wohl noch ein bisschen Reibungspotential geben, oder? Also wenn sich hier nix ergibt kanns ja sein dass die ganze Woche über Pacos 'Annäherungsversuche' (sprich: "Bitte lasse uns reden, Aurora!") nur zu negativen Folgen bei Aurora geführt haben, was widerrum Aurelius wütend auf Paco werden lässt. Klingt doch iwie okay, oder? Smile Also, falls sie hier quasi reibungslos hervor gehen sollten Wink]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jun 16, 2014 10:40 am

(OOC: ich dachte es sei mal an der Zeit, dass Paco ein paar Infos bekommt; quasi als Motivation, überhaupt hinter das „Geheimnis Aurora“ kommen zu wollen. Dafür muss Aurelius aber kooperativer sein. Ich denke, da wird es noch genug Reibungspotenzial geben *lach* ich hab es übrigens auch so gemacht, dass Aurelius am Sonntagmorgen nicht so gut auf Paco zu sprechen ist *kicher* siehe Planschiplanisch mit Simon^^)

Paco trat einen Schritt auf ihn zu und Aurelius hielt inne. Er war Aurora nachgegangen? Aurelius hob die Augenbrauen und etwas brodelte in seinen Eingeweiden. Aber Paco sprach weiter und Aurelius fühlte seine Hilflosigkeit nur umso mehr. Paco hatte es bemerkt; natürlich hatte er das; Aurora trug es ja wie eine Leuchtreklame vor sich her!

Aurelius seufzte tief und wog die Situation für einen Moment ab. Er durfte es nicht erzählen; es war Auroras Sache. Sein Blick glitt über den Picknick-Korb in seiner Hand und er verkrampfte sich wieder. Nein, entschied er, es war nicht länger nur ihre Sache. Sie machte es auch zu seiner Sache und irgendwie – auf eine Weise, die er noch nicht genau verstand - macht sie es auch zu Pacos Sache. Paco hatte also Ehrlichkeit verdient; wenigstens ein wenig.

Aurelius blickte Paco an; ein wenig Verzweiflung haftete in seinem Blick und er ließ den Zauberstab fast resigniert sinken.
„Ja, das ist sie.“ Er ließ den Blick bekümmert über die Düne schweifen, damit er Paco nicht ansehen musste. Das war nicht alles, was er sagen wollte. Aber es war alles, was sein Mut ihm bisher zugestand.

Dann holte er wieder Luft. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm wird. Noch vor drei Tagen hat sie nur alle Jungs gehasst und hatte eine unterschwellige Aggression gezeigt. Damit hätten wir die Schulzeit überstanden; dabei hätte ich ihr helfen können. Aber seit wir hier auf Rungholt sind, ist sie…“ er seufzte erneut. „Ich erkenne sie kaum wieder. Und…“ er ballte eine Hand zur Faust, weil er sonst seiner Verzweiflung und seiner Angst nachgeben würde, „Und ich weiß nicht, was ich tun kann.“
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 11:32 am

Erleichterung machte sich in ihm breit, als Aurelius zu antworten begann. Diese Erleichterung wehrte jedoch nicht lange, da diese Antwort nicht genügte und Paco beinahe noch mehr verwirrte als zuvor. Grimmige Frustration machte sich in ihm breit und er hätte am liebsten laut geknurrt.

//Ja, das ist sie. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm wird. Noch vor drei Tagen hat sie nur alle Jungs gehasst und hatte eine unterschwellige Aggression gezeigt. Damit hätten wir die Schulzeit überstanden; dabei hätte ich ihr helfen können. Aber seit wir hier auf Rungholt sind, ist sie…Ich erkenne sie kaum wieder. Und…Und ich weiß nicht, was ich tun kann.“//


Paco machte ein paar weitere Schritte auf den Jungen zu, seinen Blick suchend.

"Warum hat sie alle Jungs gehasst? Was meinst du mit 'seit ihr auf Rungholt seid', was macht sie seitdem? Wie...", Paco hielt inne und blinzelte heftig, ehe er fortfuhr, "..wie kann ich ihr helfen?"


[OOC: Ja das hatte ich schon gelesen Wink Eben deshalb^^]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jun 16, 2014 12:18 pm

Aurelius starrte Paco fast feindselig an; plötzlich kochte wieder etwas in ihm hoch und er ballte die freie Hand zur Faust.

Du kannst ihr gar nicht helfen!“ knurrte er und musste sich beherrschen, Paco nicht sofort eine Reinzuhauen. „Du sollst dich nur von ihr fernhalten!“ Er stellte den Picknickkorb ab und strich sich erbost durch die Haare, um sich kurz abzulenken.

„Am liebsten würde ich das der ganzen Schule sagen! Lasst sie in Ruhe! Aber das klappt nicht!“ Er schloss die Augen und seufzte tief; es klang wie ein verletzter Wal. „Sie muss die Leute in Ruhe lassen. Aber das macht sie nicht.“
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 12:39 pm

Paco riss die Augen auf, als Aurelius plötzlich wieder wütend zu werden schien. Doch wo er ansonsten mit beruhigenden Gesten und Worten reagieren würde, überrollte ihn plötzlich selbst eine Welle von Wut, die seine bisherige Frustration noch steigerte. Er ballte ebenfalls seine Hände zu Fäusten zusammen und knirschte mit den Zähnen.

//"Am liebsten würde ich das der ganzen Schule sagen! Lasst sie in Ruhe! Aber das klappt nicht! Sie muss die Leute in Ruhe lassen. Aber das macht sie nicht.“//


"Wenn alles bisher nicht geklappt hat, dann könnte es ja vielleicht helfen wenn jemand anderes Unterstützung anbietet, wie wär's?", entgegnete er etwas bissig und mit leicht zusammengekniffenen Augen.
Jemand wie ich, fügte er in Gedanken hinzu. Jemand, dem sich Aurora beinahe geöffnet hatte, der einen ganz kleinen Einblick in ihre Gefühlswelt gehabt zu haben schien.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jun 16, 2014 1:34 pm

Aurelius giftete Paco an; was war denn das bitte schön für ein Tonfall? Was glaubte der aufgeblasen Pfau eigentlich? Er kannte Aurora schon sein Leben lang; beschützte sie schon seit Jahren!

