Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Janosch Lenz am So Mai 18, 2014 10:13 pm

pp: Sevdas Zimmer

Janosch pfiff anerkennend, als er unter dem Bett ankam - da hatten die Kleinen sich aber enorm Mühe gegeben, mit Sandstrand und schwebendem Buffet und allem drum und dran! Wie immer, wenn er irgendwo allein ankam in Rungholt, scannten seine Augen sofort automatisch die Menge ab nach Paco. Er stand unweit von ihm mit Tethys und Shouky und unterhielt sich mit der jüngeren Squib.

Gespräch: Paco, Tethys, (Shouky?), Janosch

Gemütlich schlenderte Janosch zu ihnen hinüber, (deckte sich beim Vorbeilaufen noch schnell am Buffet ein, mit einem Stückchen Käsecracker und irgendwas, das türkisches Gebäck von Sevda sein konnte - Blätterteigig und klebrig süß) lächelte und warf in die Runde: "Na, was hab ich verpasst?"

Die Stimmung unterm Bett war im Allgemeinen gut, und trotz seiner anfänglichen Zweifel ließ Janosch sich schnell ein wenig davon anstecken.
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Janosch Lenz

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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Sevda Ersoy am So Mai 18, 2014 10:47 pm

So ein Chaos, es kamen ja immer mehr Leute her! Fast wurde Sevda der ganze Trubel zu viel, vielleicht musste sie gleich mal Luft schnappen gehen...

"Hallo Malin!", lächelte sie jetzt aber erst mal tapfer das ältere Mädchen an und bemühte sich, ihren Puls zu beruhigen. Sie hatte Geburtstag, es war sozusagen ihre Feier hier, und es war ganz normal, dass deswegen auch die älteren Schüler mit ihr sprachen, die sonst nie ein Wort mit ihr wechselten! Es war alles in Ordnung, sie musste doch nicht so nervös sein...

Doch dann sprach Tatjana plötzlich und Sevda drehte sich zu ihr um. Das Mädchen schien ebenso nervös zu sein wie Sevda sich gerade fühlte, aber wieso denn? Es gab doch gar keinen Grund für sie, oder? Und dann reichte Tatjana ihr ein Geschenk. Für einen Moment war Sevda sprachlos - sie kannte Tatjana doch erst seit gestern, nie im Leben hatte sie ein Geschenk von ihr erwartet! Nun gut, fairerweise hatte sie auch niemals ein Geschenk von diesem seltsamen, älteren Jungen erwartet...

Sie schenkte Tatjana ein aufmunterndes Lächeln und packte das Geschenk aus [OOC: es ist doch eingepackt, oder? Wenn nicht editier ich nochmal...]. Und dann hielt sie plötzlich ein wunderschönes Briefset in der Hand: Schlicht, aber doch romantisch, verspielt, aber nicht zu kitschig - zumindest nicht für Sevdas Geschmack. Das Papier war marmoriert und farblich in einem Hauch von hellblau gehalten. Die Briefbögen waren jeweils mit einer goldenen Linie umrahmt, die unten hübsch geschnörkelt war, ebenso der Umschlag auf der Rückseite. Auf der Vorderseite des Umschlags befand sich ein hübsches Blumenmuster, das sich um die Lasche des Umschlages rankte - blaue, Vergissmeinnicht-ähnliche Blümchen, die mit hellgrünen Ranken zu einem Geflecht verbunden waren und die in unterschiedlicher Blüte standen. Bei genauerem Hinsehen stellte Sevda fest, dass die Blüten sich langsam öffneten und schlossen, und schließlich entdeckte sie einen kleinen Marienkäfer, der von Blüte zu Blüte huschte und immer wieder unter den grünen Blättern verschwand.

Sevda blickte lächelnd zu Tatjana auf, die Rührung war ihr ins Gesicht geschrieben. "Es ist wunderschön, vielen Dank!" Sie war sich nicht sicher, wie sie ihren Dank zum Ausdruck bringen sollte - für eine Umarmung kannte sie Tatjana noch nicht gut genug und wusste nicht, ob es dem Mädchen überhaupt recht wäre, aber ein Händeschütteln war zu formal...
Also legte sie das Briefpapier - zusammen mit dem Notenpergament und dem Traumfänger - sorgfältig auf den Boden und legte kurz und zaghaft ihre Hand auf Tatjanas Arm.

Puh, aber nun war ihr die ganze Aufmerksamkeit allmählich wirklich zu viel. Vielleicht konnte sie einfach für ein paar Augenblicke unter dem Bett hervorkommen und in ihr Zimmer gehen? Immerhin hatte es dort vorher einen gehörigen Krach gegeben, vielleicht sollte sie mal nach dem Rechten sehen...

[OOC: Wer Sevda noch ein Geschenk geben will oder so, sollte das bis morgen Abend tun, dann würde ich sie nämlich gern zu Simon rausschreiben. ;)]
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Aurora Bielstein am So Mai 18, 2014 11:16 pm

Gespräch: Flo, Aurora


Und er ging ran! Aurora grinste und fühlte sich pudelwohl – sie fühlte sich begehrt und das war etwas, das sie schon lange vermisst hatte. Er gab ihr die Antwort, auf die sie gehofft hatte, hielt sie im Arm und flüsterte ihr dann auch noch Worte ins Ohr, die sie hören wollte. Das war viel zu gut, um wahr zu sein…

Und da! Da war der Haken, den sie befürchtet hatte! Sein Tonfall hatte sich geändert. Aurora kniff leicht die Augen zu und versuchte, ihn anzusehen. Er hielt seine Augen geschlossen, aber er war irgendwie… verkrampft, abgelenkt vielleicht. Irgendetwas stimmte nicht.

Schnell blickte sich Aurora halb um; was hatte sich geändert? Und da sah sie sie! Das Mädchen von heute Morgen; diese Malin! Und Aurora erinnerte sich; Flo, wie er sich dazwischen geworfen hatte… Malin beschützen wollte… Sie erinnerte sich daran; sie hatte noch einen winzigen Gedanken an sein Verhalten verschwendet…

Sie blickte zu Flo, der ihr eine Einladung zugeraunt hatte, auf die sie nur zur gern eingehen wollte. Aber… würde er das überhaupt durchziehen wollen? Jetzt, wo das Mädchen da war, das er vor einem Angriff beschützen wollte? Wieder sah sie zu dem Mädchen, dann wieder zu Flo; es war ihr gleichgültig, ob er es bemerkte oder nicht. Andererseits wollte sie, dass er es bemerkte.

Aurora entfernte sich nicht, legte ganz im Gegenteil ihre Wange an seine, um ihm ebenfalls ins Ohr flüstern zu können. „Meine Abendgestaltung mache ich gern von dir abhängig.“ Und ganz sanft hauchte sie ihm einen Kuss auf die Wange.

Doch sie war noch lange nicht fertig. „Das heißt, wenn du dich von deiner Angebeteten trennen kannst. Liebe“ sie sprach das Wort aus, als sei es etwas Widerwertiges, etwas Ekliges, „wird sowieso überbewertet.“
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Florentin Fehrenbach am Mo Mai 19, 2014 12:08 am

Gespräch: Flo, Aurora

Flo spürte, dass Aurora etwas von seinem Stimmungswechsel mitbekommen haben musste - sie regte sich plötzlich in seinen Armen, so als würde sie sich umsehen, um herauszufinden was los war. Sie würde es sicher nicht kapieren, sie kannte ihn ja gar nicht, aber trotzdem, Flo wollte nicht, dass sie das tat. Er hielt seine Augen weiter krampfhaft geschlossen, aber er zog sie noch ein wenig enger an sich, um ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn zu lenken. Er dachte nicht an Malin, dann sollte Aurora das gefälligst auch nicht tun.

'Malin... nein, ihr kann ich nicht so begegnen. So... betrunken und aufgewühlt und- ich würde nur Scheiß labern. Und sowieso, wahrscheinlich würde sie gar nicht mit mir reden wollen. Der Abend gestern, das Probetraining heute... sie hat doch nur gute Miene zu bösem Spiel gemacht, mich eben irgendwie ertragen, weil ich mich ihr aufgedrängt hab... Nein. Neinneinnein.'

Aurora holte ihn in die Wirklichkeit zurück, indem sie ihm zuflüsterte:

//„Meine Abendgestaltung mache ich gern von dir abhängig.“//

Und dann hauchte sie ihm einen Kuss auf die Wange. Das war zuviel des Guten und Flo wusste es. Hier hatte er eine Grenze gezogen, ohne es vorher gewusst zu haben, hier hörte das Spiel auf und Aurora machte Ernst, wo Flo nur den Kasper gespielt hatte. Ihm stockte der Atem und er fühlte in diesem Augenblick den Alkohol in seinem System so stark wie bisher den ganzen Abend nicht - seine Glieder waren schwer und gleichzeitig unkontrollierbar weich, sein Kopf dröhnte für ein paar Momente und alle seine Gedanken waren irgendwie vernebelt.