„Und was?“ Wut schoss ihn ihm hoch und er drehte sich frontal zu Paco, als mache er sich wirklich für eine Prügelei fertig. „Und glaubst du, nur weil du sie schon einen Tag lang kennst und du sie besoffen geküsst hast, glaubst du jetzt, bist du der Experte oder was?“

Er trat einen Schritt näher und seine Augen schienen Funken zu sprühen. „Du hast keine Ahnung, was du da sagst! Du hast keine Ahnung von dem, was hier vorgeht!“ Er hob drohend einen Finger. „Also halte dich fern von ihr!“

Sein Atem ging schnell und sein Herz raste. Eine kleine Stimme in seinem Hinterkopf tadelte ihn; das war sehr unfair Paco gegenüber. Aurelius ließ die Hand sinken und entspannte sich ein wenig. „Es ist ein guter Rat. Halt dich fern von ihr. Für dein eigenes Wohl.“ Seine Stimme klang leiser, versöhnlicher; aber sein Kampfgeist war nur gebändigt und nicht erloschen.


(OOC: Uuhaaaaa! Da geht’s ja voll ab bei den beiden *lach*)
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 1:52 pm

Aurelius' Reaktion erschreckte Paco ein wenig - der Junge war ihm weder während dieser einen Begegnung im Wald noch bisher auf Rungholt besonders feindselig vorgekommen...aber immerhin ging es um seine Schwester - aber er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Schwester hin oder her, er hatte doch nichts falsch gemacht. Oder? Er schluckte die Zweifel herunter und blickte Aurelius düster an. Sein Herz schien aus seinem Brustkorb springen zu wollen, und er spürte wie seine Fingernägel Spuren in seinen zusammengeballten Händen hinterließen.

//„Also halte dich fern von ihr!“//

Paco runzelte die Stirn und sein Herz machte einen heftigen, wütenden Satz. Erbost öffnete er den Mund, um zu widersprechen, doch Aurelius fuhr fort, seine Stimme diesmal etwas leiser.

//"Es ist ein guter Rat. Halt dich fern von ihr. Für dein eigenes Wohl.“//

Heiße Wut durchfuhr ihn und er verzog entgeistert das Gesicht, den Kopf schüttelnd.

"Ganz bestimmt nicht. Ich will, dass es ihr gut geht, und dafür werd' ich sorgen. Du kannst mir nich' verbieten, es wenigstens zu versuchen!", sagte er, die Stimme ein wenig lauter als beabsichtigt. "Es geht nicht mein Wohl bei der ganzen Sache! Es geht um Auroras!", fügte er dann ebenso laut hinzu.


[OOC: Sollen die beiden bald getrennter Wege gehen hier? Was meinst du? Planst du noch iwas? Smile]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jun 16, 2014 1:56 pm

(OOC: reicht dir das an Infos oder soll Aurelius noch mehr "rausrutschen"?^^
Geplant hab ich nix, aber Aurelius wird gleich ausflippen *lach*. Und eigentlich find ich es fast schöner, wenn Paco sich den Picknickkorb schnappt und Aurora sucht. Aber ich weiß nicht, wie wir dahin kommen können....
OOC2: aaaww Aurelius tut mir ja irgendwie leid. Sowas, da wollte ich Auroas Geschichte spannend gestalten und habe nicht den nötigen langen Atem dazu *lach* wie macht Rhabandi das immer mit ihrer Geheimnisstuerei? Ich hab jetzt schon fast alles ausgeplaudert^^)


Aurelius sah nur noch Wut, als er einen Schritt auf Paco zumachte und fast schrie vor Aufregung.
„Für Auroras Wohl bin ich da! Merk dir das!“ Keine Rationalität mehr, keine Beherrschung; über Aurelius brach die Angst und die Anspannung der letzten Wochen und Monate herein.
Du warst nicht für sie da, als sie jede Nacht schreien von den Albträumen erwachte! Du warst nicht für sie da, als sie wegen der Trauer um Bobby beinahe den Verstand verlor! Du warst nicht da als Thomas….“

Er ballte die Hände zu Fäusten und suchte verzweifelt nach seiner Selbstbeherrschung. „Dich blickt sie nicht mit diesen leeren, hoffnungslosen Augen an.“ Ihre Augen; ihr Blick; es wurde immer schwerer, das zu ertragen. Aurelius schloss die Augen und kämpfte mit sich. Dann sprach er weiter, leiser diesmal und bedauernd. „Und du sorgst nicht dafür, dass sie dennoch isst.“

Abrupt wandte er sich um, griff nach dem Picknickkorb und hielt kurz inne. Seine Stimme bebte; diesmal nicht vor Wut. „Halte dich fern von ihr; es ist besser so.“


Zuletzt von Aurelius Bielstein am Mo Aug 04, 2014 10:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 2:48 pm

[OOC: Oha, also ich hoffe ich hab dich/Aurelius jetzt quasi dazu gezwungen, alles auszuplaudern?^^ Obwohl, eigentlich hat er nicht alles ausgeplaudert..gibt immer noch offene Fragen und so haben wir jetzt Reibungspotential...yay Very Happy]


//„Für Auroras Wohl bin ich da! Merk dir das!...Du warst nicht für sie da, als sie jede Nacht schreien von den Albträumen erwachte! Du warst nicht für sie da, als sie wegen der Trauer um Bobby beinahe den Verstand verlor! Du warst nicht da als Thomas….Dich blickt sie nicht ängstlich an für etwas, das du nie getan hast. Und du sorgst nicht dafür, dass sie dennoch isst. Und sich selbst nichts antut.“//

Paco vergass für einen Moment zu atmen und öffnete geschockt den Mund, die Augen nicht mehr wütend zusammengekniffen sondern aufgerissen und ein wenig entgeistert.

Alpträume? Trauer? Wer...Bobby?..Thomas? Was...?

Essen? Sich etwas antun?!


Dutzende Fragen rasten durch seinen Kopf und sein Herz setzte einen Moment aus, als er für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl hatte, in etwas Größeres geraten zu sein als gedacht. Aurora...ging es wirklich richtig, richtig schlecht?!

Seine Lippen bewegten sich, doch kein Wort wollte kommen, sein Kopf war zu voll und zu leer gleichzeitig, und er spürte, wie sich sein Magen übelkeitserregend zusammenzog.

Aurelius hatte den Korb - war der etwa für Aurora? Wollte ihr Bruder dafür sorgen, dass sie aß? - wieder genommen und wandte sich zum Gehen.

//„Halte dich fern von ihr; es ist besser so.“//

Nein. Nein!
Alles in ihm wandte sich gegen diese Aussage, sträubte sich dagegen, Aurora mit...all dem, was immer es auch war, alleine zu lassen. Sie kannten sich nicht lange, überhaupt nicht. Aber in dieser kurzer Zeit hatte sie ihn...verwirrt...gänzlich eingenommen?
Paco schob den Gedanken von sich. Es sollte Aurora gut gehen, dass war die Hauptsache. Die Gründe lagen auf der Hand, sie war ein nettes Mädchen, mit dem er eine schöne Zeit verbracht hatte, das ein schlimmes Problem zu haben schien. Richtig?