Und dann setzte Aurora dem ganzen die Krone auf:

//„Das heißt, wenn du dich von deiner Angebeteten trennen kannst. Liebe“ sie sprach das Wort aus, als sei es etwas Widerwertiges, etwas Ekliges, „wird sowieso überbewertet.“//

Flo stolperte so abrupt von ihr zurück, als hätte Aurora ihn geschlagen. "Was laberst du für einen Müll!?", rief er entsetzt. Eine Panik befiehl ihn - hatte sie seine Gedanken gelesen? Woher wusste sie, dass... wovon redete sie überhaupt? "Ich bin doch nicht - eyy man, ich glaubs nicht! Was denkst du überhaupt! Du musstest es dir einfach echt selbst ruinieren, elende Scheiße, eyy!"
Er machte eine Szene, ja. Aber hey, war das denn seine Schuld? Was kam denn Aurora einfach so an und redete von Liebe?!
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Jimoh Hoefling am Mo Mai 19, 2014 12:10 am

Gespräch: Ziphin, Aaltje, Tatjana, Sevda, Jimmy, Clue, Malin


Als das laute Mädchen zu ihnen kam, nickte Jimmy zum Gruß - er erkannte, dass es die Teamleiterin eines der Quidditchteams war...der Wolpertinger, wie er vermutete. Malin hieß sie also.

Gespannt beobachtete er, wie Sevda Tattys Geschenk auspackte und freute sich mit ihr. Grinsend schaute er zu Tatjana um zu schauen, ob sie zufrieden war mit Sevdas Reaktion.

Dann räusperte er und tippte Sevda vorsichtig auf die Schulter.

"Sevda..ich habe auch etwas für dich. Allerdings ist es wirklich nichts Besonderes. Ich hoffe, du freust dich trotzdem...wenigstens ein bisschen.", er grinste sie breit an und reichte ihr dann das Geschenk.

[OOC: Es ist einfach nur eine ziemlich prall gefüllte Süßigkeitentüte, mit echt vielen verschiedenen Drops, Bonbons, Gummibärchen usw usf Smile ]
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Mai 19, 2014 12:20 am

Gespräch: Paco, Tethys, (Shouky?), Janosch


//"Na, was hab ich verpasst?"//

Paco riss den Kopf herum und blinzelte überrascht, als Janosch plötzlich bei ihnen stand. Dann wurde sein Grinsen breiter und er hob zum Gruß beide Hände, immernoch die Becher umfassend, da Tethys garnicht erst antworten hatte können.

"Hallihallöchen! Willst du Auroras Apfelschorle?", sagte er unvermittelt. "Eigentlich hast du-"
Hinter Janosch sah er plötzlich, wie Florentin sich von Aurora wegstieß, und Pacos Augen wurden für eine Sekunde groß und er stockte.
"...nichts verpasst." schloss er dann, bemühte sich abermals schief zu grinsen und blickte Janosch an.
"Apfelschorle?", fragte er erneut und versuchte geflissentlich zu ignorieren wie Flo Aurora geschockt anzustarren schien.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Aurora Bielstein am Mo Mai 19, 2014 12:33 am

Gespräch: Flo, Aurora

Und er flippte völlig aus! Aurora musste schon fast grinsen, als Flo schon fast von ihr wegsprang und ihr ein paar üble Worte vor die Füße spie. Ihr Verdacht war also wahr; er hatte es gerade bestätigt. Diese Malin also…
Aurora hatte nie eine Chance bei ihm gehabt….

Sie trat einen Schritt auf ihn zu und fixierte ihn mit ihrem Blick. „Ich bin hier nicht das Problem, sondern dein Kopf.“ Ihr war alles egal; es würde sie wohl kaum jemand verpfeifen. Sie preschte vor und packte Flo mit beiden Händen am Kragen seiner Lederjacke, um sich näher zu ihm zu ziehen. Ihre Nasenspitze berührte fast die seine.

„Was glaubst du denn, was hier läuft?“ Sie krallte sich in seine Jacke und zischte ihm ins Gesicht; so schnell konnte er ihr nicht entkommen. „Denkst du denn wirklich, du seist verliebt? Liebe kann dir nichts bieten! Rein gar nichts! Es ist ein Trugschluss, ein Scheinbild; sie existiert gar nicht!“
Sie bleckte die Zähne, ihr Gesicht war leicht wutverzerrt; sie musste wie ein Racheengel wirken.

„Das, was du für Liebe hältst, ist nur dein Wunsch, endlich mit Malin schlafen zu können! Und das ist alles, was Liebe uns geben kann!“ Und ohne auf die Umstehenden zu achten, ohne auf Flo zu achten, zog sie ihn gezwungenermaßen näher und küsste ihn leidenschaftlich.

Eine einzelne Träne rann ihre Wange hinunter, als sie sich von ihm löste. „Nur dieses Gefühl im Augenblick, mehr ist es nicht.“
Abrupt ließ sie seine Jacke los und wandte sich um, um zu gehen, während sie sich mit einer Hand die lästige Träne wegwischte.
Alles erledigt; Flo war kein Spieler.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Malin Amalie Lilienweiß am Mo Mai 19, 2014 12:42 am

Malin lächelte Sevda an.

„Yo, Sevda“, grüßte sie zurück, wirkte aber irgendwie etwas weniger Enthusiastisch als bei ihrer Ankunft. Sie gab sich Mühe, nicht wieder zu Flo und der anderen hinüber zu schauen, erwischte sich aber dabei, wie sie dennoch immer mal wieder hinüber schielte. Als sie die Geschenke bei Sevda sah, schlug sie mit der Faust in die Hand. „Ahh! DU Hast Geburtstag! Gratuliere!“

Sie wollte gerade die Hand zur Gratulation ausstrecken, als ein dunkelhäutiger Junge Sevda ein weiteres Geschenk überreichte. Malin musterte ihn interessiert – der war ja mal groß! Und neu! Und sah ihrer Meinung nach recht sympathisch aus. Sein Auftreten erinnerte sie allerdings noch an etwas anderes und sie klatschte sich die Hand auf die Stirn.

„Mensch, Sevda!“, rief sie aus. „Ich hab vollkommen vergessen, ein Geschenk mitzunehmen! Oh man, ich...“

Doch in dem Moment hatte sie erneut den Fehler gemacht, zu Flo und Aurora hinüber zu sehen. Sie bemerkte, dass Aurora in ihre Richtung blickte und sah rasch wieder weg. Plötzlich und unwillkürlich verspürte sie eine tiefe Abneigung der Frau gegenüber.

Ich hätte mich wehren sollen heute Morgen!, schoss es ihr durch den Kopf. Ich hätte ihr auch eine reinhauen sollen! Im nächsten Augenblick erschrak Malin so sehr über diese bösen Gedanken, dass sie die Hand an den Mund hob und mit schreckgeweiteten Augen auf ihre Füße starrte. Sevda und den anderen Jungen hatte sie vollkommen vergessen.

Wieso hatte sie so böse Gedanken dieser Frau gegenüber? Sie hatte ihr doch nichts getan – außer der Attacke am Morgen, aber die hatte Malin bis vorhin eigentlich schon halb vergessen. Wieso konnte sie den beiden nicht einfach ihren Spaß gönnen? Flo tat es doch bestimmt gut, sie sollte sich für ihn freuen! Stattdessen war sie voller ekliger Gefühle und hasserfüllter Gedanken.

„Ähm, sorry, mir ist grad was übel“, murmelte sie eine halbherzige Entschuldigung und machte rechtsum kehrt. Sie rutschte die Sandbank hinunter und setzte sich an dessen Rand auf den Boden. Sie hob die Hände an den Kopf und spürte die geflochtenen Zöpfe, an denen sie gefühlte Äonen gearbeitet hatte.

„So eine blöde Zeitverschwendung“, murmelte sie und begann ziemlich grob, die Haare aus ihrem Geflecht zu befreien. Sie hörte Flos Stimme, die ziemlich wütend klang. Was genau er sagte, verstand sie nicht. Sie unterdrückte den Drang, aufzustehen und nachzusehen und konzentrierte sich darauf, ihre Frisur zu zerstören. Sie fühlte sich elend und schuldig Aurora gegenüber, allein wegen der gemeinen Gefühle und Gedanken, die in ihr aufgeflackert waren. Ich bin ein scheußlicher Mensch...
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Florentin Fehrenbach am Mo Mai 19, 2014 1:03 am

Was Aurora ihm da alles an den Kopf warf!!! Wutschnaubend und mit bebenden Lippen hörte Flo ihr zu - er konnte einfach nicht fassen, was dieses Mädchen hier gerade für einen Trollmist erzählte!

//„Was glaubst du denn, was hier läuft? Denkst du denn wirklich, du seist verliebt? Liebe kann dir nichts bieten! Rein gar nichts! Es ist ein Trugschluss, ein Scheinbild; sie existiert gar nicht! Das, was du für Liebe hältst, ist nur dein Wunsch, endlich mit Malin schlafen zu können! Und das ist alles, was Liebe uns geben kann!“//

Na warte, ihr würde er gleich was erzählen, pah, Liebe, so ein Humbug! Er suchte sich gerade im Kopf die angebrachtesten Schimpfworte und Tiraden zusammen, die er ihr entgegenschmettern konnte, da - küsste sie ihn einfach!

In Flos Kopf herrschte sekundenlang Funkstille. 'Was...? Was...? Wa-' Und dann stolperte er erneut einen Schritt zurück und wirbelte, ohne auch nur nachzudenken, herum, um mit Blicken Malin zu suchen. Er musste wissen, wie sie reagierte, musste wissen, ob sie gesehen hatte, was hier eben passiert war - sie stand nicht mehr dort, wo er sie noch Augenblicke zuvor gesehen hatte, und er konnte sie auch sonst nirgendwo entdecken.