"Ich...", krächzte er...werde mich nicht von ihr fernhalten, wollte er sagen. Doch die Worte wollten nicht kommen. Vielleicht hatte er ebenfalls Schaden angerichtet. Vielleicht war er es der alles schlimmer gemacht hatte. Er schluckte.
Das Gegenteil konnte er Aurelius jedoch ebenfalls nicht versprechen. Seine Zähne knirschten und er schaute kurz zu Boden.
Einem Instinkt folgend bückte er sich, nahm seinen Schnitzstock wieder und drehte sich um. Ohne ein weiteres Wort zu Aurelius hastete er in die entgegengesetzte Richtung in die sich Aurelius gedreht hatte, Rauschen in seinen Ohren und sein Herz wild pochend.

Er musste alle Achtung in den Wind blasen und Aurora finden. Und zwar schnell.


[OOC2: Ohhh dramatisch XD Ich hoffe, das ist so okay? Sollen Aurora und Paco noch aufeinander treffen?]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  NPC-Heinzel am Mo Jun 16, 2014 3:47 pm

Aurora war blind irgendwohin gelaufen, bloß weg von Paco, weg von seinem Blick und ihrer furchtbaren Gefühle zu ihm! Tränen rannen ihr über die Wangen und sie verfluchte sich dafür. Sie wollte nie wieder weinen! Vor allem nicht wegen einem Kerl!
Aber sie wollte sich auch nie wieder….

Als sie über eine Grassode stolperte, blieb sie einfach sitzen, vergrub ihr Gesicht in ihren Unterarmen und weinte, schrie und fluchte; und wurde doch nicht gehört. Völlige Verzweiflung, Hass über sich selbst. Was war nur los mit ihr? Sie wollte sich doch rächen! Wollte alle Kerle darunter leiden lassen! Dieser Gedanke kam ihr auf der Fähre; diese unsägliche Fähre voller junger, gutaussehender Schüler, mit denen sie sich die nächsten zwei Jahre auseinander setzen musste.

Ihre Gefühle tanzten um sie herum, Verwirrung umklammerte ihr Herz. Warum? Warum nur?

---

Irgendwann, als sie schon keine Tränen mehr hatte und sie kleine, feine Streifen in ihren Unterarm zauberte; kleine Bluttropfen beobachtete, wie sie in den Sand fielen und sich in kleine rubinrote Klumpen verfingen, spürte, sie, wie sich jemand neben sie setzen. Kurz zuckte sie zusammen, doch da blickte sie Aurelius schon an.

Leise seufzten nahm er ihren Arm vorsichtig in die Hand, verschloss die Streifen mit einem Zauber und ließ die Narben verschwinden. Die einzigen Heilzauber, die er konnte; aber er konnte sie mittlerweile gut.

Sie wandte sich von ihm ab und umklammerte ihre Knie. Er entließ sie und blickte ruhig umher, als sähe er etwas Interessantes. Erst nach ein paar Minuten bewegte er sich wieder. Er stellte einen Picknickkorb zwischen sich und öffnete die Klappen. Der Geruch von Teigtaschen, Frikadellen und Kroketten stieg ihr in die Nase, ihr Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen und ihr wurde übel.

Ruhig und gelassen holte Aurelius eine Flasche Apfelsaftschorle hervor und lehnte sie an Auroras Hüfte. Keine Widerrede; sie machte ein missmutiges Gesicht. Dann holte er ein Lammsandwich hervor und drückte es ihr in die Hand. Auffordernd blickte er sie an. Keine Widerrede. Ihr Magen rebellierte, weil er es kaum aushielt und da nahm Aurora das Sandwich in die Hand und biss unter Aurelius strengem Blick hinein.

Schweigend saßen sie nebeneinander, kauten an ihrem Mittagessen und tranken aus ihren jeweiligen Flaschen. Aurora spürte, wie langsam so etwas wie Leben in sie zurückkehrte. Ein Tag ohne Nahrung war eine Sache, aber ohne Flüssigkeit eine ganz andere.

Erst nach einer ganzen Weile räusperte sich Aurelius, während er über die Dünen blickte. Im Hintergrund standen ein paar Bäume; sie mussten am Rand des Waldes sein. „So.“ sagte er, ohne sie anzusehen. „Paco also diesmal?“ Es klang gar nicht nach einer Frage.

Aurora wurde übel und ihr Magen verkrampfte sich. Sie schloss die Augen und hielt kurz inne. Sie spürte seine Hand an ihrem Genick, über ihren Rücken zu ihrer Schulter gleiten und ein wohliger Schauer machte sich auf ihrer Haut breit. Sie ließ es zu, dass er sie seitlich zu sich zog, sie in seine Arme schloss und sie hielt.

Wieder kamen Tränen. Wieder dieses Gefühl der Hilflosigkeit, der Verwirrung. Doch diesmal war Aurelius bei ihr. Sie umschlang seinen Hals mit beiden Armen und begann zu schluchzen; er war der Einzige, der ihre Tränen sehen durfte. Sie wurde in ein schwarzes Meer getragen, allein und sturmumtost; und nur eine kleine Rettungsboje in Sicht; ihr Bruder. Eng umschlungen, der einzig wahre Trost.

Erst nach einer gefühlten Ewigkeit ließ sie von ihm ab, ließ ihre Arme sinken und lehnte sich an ihn; ausgelaugt und müde. Er behielt einen Arm um ihre Schulter und trocknete ihre Tränen mit einem Taschentuch. Und bisher sagte er nichts. Und sie war ihm dankbar dafür.

Erst nach ein paar Minuten, in denen sie sich seitlich an ihn lehnte, sie beide über die ruhigen Dünen zum Meer blickten und sich den Wind ins Gesicht pusten ließen, räusperte er sich. Seine Stimme klang leise. „Warum tust du das, Rory? Ich meine, du kennst die ganzen Jungs doch gar nicht. Ist es, weil sie sich in dich verlieben sollen, damit du ihnen dann das Herz brechen kannst?“ Wie Thomas es bei dir tat? Aber das sagte er nicht…

Aurora bewegte sich nicht; er strich ihr mit den Fingern über die Schulter. „Ich meine, bei Anjun hat das ja wohl nicht geklappt. Aber bei Paco bin ich mir da nicht so sicher.“ Aurora kniff die Augen zusammen; wie hat Aurelius das nur herausbekommen? „Aber das ist nicht alles, oder? Mit Paco?“

Am Liebsten wäre sie zu Staub zerfallen und mit dem Wind in das kleine Wäldchen hinter sich geweht worden! Wie konnte er sowas wissen?