Als er sich zu Aurora zurückdrehte, musste er feststellen, dass sie auch gerade ging, ihn einfach so hier stehen ließ nach dieser - Sache! "Du elende Harpyie!", brüllte er ihr hinterher, "Du hast doch keine Ahnung! Du hast doch angefangen, hier von Liebe zu quatschen, alles nur Lügen! Und wag es nie mehr, so von Malin zu sprechen, sonst hetze ich dir mehr als nur Furunkel an den Hals!"

Und dann stand er da, schwer atmend, allein inmitten der Partygesellschaft, und hatte das Gefühl, dass alle ihn anstarrten. 'Verdammt. Verflucht bekackt verdammt.' Er hatte plötzlich Lust zu weinen, aber nein, nicht hier. Weg hier, dachte Flo und stolperte aus der Menge, richtung Ausgang, auf keinen Fall aber in die Richtung, in die Aurora ging, mit dieser Schlange wollte er nie wieder etwas zu tun haben, oder er konnte für nichts garantieren! Stattdessen an den Rand der Sandbank, alleine sein, hauptsache allein, aber die Tränen stiegen ihm schon in die Augen, er achtete kaum noch darauf, wo er hintrat, und plötzlich stolperte er über Beine, die nicht seine eigenen waren, landete bäuchlings im Sand - rappelte sich auf und sah sich durch feuchte Augen plötzlich Malin gegenüber.
"Malin!", keuchte er nur, doch weiter wusste er nicht.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Kattla Halgebrünn am Mo Mai 19, 2014 1:56 am

Ihr kleiner Scherz schien ihn sehr mitzunehmen. Ein wenig zu sehr. Hatte er überhaupt kapiert, dass es einer war? Fragend hob sie eine Augenbraue und sagte ruhig: "Das Gerade war nur...-" //"Ja, klar."// schoss er plötzlich etwas zu überschwänglich und ging auch schon zu den Tischen mit den Getränken, ließ Kattla mit halb-geöffnetem Mund bei den Marshmallows zurück.  Dann kniff sie ihre Augen leicht zusammen und stieß einen leisen Seufzer aus. "Typisch. Manche hören echt nur das, was sie hören wollen... Was für ein Riesen-Ego hat der Kerl bitte...?" murmelte sie und drehte sich zum Tisch, bevor sie ihren Zauber erneut ausführte und ein paar weitere Marshmallow-Stücken     an röstete.

Da kam der schwarzhaarige Junge auch schon wieder mit Eichelhüten zurück, die mit Apfelschorle gefüllt waren. Leicht grinsend nahm sie den lustigen Becher an. "Uh, Apfelschorle. Wir fangen schon mit den harten Sachen an, was?" meinte sie und stieß mit ihm an, als er seinen Becher anhob. Sie nahm einen Schluck und plötzlich... //"Du elende Harpyie!"// tönte es und das Mädchen verschluckte sich an dem Fruchtsaft, hustete danach kurz auf. Ja. Florentin und Aurora. In einem lauten Disput, durchmischt mit Flos leicht-gelalltem Pöbel. Kattla verdrehte ihre Augen. Vermied es jedoch zu sagen "Ich habs ja gesagt." Der Eulentyp stand schließlich noch vor ihr... Und Kattla prophezeite, dass er sich gleich wegen Aurora aufregen würde. "...Bevor du jetzt ausflippst..." fing sie an, doch mitten im Satz fiel ihr auf, dass sie keine Ahnung hatte, wie sie ihn beruhigen sollte.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Aurora Bielstein am Mo Mai 19, 2014 12:27 pm

Aurora ballte die Hände zu Fäusten und zwang sich, weiter zu laufen. Der Idiot machte einen riesen-Aufstand; brüllte umher und beschimpfte sie. Er war also noch nicht soweit, es zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass es keine Happy Ends gab. Dass es nur den Moment gab und das Leben einem sonst nichts weiter bieten konnte.

Mit hochrotem Gesicht, aber erhobenem Kinn ging sie zu der Alkoholphiole und versuchte ihre Gefühle zu bändigen, um dem Deppen von Florentin nicht sofort einen netten Fluch an den Hals zu hetzen! Wut, aber zu ihrem größten Bedauern auch die Erkenntnis, dass sie Recht hatte. Das Leben war…. scheiße.

Bei der Phiole angekommen, nahm sie sich einen zweiten Becher, füllte ihn halb mit dem Alkohol und stürzte ihn auf einmal hinunter. Bitter, scharf, das Zeug schien ihr die Kehle zu verätzen; aber genau das brauchte Aurora gerade. In diesem Moment. Sie schüttelte sich leicht und hielt die Augen zusammen gepresst. Vielleicht konnte sie so die Tränen unterdrücken; die bescheuerten Tränen, die sie doch schon seit so langer Zeit aus ihrer Gefühlswelt verbannt hatte!
Sie schwankte leicht und hielt sich einhändig am kühlen Glas der Phiole fest. Das Leben war düster; Liebe war krank. Auch Flo würde dies irgendwann einmal einsehen.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Ziphin Drachenberg am Mo Mai 19, 2014 1:24 pm

Ziphin ließ die Musik verklingen, als zwei große Schüler lautstark zu streiten anfingen. Er wandte den Kopf und verfolgte den Schlagabtausch. Er sah sogar den Kuss und starrte die beiden verdattert an. Was lief denn da ab?