„Rory?“ Sanft umfasste er mit der freien Hand ihre Wange. „Was ist gestern Abend wirklich passiert? Außer den Küssen?“

Tränen sammelten sich in ihren Augen; schon wieder. Ihre Kehle schnürte sich zu, als sie ihren Bruder ansah und ein leiser Schluchzer aus ihrer Kehle dran. Aurelius machte große Augen. „Oh.“ Und er wusste es. Er umschlang sie erneut mit beiden Armen, sie drückte sich an sein Hemd und ließ sich erneut von Tränen davontragen. Verzweiflung, Angst; ein Cocktail, dem sie sich nicht gewachsen fühlte; auch nicht mit Aurelius an ihrer Seite.

Wieder verstrichen Minuten, bis Aurelius den Mund aufmachte. „Aber… ist das nicht gut?“
Aurora erstarrte kurz und riss sich dann von ihm los. „Gut? Ist das dein ernst?“

Aurelius schien kleinlaut. „Ich meine…“ Doch ihm schienen die Worte zu fehlen. „Rory, er macht sich Sorgen. Und er hat keine Ahnung, was hier los ist.“ Er legte beschwichtigend eine Hand auf ihren Unterarm. „Es ist zu früh, nicht wahr?“

Aurora wischte sich eine Träne von der Wange. Viel zu früh! Es hätte nie wieder passieren sollen! „Ja.“ Presste sie hervor und ihr war erneut zum Weinen zumute.

„Dann sag ihm das.“ Aurelius beugte sich vor und blickte sie eindringlich an. „Sag ihm, dass du nichts von ihm willst und dass er dich in Ruhe lassen soll. Auf mich wird er kaum hören.“ Er verzog das Gesicht zu einem schwachen Lächeln, doch Aurora erwiderte das Lächeln zaghaft.
Schließlich nickte sie.
„Gut.“ Aurelius strahlte schon fast. „Ich suche ihn, ja? Je früher, desto besser. Ich lass dir das Essen hier und komme später wieder, ja?“ sie rührte sich nicht. „Rory?“ Dann nickte sie, als lastete die Welt auf ihren Schultern. Großartig. Ihr Leben wurde also noch ein wenig komplizierter.

“Gut.” Aurelius erhob sich, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und ging.
Aurora winkelte die Knie an, umschlang diese mit ihren Armen und bettete ihren Kopf darauf. Auf diese Weise hielt sie sich selbst umklammert. Doch die Unruhe hielt ihr Herz in einem Schraubstock. Sie wollte nicht mehr denken; nicht mehr fühlen. Eindeutigkeit, sie sehnte sich nach etwas Einfachem. Sie zückte ihren Zauberstab und ließ erneut eine dünne Strieme auf ihrem Unterarm erscheinen; langsam, quälend langsam, bis ein einzelner Tropfen Blut in den Sand unter ihr fiel….


(OOC: entscheide du, ab wann Paco was mitbekommt. Der Wind weht die Worte hinter die beiden in den lichten Wald^^)
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 5:02 pm

[OOC: Alter ist das heftig was Aurora da macht...O_o' Stand da nicht was in den Regeln von wegen dass die Schüler nicht zu sehr instabil sein dürfen hier auf Rungholt?^^ Wink]


Paco irrte eine Weile ratlos durch die wenigen Baumansammlungen und über die Dünen. Hier und da sammelte er etwas Beeren, die Worte Aurelius' in seinem Kopf widerschallend. Aurora musste etwas essen. Aurora brauchte Hilfe.

Wieder und wieder musste er daran denken, was Aurelius zuvor gesagt hatte, und er sah ständig Auroras verzweifeltes Gesicht vor ihm. Mit schnell gehendem Atem hastete er vorwärts, bis -

- er keine zehn Meter von ihm entfernt zwei Gestalten auf dem sandigen Boden kauern sah. Prompt blieb er stehen, seinen Schnitzstock und die ein wenig angedatschten Beeren fest umklammernd. Es waren Aurelius und Aurora, die zusammen aus dem Picknickkorb aßen.
Pacos Herz sank. Wie sollte er denn nun....

Er machte ein paar wenige Schritte auf die beiden zu, die mit dem Rücken zu ihm waren und ihn somit nicht sehen konnten, bis er neben einer kleinen Buche stand. Wenn er den Kopf schief hielt, konnte er ein paar Worte ausmachen.

//"Sag ihm, dass du nichts von ihm willst und.... soll. Auf mich... hören.“//

Paco runzelte die Stirn und etwas in ihm zog sich schmerzhaft zusammen. Er knirschte mit den Zähnen, als die zuvorige Wut auf Aurelius wieder zurückkehrte. Das konnte er doch nicht einfach so entscheiden! Sein Herz machte einen schmerzhaften Satz, als Aurora zu nicken schien. Er wollte doch nur, dass es ihr gut ging!

Er hörte noch Worte die nach "Essen" und "gut" klangen, und dann stand Aurelius auf. Paco stellte sich instinktiv näher an den Baum, verschwand im dürftigen Schatten der Buche. Erst als Aurelius in eine andere Richtung verschwunden war, trat er wieder etwas hervor. Einen Moment lang blieb er unschlüssig stehen, dann fiel er in ein hastiges Joggen und kam wenige Sekunden später bei Aurora zum Stehen - wo er sofort ihren Arm und einen rötlichen Flecken im Sand sah.
Erschrocken ließ er sich mit einem "Ach du heilige Scheiße!" neben Aurora auf die Knie fallen und riss ihr den Zauberstab aus der Hand, seinen Schnitzstock fallen lassend.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Mo Jun 16, 2014 6:43 pm

(OOC: *psssst* Wink
So war sie auch nicht konzipiert. Irgendwie wird das durch die Verletzung einen Abend vorher (Fensterscheibe) … nunja… „natürlicher“. Irgendwie passt es gerade; und jaa es erschreck mich auch)


Tiefe, dunkle Gedanken; ein erlösender Schmerz; wie schon einen Abend zuvor fühlte es sich irgendwie… gut an. Eindeutig. Etwas, dessen sie sich sicher sein konnte. Es war neu, aber faszinierend.

Und plötzlich kam von irgendwoher Paco an! Er warf sich schon fast vor sie in den Sand und riss ihr den Zauberstab aus der Hand!
„Hey!“ fuhr sie ihn an, das Blut rauschte wild in ihren Ohren; woher das Adrenalin allerdings stammte, wusste sie nicht; Paco oder der Zerrissene Schmerz. Schnell wischte sie mit einer Hand durch den Sand, sodass die rubinroten Kugeln nicht mehr zu sehen waren und drehte ihren Unterarm weg.

Und sie starrte ihn an; er war ihr so nahe, dass es fast wehtat.


Zuletzt von Aurora Bielstein am Mo Aug 04, 2014 10:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 6:54 pm

[OOC: Hm. Okay...^^ Solange es nicht schlimmer wird, wirds Lenila schon erlauben, oder? Smile]

Aurora versuchte zu vertuschen, was sie angerichtet hatte, aber Paco hatte bereits alles gesehen. Ihren Ausruf und die hastigen Bewegungen ignorierend beugte er sich etwas vor, ließ die Beeren fallen und nahm sanft ihren Arm in die Hand. Ein dünner, roter Strich zog sich über den Unterarm, und Paco schluckte einen gewaltigen Kloß hinunter.
Einen Spruch wispernd verschloss er die kleine Wunde magisch. Es fühlte sich seltsam an, mit dem Zauberstab einer anderen Person zu zaubern, aber seinen eigenen hatte er nun mal nicht bei sich. Wie um sich zu vergewissern, ob alles verheilt war, strich er kurz über die Stelle, wo zuvor der blutige Strich gewesen war, und setzte sich dann auf seine Fersen, sodass er neben Aurora kniete.

Ihren Blick meidend hielt er ihr den Zauberstab entgegen und fuhr sich mit der freien Hand durch die Haare. Er fühlte sich erschöpft, und sein Herz wollte sich einfach nicht beruhigen. Er verstand überhaupt nichts mehr und spürte den Drang, zu flüchten, immer mehr in sich aufkommen. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen, mit Aurora reden zu wollen.

Nichtsdestotrotz schluckte er abermals heftig und gab dann ein leises, heißeres "Hey du." von sich.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Mo Jun 16, 2014 7:14 pm

Er umfasste ihren Arm, ließ sie nicht los und nun zauberte er auch noch mit ihrem Zauberstab! Völlig entgeistert starrte sie auf Pacos Handbewegungen, fühlte seine Sanftmut und seine Bemühungen, ihr nicht noch mehr zu schaden. Unwillkürlich lehnte sie sich ein wenig weg von ihm, doch er ließ so lange nicht von ihr ab, bis die Wunde verschlossen war. Eine dünne, weiße Linie zog sich noch wie ein heller Schatten über ihre Haut; aber die würde auch noch vergehen.

Er strich ihr über den Arm, als wolle er sein Werk begutachten und Aurora zuckte kurz zusammen. Seine Berührung…. Dann setzte er sich auf seine Fersen; halb machte er den Eindruck auf diese Weise schneller flüchten zu können…

>>“Hey du.“<<

Aurora starrte ihn an. Sie schaffte es nicht, ihren Zauberstab entgegen zu nehmen und fühlte sich wie gelähmt. Verdammt! Was dachte er jetzt über sie? Ahnte er, dass es wegen ihm war? Dass sie wegen ihm so… drauf war?
Sie schluckte und blickte betroffen zur Seite. Verdammt! Es war nicht annähernd genug Zeit, um sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Warum war Aurelius auch so verdammt schnell? Aufgelöst, verzweifelt um Selbstbeherrschung feilschend, saß sie da und blickte in eine andere Richtung. Stumm umschloss sie ihre Knie mit beiden Armen und wusste nicht, was sie tun sollte. Es war schon viel zu lange her, dass es ihr etwas ausgemacht hatte… jemandem Anderen Gefühle zu zeigen…
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Jun 16, 2014 11:49 pm

Aurora reagierte kaum auf ihn, und nach einer kleinen Weile legte Paco ihren Zauberstab einfach zwischen sie.
Schluckend versuchte er nun doch, ihren Blick zu erhaschen, doch sie mied seine Augen und ein fahler Geschmack machte sich in seinem Mund breit. Er hatte alles schlimmer gemacht.

Er saß bestimmt eine ganze Minute schweigend da, bis er sich schließlich nach hinten fallen ließ und in den Schneidersitz wechselte.
Beinahe musste er ein Stöhnen unterdrücken. Ihm war schlecht, und er war müde, und am meisten von allem war er überfordert. Sein Herz schmerzte und seine Kehle war trocken, und er hatte absolut keine Ahnung was er machen sollte.

Stumm malte er nichts bedeutende Muster in den Sand und dachte über alles gleichzeitig und doch nichts nach.
Eine gefühlte Ewigkeit verging, bis er schließlich den Mund öffnete und es schaffte, die Worte hervorzubringen, die sich ihm förmlich innerlich aufdrängten.

"Meine Schwester hat früher gestottert und mit kaum jemanden geredet. Das hat angefangen, als sie eingeschult wurde. Sie hat an ihrem ersten und zweiten Schultag so gut wie nichts gegessen, sie wollte einfach nicht."
Seine Stimme war wieder etwas kratzig und heißer, als hätte er zuviel geschriehen bei einem Quidditchspiel, oder als wäre er erkältet. "Ich hatte ziemliche Angst und war aber fast noch mehr verwirrt und...ratlos.", fügte er hinzu und bohrte alle Finger in den Sand vor ihm, den Blick auf den Boden gerichtet.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Di Jun 17, 2014 12:06 am

Es verging eine Ewigkeit, in der Aurora mit sich rang und sich wünschte, Paco würde einfach wieder gehen. Oder sie küssen.

Doch dann öffnete er den Mund und erzählte etwas. Vorsichtig, als könne sie etwas zerbrechen, wandte sie den Kopf, um ihn anzusehen. Was? Er… hatte eine kleine Schwester? Noch immer die Arme um ihre Knie geschlungen, blickte sie ihn schüchtern und fragend an; die Selbstbeherrschung so gut wie nicht vorhanden.

Warum erzählte er ihr das? Aber irgendwie… berührte es sie. Und seltsamerweise wollte sie mehr wissen.


(OOC: aaaaw!! Wie süüüß!! Oh, Mann, ist der Kerl süß! Kritty!! Aaaaw)
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 12:41 am

Im Augenwinkel sah er, wie Aurora den Kopf wandte. Doch er fokusierte weiterhin den Sand unter seinen Händen, da er Angst hatte, den Moment kaputt zu machen. Er bemühte sich, seine Stimme ruhig klingen zu lassen, während er weitersprach, doch sein Herz klopfte weiterhin einen beinahe schmerzhaften Marathon.