„Wow...“, murmelte er leise und schüttelte den Kopf. Genau darum war es eben doch scheiße, dass so viele Jungs auf der Party waren! Er sah Florentin nach, der weglief und fand das auch ganz gut so. Er hatte eigentlich keine Lust, sich von ihm die Party vermiesen zu lassen. Und dass Flo Schuld an dem Streit war lag für Ziphin auf der Hand. Erstens war Flo ein Tunichtgut. Zweitens war Flo ein Mann. Drittens hatte das Mädchen ihn geküsst und er war ausgerastet. Und welcher Mann rastete schon aus, wenn er geküsst wurde?

Mit dem Creara Musica in der Hand rappelte sich Ziphin auf, klopfte sich etwas den Sand aus den Kleidern und sah sich nach dem Mädchen um. Er musste sich etwas strecken, um sie ausfindig zu machen. Einen Moment zögerte er. Wenn sie immer noch so wütend war? Aber andererseits glaubte er nicht, dass sie ein etwa sechsjähriges Kind als Katalysator für ihre Wut gebrauchen würde. Und hier war gerade sowieso wenig los. Also schlenderte er wie zufällig zu ihr hinüber.

Erst, als er neben ihr stand, wurde ihm klar, dass er in dem kleinen Zustand wohl kaum Alkohol trinken konnte und sein „zufälliges“ Erscheinen damit ins Wasser gefallen war. Er schluckte und sah mit großen Augen zu ihr hoch.

„Ähm...“, machte er unsicher und versuchte zu lächeln, doch es gelang ihm nicht mal halbherzig. Von weitem hatte die Frau einfach nicht so groß ausgesehen! Er blickte rasch wieder weg und druckste etwas rum, bis ihm schließlich ein genuscheltes: „Flo ist so und so ein Narr...“ gelang.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Malin Amalie Lilienweiß am Mo Mai 19, 2014 1:56 pm

Es fühlte sich irgendwie gut an, Haarsträhne um Haarsträhne aus ihren Verankerungen zu reißen. Es hatte fast etwas von Selbstbestrafung. Die befreiten Haare fielen ihr in einem wirren durcheinander über die Schultern und sie sah irgendwie etwas danach aus, als habe sie gerade in eine ungesicherte Steckdose gelangt und einen Stromschlag abbekommen.

„Reiß dich zusammen, Malin“, murmelte sie, während sie weiter mit Aufknöpfen beschäftigt war. Sie verlor doch sonst nicht so schnell die Fassung. Was war nur los mit ihr in letzter Zeit? Schon gestern hatte sie in aller Öffentlichkeit geweint und sie spürte, wie es ihr auch jetzt die Kehle zuschnürte und die Augen brannten. „Kacke...“

Dann hörte sie Flo erneut brüllen und zuckte zusammen. Sie hatte es gar nicht gerne, wenn Flo laut wurde. Sie wollte gerade die Hände auf die Ohren pressen, da vernahm sie ihren Namen und erstarrte. Jemand solle nicht mehr so über sie reden? Wen brüllte er denn an – etwa das Mädchen, mit dem er getanzt hatte? Und sie war der Grund? Im ersten Moment huschte unwillkürlich ein Lächeln über ihre Lippen – im nächsten Moment zerrte sie jedoch umso wütender an ihren Haaren herum. Wieder so ein so verdammt gemeines Gefühl: Schadenfreude. Seit wann war sie zu einem so grässlichen Menschen verkommen? Warum fühlte sie so? War sie etwa eifersüchtig auf Aurora? Würde sie gerne von Flo gehalten werden und mit ihm tanzen? Das war lächerlich, sie hatten ja nicht mal richtig getanzt. Tanzen machte doch nur Spaß, wenn man sich viel bewegte und ins Schwitzen geriet, aber doch nicht ... so. Vor Malins innerem Auge tauchte ein Bild auf, wie Flo sie hielt und wie sie beiden eng beieinander standen. Sie spürte, wie ihre Wangen rot anliefen und schüttelte heftig den Kopf, was ihre Haare nur noch mehr durcheinander brachte.

„Boa, Mädchen, du bist so bescheuert...“, nuschelte sie.

Doch weiter kam Malin nicht, ihr Gefühlschaos zu entwirren, da landete plötzlich bäuchlings jemand neben ihr im Sand. Malin zuckte zusammen und konnte gerade noch einen erschrockenen Aufschrei unterdrücken. Der jemand rappelte sich auf und sah sie an und Malin fühlte sich wie heute Morgen, als Aurora sie aus heiterem Nichts angegriffen hatte. Flo.

//"Malin!"//, hörte sie ihn keuchen. Sie öffnete den Mund, wie zu einer Antwort, doch es drang kein Laut daraus. Nein, nein, nein! Flo durfte nicht hier sein. Nicht jetzt. Sie hatte sich noch immer nicht recht im Griff und überhaupt, sie hatte gerade ihre Frisur ruiniert (es war nur noch eine Reihe vorne bei der Stirn geflochten, der Rest der Haare hing wirr und ungezählt hinunter). Und sie war sich ziemlich sicher, dass ihre Augen gerötet waren, auch wenn sich bisher keine Tränen daraus befreit hatten.

Andererseits sah auch Flo gerade gar nicht gut aus. Er sah auch irgendwie aus, als wäre ihm nach weinen zumute. Malin unterdrückte den Wunsch, zu fragen, was passiert war, was aus der anderen geworden war, warum er ihren Namen genannt hatte. Bestimmt war es ihm genau so unangenehm, dass sie ihn so sah – vor allem nach einem Platscher im Sand – wie es ihr peinlich war, dass er sie mit Haaren wie ein Schreckgespenst und geröteten Augen vorfand.

„T-tut mir leid...“, platzte es schließlich aus ihr heraus, bevor sie sich dessen überhaupt bewusst war.

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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mo Mai 19, 2014 4:57 pm

Gespräch: Paco, Tethys, (Shouky?), Janosch

Tethys nahm sich von allem, was auf dem Buffet lag, ein klein wenig. Die Mischung war wirklich wild, denn jeder hatte einfach irgendetwas Leckeres mitgebracht. Niemand hatte darauf geachtet, was die anderen vielleicht mitbringen würden und so war das Buffet irgendwie... süßwarenlastig. Aber das störte Tethys nicht. Sie grinste Paco an, als dieser ihr Apfelschorle anbot. "Ja, gerne", erklärte sie und dann kam auch schon Janosch dazu.

Tethys mochte Janosch. Einfach, weil er ein Squib wie sie war, hatte er schon einmal einen Bonus bei ihr, ohne dass sie ihn wirklich gut kannte. Nun, immerhin war er schon in der Oberstufe und sie erst in der Achten. Wirklich gut würden sie sich wohl nie kennenlernen. Aber Tethys war das egal. Squib war Squib. Fertig.

"Uh... gibt es da Krach?" Tethys reckte ihren Kopf keck in die Richtung von Florentin und Aurora. Malin trat auf den Plan und Tethys sah sich spontan nach Amy um. "Das wäre doch was für unsere Sensationsreporterin." Sowohl Paco als auch Janosch waren bei der Zeitungs-AG gewesen und verstanden die Anspielung wohl problemlos. "Ich hoffe, das gibt keine Schlägerei", fügte sie dann hinzu. "Oder... ein Duell." Wobei, ein Duell zwischen den beiden Mädchen, das hätte schon wieder etwas. Tethys selbst konnte zwar nicht zaubern, aber Duelle waren aufregend. Aufregender als Schlägereien.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Mai 19, 2014 5:37 pm

Gespräch: Kattla, Aurelius

Kattla machte einen kleinen Scherz und Aurelius lächelte sie an; die Souveränität war nicht mehr ganz hergestellt, aber er fühlte sich besser als zuvor.

„Ich bin schließlich Tutor und muss darauf achten, was du konsumierst.“ Er zwinkerte ihr grinsend zu und trank einen Schluck Schorle. Und zuckte zusammen, als er lautes Gezeter, Geschrei und Flüche hörte. Sofort dachte er an Aurora! Wer sonst konnte eine harmlose Mittelstufenparty sprengen?

Schnell blickte er sich um und klammerte sich an seinen Becher. Was hatte sie angestellt? War sie in Gefahr? Oder einer ihrer Mitschüler? Er entdeckte sie, wie sie von einem Jungen davon stiefelte, der sie beschimpfte und irgendwie ein anderes Mädchen mit hineinzuziehen schien. Keine Ahnung, aber Aurelius scannte Auroras Gesicht – und hielt erschrocken den Atem an! Verdammt!

>>"...Bevor du jetzt ausflippst..."<<

Etwas perplex blickte er zu Kattla, die etwas unschlüssig vor ihm stand. Ihr Gesicht drückte etwas aus, von dem Aurelius besser nicht wissen wollte, was es war…

„Ich…“ Schnell blickte er wieder zu Aurora, die zu dem Alkohol gegangen war. „Bitte entschuldige mich, Kattla.“ Resolut machte er einen Schritt auf Aurora zu, doch hielt inne. Ein Kind, nicht alt genug für die Grundschule, trat zu seiner Schwester und sprach sie an. Verwundert blieb Aurelius stehen. Wo kam das Kind her?