"Ich war halt noch selbst recht...klein. Das war kurz nachdem ich nach Rungholt gekommen bin, und ich hab' erst paar Jahre vorher rausgefunden, dass ich zaubern kann. Wir wussten da schon längst, dass Daliyah auch zaubern kann, und...", bei dem Gedanken an ihren ersten, unbewussten Zauber, musste er beinahe Lächeln. "Niemand hätte gedacht, dass ausgerechnet sie anfangen würde zu stottern. Oder dass sie nichts essen wollen würde. Sie liebt es, zu essen."
Er hob etwas Sand in die eine Hand und ließ ihn in die andere Hand fallen, bisschen für bisschen.
"Am dritten Tag haben meine Eltern rausgefunden, dass ein blöder älterer Schüler sie geärgert hat. Ständig. Wegen...", für einen Moment kam er verbal ins Straucheln, doch er fing sich wieder. "..wegen meinem Datta, wegen unserem Vater. Ich hab' es erst eine Woche später erfahren, aber meine Eltern haben die ganze Sache klären können. Aber..ich konnte ihr nicht helfen, ich war hier auf Rungholt. Ich konnte ihr nur verzauberte, sich-selbst-vorlesende Briefe schicken, aber richtig helfen konnte ich nicht."

Er nahm die Hände aus dem Sand und stütze seine Ellenbogen auf die Knie, sodass er seinen Kopf auf seine noch sandigen Handflächeln abstützen konnte. Den Blick noch immer gesenkt seufzte er etwas. Er hatte keine Ahnung, warum er das alles erzählte. Aber er musste doch irgendwas erzählen, nicht wahr?

"Sie hat noch sehr, sehr lange gestottert, aber jetzt redet sie wieder am laufenden Band und ist quitschvergnügt.", fügte er schließlich leise hinzu.


[OOC: jfsdkljfsdjfsdjlsks Very Happy]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Di Jun 17, 2014 11:13 am

Er erzählte weiter; erzählte von seiner kleinen Schwester, von seiner Hilflosigkeit, auch von einem Problem mit seinem Vater? Warum würde die Tochter denn sonst gehänselt werden? Und während der ganzen Zeit starrte Aurora ihn an und umklammerte ihre Knie. Paco schien so…  und dann erkannte Aurora, was es war; was sie die ganze Zeit über in einem festen Klammergriff umschlossen hatte: Paco war einfach nur ein besorgter großer Bruder.

Sie blickte auf ihre Schuhe und unterdrückte das überwältigende Gefühl, ihm zu vertrauen, ihm alles anzuvertrauen und sich ihm völlig hinzugeben. Er… sorgte sich… Und diese Sorge war echt.

Aurora schluckte und kämpfte mit sich. Ihr Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, als sie die Erkenntnis durchfuhr; als sie realisiert, was das bedeutete: sie durfte es ihm nicht antun. Er war ein zu guter Mensch, als dass sie ihn mit ihren Problemen, mit sich belasten durfte. Sie biss sich auf die Unterlippe und unterdrückte das Gefühl sofort zu flüchten. Paco… und allein der Gedanke seines Namens tat weh.

Aber als würde sie von einer unsichtbaren Macht gezwungen werden, oder sei es nur aus dem Wunsch heraus, seine Stimme wieder zu hören, machte sie den Mund auf. „Wie…“ ihre Stimme war krächzend, sodass sie sich räusperte. „Wie alt ist deine Schwester?“ Vorsichtig drehte sie den Kopf, um ihn ansehen zu können. Ihr Herz hämmerte wild und sie fühlte Schwindel in sich aufkommen.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 12:10 pm

//„Wie…Wie alt ist deine Schwester?“//

Auroras Stimme klang unsicher, und sie schien genauso heißer zu sein wie er selbst.

"Zwölf. Daliyah ist zwölf und für mich einer der wichtigsten Menschen überhaupt.", antwortete er. Er sah sie nicht an, obwohl er im Augenwinkel sah, wie sie zu ihm blickte. Zu sehr hatte er Angst, den Moment zu zerstören. Einfach so, wie die Male zuvor.

"Neben meinen Eltern natürlich. Und Jasper. Und wahrscheinlich auch Janosch."
Und Tassilo? Nicht so wirklich...Amalia? So gut kannte er sie eigentlich garnicht... Paco runzelte die Stirn. Nur eine Handvoll Menschen, die er direkt in seinem Herzen trug. Er würde wirklich alles für sie tun, aber die Tatsache, dass es wirklich nur diese wenige Menschen waren, brachte ihn für einen Moment aus dem Konzept und er ließ verwirrt seine Hände in den Schoß sinken.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Di Jun 17, 2014 12:30 pm

Zwölf. Sie war Zwölf. Aurora lächelte und versteckte es ein wenig hinter ihrem Oberarm. Fast wie Sarah, das Mädchen am Strand. Mit dem riesigen Haufen Probleme…

Sie war die wichtigste Person in seinem Leben. Seine Schwester. In Aurora zog sich etwas schmerzhaft zusammen; dies bedeutete aber auch, dass er noch nie verliebt war. Oder nicht mehr?
Und seine Eltern. Natürlich. Beinahe wurde ihr übel. Ihre Eltern liebten sie auch, nicht wahr? Aber…
Jasper. Ein Name, den sie nicht kannte. Janosch, den kannte sie.

Paco hielt einen Moment inne und ließ dann seine Hände in den Schoß sinken; fast resigniert. Warum resigniert? Das waren doch eine Menge Menschen, die ihm etwas bedeuteten. Sie betrachtete ihn verstohlen von der Seite und musste schon wieder lächeln, als sie ein paar Sandkrümel bemerkte, die an seiner Schläfe hingen. Er hatte sie nicht bemerkt.

Aurora dachte über seine Worte nach; wer war ihr wichtig? Sofort kam das Bild von Aurelius in ihr auf; sein Lächeln, sein Lachen. Wie er den Zauberstab hob; seine Augen kalt wurden; ein heller roter Blitz und….
Sie schüttelte den Kopf und umklammerte ihre Knie ein wenig fester. Nein, das waren ihre Träume. Nicht der echte Aurelius, es waren nur die Träume. Sie schloss die Augen.

Ihre Eltern? Sie dachte an den vielen Streit, den sie seit über einem Jahr mit ihren Eltern und ihrem Onkel hatte; die vielen Freunde, denen sie im Endeffekt auch egal war. Solange sie bei allem mitgemacht hatte, war sie es würdig; doch jetzt….

Doch da war noch jemand…. Der ihr wichtig… gewesen war. Sie unterdrückte Tränen und schob die Gedanken an Bobby ganz schnell zur Seite; diese Wunder blutete noch immer. Und vielleicht – so fühlte es sich an – würde sie niemals damit aufhören.

Aurora biss sich auf die Unterlippe. Sie wusste, sie hätte die Klappe halten müssen; sich zurückziehen, ihn von sich stoßen. Es wäre besser so. Aber sie öffnete den Mund.
„Das klingt toll.“ Vorsichtig blickte sie ihn an und blinzelte die aufkommenden Tränen weg, ehe sie wieder auf ihre Füße starrte. „Ich habe nur Aurelius.“
Und fast sofort bereute sie ihre Worte! Warum gab sie nach? Warum gab sie…. Vertrauen? Sie verkrampfte sich ein wenig.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 12:55 pm

Eine kleine Weile schwebte eine fast beängstigende Stille über ihnen, doch dann sprach Aurora wieder.

//„Das klingt toll....Ich habe nur Aurelius.“//

Paco hob schließlich doch den Kopf und wollte ihrem Blick begegnen, doch sie hatte den Kopf schon von ihm gewandt und starrte mit feuchten Augen vor sich auf den Boden.

Nur Aurelius? Was war mit...sonstiger Familie?
Alle anderen, die Paco kannte, hatten Eltern und Geschwister und Tanten und Onkels. Meist auch Cousins und Cousinen. Er schluckte und schob das Gefühl der Überforderung von sich. Diese Situation war ihm fremd, aber vielleicht konnte er lernen, damit umzugehen. Schließlich wollte er, dass es Aurora gut ging, nicht wahr?

"Du könntest noch viel mehr Menschen haben, weißt du.", entgegnete er leise und blickte sie von der Seite an. Worte rasten durch seinen Kopf, die wenigen Dinge die er von Aurora wusste. "Du bist an einer neuen Schule, du kannst...du kannst einen Neustart machen. Neue Freunde finden und so."
Sein Herz machte einen Satz und er atmete aus, sie immer noch anblickend. "Ich will dir helfen, ich will dir wichtig sein." rutschte es ihm dann plötzlich raus, und er verzog unwillkürlich das Gesicht und schaute schnell von ihr weg. "Ich meine...also." Mist. Das war nicht das, was er hatte sagen wollen. Ganz und garnicht.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurora Bielstein am Di Jun 17, 2014 1:25 pm

[OOC: aaaaaah!!! *quiiiiitsch* ooohmeingooott!! „ich will dir wichtig sein“ aaah! Ich schmelze dahin“! :d ]

Aurora begann zu zittern, konnte es aber noch gut verstecken. Seine Stimme; seine Worte. Wie könnte sie es ihm begreiflich machen? Sie wollte keinen Neustart; wollte keine neuen Freunde. Sie wollte niemandem vertrauen und dann wieder enttäuscht werden. Als sie das letzte Mal jemandem Vertrauen geschenkt hatte, war… alles schief gegangen.

Sie spürte seinen Blick auf sich ruhen und traute sich doch nicht, den Blick zu erwidern. Seine Worte brandeten gegen die Steinmauer ihres Herzens, suchte die feinen Risse, um ein wenig Sonnenschein hindurchschicken zu können.

>> "Ich will dir helfen, ich will dir wichtig sein.">>

Aurora spürte, wie sie fiel, in einen bodenlosen Abgrund fiel und nichts, aber auch gar nichts sie aufhalten konnte. Was hatte er gesagt? Das Blut rauschte so laut in ihren Ohren, dass ihr schwindelte und ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals. Was? Tränen schossen erneut in ihre Augen; so etwas hatte noch nie jemand zu ihr gesagt…

Langsam drehte sie den Kopf, den heftigen Atem, die beginnenden Tränen ignorierend. Da saß er, mit verstrubbelten Haaren und einem besorgten Blick in seinen wundervollen Augen. Allein sein Profil ließ ihr Herz schneller schlagen, seine Nähe kam ihr plötzlich wie ein Geschenk und ein Fluch gleichzeitig vor. Und sie spürte es; mehr als jemals zuvor. Spürte die Zuneigung und die gleichzeitige Verwirrung, die Angst vor Enttäuschung; die Angst vor Verletzung.

Vorsichtig streckte sie eine zittrige Hand aus, legte sie zart wie ein Schmetterling auf seine Wange und strich behutsam die Sandkrümel fort. Sie betrachtete ihn, sein Gesicht, seine Augen und sie fühlte… dass sie es wollte. Sie wollte, dass er ihr wichtig war.
Aurora schloss die Augen, eine einzelne Träne quoll hervor, und sachte, ganz zart, küsste sie ihn. Nicht leidenschaftlich, sondern zärtlich, vorsichtig, ganz so, als könne sie seinen Lippen dadurch Schaden zufügen. Langsam löste sie sich von ihm, behielt die Augen geschlossen und legte ihre Stirn an die seine, während sie seine Wange noch immer zärtlich umschloss.
Es ging nicht. Niemals. Das durfte sie ihm nicht antun. Er hatte etwas Besseres verdient.

„Ich will es aber nicht.“ flüsterte sie und wäre doch am liebsten in Tränen ausgebrochen. Alles um sie herum drehte sich, sie fühlte nur noch Schmerz. „Es tut mir leid.“
Und so plötzlich, dass sie sich selbst davon erschreckte, riss sie sich von ihm los, erhob sich hektisch und verließ fluchtartig die Düne.

[OOC: aaww!! Lass ihn mal dasitzen bleiben *muhahhaa* Idee^^]
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 1:52 pm

Aurora blickte ihn wieder an, und diesmal drehte er ebenfalls den Kopf, ganz langsam. Ein beinahe gehetzter Ausdruck lag in ihren Augen, und ungeweinte Tränen drohten, ihre Wangen hinunterzulaufen. Er schluckte und blinzelte.

Dann hob sie die Hand und strich über seine Wange. Seine Augen wurden groß und sein Mund öffnete sich leicht, verwirrt und ratlos. Was...? Als sich Aurora die Augen schloss und somit eine Träne freiließ musste er wieder schlucken, und als sie sich vorbeugte, lehnte er sich instinktiv etwas zurück - wilde Gedanken schossen durch seinen Kopf, und sein Herz begann wieder zu rasen, nachdem es sich in der letzten Minute wieder beruhigt hatte. Warum...?

Und schon hatten ihre Lippen die seinigen gefunden, und eine Mischung aus ihm unerklärlicher Panik, Erleichterung und Enttäuschung - Enttäuschung, warum Enttäuschung? - durchfuhr ihm. Noch bevor er die Augen schließen und den Kuss richtig erwidern konnte, war der Moment auch schon wieder vorrüber und er blickte in die verweint wirkenden Augen Auroras, spürte ihre Stirn an seiner.

// „Ich will es aber nicht."//

Ein eiskalter, schmerzhafter Blitz durchfuhr ihn. Was willst du nicht? Warum nicht? Fragen rasten durch seinen Kopf, sowie Auroras gut gelaunte Stimme von einem Tag zuvor. Er war nicht gut genug für sie? Aber sie hatte doch gedacht...

//"Es tut mir leid.“//

Paco schloss kurz die Augen und atmete tief ein, spürte wie sich Stirn und Hand von ihm lösten - und als er die Augen wieder öffnete, war Aurora verschwunden, hatte Sand aufgewirbelt sodass einiges auf seiner Hose gelandet war. Sir rannte fort von ihm, und er dachte nicht einmal daran, ihr hinterher zu rennen. Nein, diesmal nicht.

Abermals schluckte er einen gewaltigen Kloß hinunter und blickte auf den Boden vor sich, durch die schmerzhafte Welle an Verwirrung, Enttäuschung und...irgendetwas anderem, Wut? hindurch atmend. Seine Augen brannten plötzlich und er legte die noch immer etwas sandigen Hände über die Augen, ließ Schultern und Kopf erschöpft hängen. Ihm entfuhr ein leises Stöhnen und er rieb sich mit dem Handballen die Augen, versuchte die immer stärker werdende Wut zu unterdrücken, sein Herz zu beruhigen. Woher kam diese Wut, warum war er nur so unglaublich überfordert?

[OOC: Oh oh, Draaama drama! XD]


Zuletzt von Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 9:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Aurelius Bielstein am Di Jun 17, 2014 8:28 pm

Aurelius war nicht weit gelaufen, als er seinen Zauberstab zückte und den Auffindezauber sprach. Er runzelte die Stirn, als er in die Richtung dirigiert wurde, aus der er kam. Kopfschüttelnd sprach er den Zauber erneut, konnte ja sein, dass er zurück zu Aurora geleitet wurde. Doch nein, schon wieder. Stirnrunzelnd lief er in die ihm gewiesene Richtung.

Und an ein paar Bäume unweit von Aurora erstarrte er. Paco! Wut schoss in Aurelius hoch, war er ihm etwa gefolgt? Hatte er gelauscht und nur einen Moment abgewartet, sich Aurora zu schnappen und…? Ja was wollte der Junge eigentlich?

Aurelius biss sich auf die Unterlippe. Am liebsten würde er hingehen und…. Doch er bewegte sich nicht. Aurora und Paco schienen erst einmal nur neben einander zu sitzen. Harmlos. Nichts passierte. Doch Aurelius würde seine Schwester nicht allein lassen! Nicht in dieser Situation! Sie brauchte ihn!

Das schlechte Gewissen zur Seite schiebend, kauerte sich Aurelius hinter eine knorrige Buche, biss sich auf die Unterlippe und sprach dann doch einen Entfernungs-Abhörzauber. Auf diese Weise konnte er verstehen, wovon die beiden sprachen, auch wenn er ein Eckchen von ihnen entfernt war.

Und was er hörte, ließ ihn missmutig zusammen fahren. Paco… Aurelius seufzte leise. Verdammt. Paco war keineswegs wie Thomas. Ganz im Gegenteil. Wie er da von seiner Schwester erzählte, dann von…

>>"Ich will dir helfen, ich will dir wichtig sein.">>

Was? Wut schoss erneut in Aurelius hoch; das konnte doch unmöglich Pacos Ernst sein? Und warum? Er kannte Aurora doch gerade mal einen Tag? Ein Kuss machte doch noch keine Liebe aus! Was für ein mentales Kind! schimpfte Aurelius in Gedanken und biss die Zähne aufeinander. Und sein Atem stockte, als er sah wie Aurora Paco küsste! Nein! Schnell sah er weg; das durfte doch alles nicht wahr sein! Er ballte eine Hand zur Faust, als er ihre Stimme auf magischem Wege hörte.

>>„Ich will es aber nicht. Es tut mir leid.“<<

Aurelius blickte auf und hätte beinahe gegrinst. Sie hatte ihm die Stirn geboten, sie hatte sich durchgesetzt, sie…. flüchtete. Resigniert seufzte Aurelius. Ja, das wäre ja auch zu einfach gewesen. Er schloss die Augen und wischte sich mit der freien Hand durch das Gesicht. Verdammt! Das hatte ihr gerade noch gefehlt! Einen Moment verharrte er. Und erhob sich schließlich. Er musste es tun. Um ihretwillen.

Mit festen Schritten lief Aurelius zu Paco und blieb vor ihm stehen.
Er blickt auf ihn hinunter; er machte einen vollkommen überrumpelten Eindruck; verstand er etwa nicht, was gerade vor sich ging? Verwirrung und schon fast so etwas wie Überforderung? Für einen winzigen Moment tat ihm Paco sogar leid. Dann erkannte er Auroras Zauberstab im Sand neben Paco.

„Ich habe dir doch gesagt, lass sie in Ruhe.“ Obwohl noch etwas Wut in seinen Eingeweiden brodelte, klang seine Stimme versöhnlich und erbost zugleich. Er konnte sich vorstellen, was in Paco vorging; die Situation war nicht einfach.
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Re: Der Morgen danach (Paco/Aurora)

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jun 17, 2014 10:16 pm

Paco hörte die dumpfen Schritte, die sich ihm näherten, erst, als es bereits zu spät war.

//„Ich habe dir doch gesagt, lass sie in Ruhe.//

Er riss die Hände von den Augen und blickte nach oben, in das grimmige Gesicht von Aurelius. Sofort schossen ihm dutzende Schimpfworte durch den Kopf, für die ihn sein Vater geschockt tadeln würde, und eine heiße Welle an Zorn brach über ihn herein, als sich seine Wut von einem Moment zuvor mit einem Schlag intensivierte. Was dachte sich der Kerl eigentlich?!

Wie aufgrund einer Kurzschlussreaktion rappelte er sich auf, bekam dabei blind Auroras Zauberstab zu fassen, den sie liegen gelassen hatte, trat einen Schritt zurück und stand dann beinahe schwer atmend vor Aurelius. Er verstand nicht, was gerade mit ihm passierte - er wollte einfach nur zurück in sein Bett und alles um sich herum vergessen! - aber er spürte, wie sein Herz raste und sein Kopf heiß zu werden schien. Verdammter...

"Du hast mir nichts zu sagen, du widerliches Krötenhirn!", zischte er mit leicht verzerrtem Gesicht und umklammerte Auroras Zauberstab fester.
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