Aurora blickte auf, ihre Blicke trafen sich und sie lächelte Aurelius sanft zu, ehe sie wieder zu dem Jungen blickte. Aurelius atmete aus und traute sich, Erleichterung zu verspüren. Okay, Code für „alles in Butter“.

Kurz schloss Aurelius die Augen und atmete durch. Heute schien nicht sein Tag zu sein. Er wandte sich zurück an Kattla und lächelte – schief und eher gezwungen, wie er sich selbst eingestehen musste.

„Ich flippe nicht aus, keine Angst.“ Sie hatte ihn noch nie ausflippen sehen…. Konnte Kattla es nicht verstehen, dass er sich Sorgen um Aurora machte? Wieder huschten seine Augen zu seiner Schwester, doch er blieb. Blieb bei Kattla, die sowieso schon alle Selbstbeherrschung von ihm verlangte. Heue war wirklich nicht sein Tag.

Eine Konversation… was sollte er bloß sagen? Seine Gedanken schweiften sowieso um Aurora und diesen Jungen, der so wütend weggestapft war. Wie würde dieses Schuljahr bloß aussehen, wenn Aurora alle Schulkameraden vergraulte? Doch er lächelte Kattla an und nippte erneut an seiner Schorle. Verdammt…
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Aaltje von Kramm am Mo Mai 19, 2014 6:14 pm

Nach einiger Zeit klatschte Aaltje kurz in die Hände und versuchte - mehr oder weniger - den Staub von der Hose zu klopfen. Nach einsem suchenden Blick durch die vielen Schüler fand sie Tatjana und tabste auf sie zu.

"Duuuuu Tatjanaa? Ich gehe ein wenig raus. An den Strand. Ich mag nicht mehr." Sie zupfte an der Hose von Tatjana. "Ist alles doof und so..", nuschelte sie ihr leiser zu und bohrte die Zehen unruhig in den Sand hinein. Es war draußen bestimmt noch warm! Und man konnte dort sviel größere Sandburgen bauen und vielleicht schien sogar der Mond!!!
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Florentin Fehrenbach am Mo Mai 19, 2014 7:39 pm

Erschrocken rappelte Flo sich auf und starrte Malin mit offenem Mund an. Sie sah so... anders aus. Ihre Augen waren gerötet, sodass Flo fast befürchten müsste, sie hatte geweint - aber warum? Es ergab überhaupt keinen Sinn! Ihre Haare wirkten irgendwie zerfleddert, aber hatte sie nicht eben noch eine hübsche Flechtfrisur gehabt, als Flo sie über Auroras Schulter hinweg gesehen hatte? Es war ihm sofort aufgefallen, weil sie sonst nie solche aufwändigen Frisuren hatte. Und ihr Kleid... Flo war sich nicht sicher, wann er Malin zuletzt in einem Kleid gesehen hatte. Vielleicht an ihrer Einschulung hier auf Rungholt, das konnte gut sein. Es war ein hübsches, schlichtes Kleid, aber in einem knalligen Farbton irgendwo zwischen hellblau und grün und es stand ihr. Flo atmete bebend ein, wusste nicht so ganz, was er sagen oder tun sollte, deswegen stand er einfach immer noch dümmlich da und starrte sie wortlos an, als sie plötzlich herausplatzte:

//„T-tut mir leid...“//

"Was?!", entfuhr es Flo, lauter als beabsichtigt. Er verstand die Welt nicht mehr. Wofür entschuldigte sie sich denn? Sie machte doch keine Fehler, weder heute, noch sonst überhaupt je. Wenn überhaupt, dann sollte Flo sich - aber nein, wenn überhaupt, dann sollte diese Gifthexe von Aurora sich entschuldigen, und zwar sowohl bei ihm als auch bei Malin! "Nein Unsinn! An allem ist doch nur diese... diese - grr, Aurora schuld!!" Dann erst fiel ihm auf, dass er immer noch viel zu laut war - er wollte Malin nicht so verschrecken, sie sah gerade nicht so aus, als könnte sie es vertragen. Er schluckte und blickte ihr vorsichtig einen Moment in die Augen, bevor er es plötzlich nicht mehr konnte und stattdessen seine Handflächen anstarrte, die er knetete. "Ich - das... ähm. Das alles gerade, was... hast du das alles gehört?"

Mit Schrecken befürchtete er, Malin könnte alles mitgehört haben, sich ihren Teil gedacht haben und ihn nun dafür hassen, dass er nicht ehrlich mit ihr gewesen war. Wenn sie ihn nicht ohnehin schon hasste, was Flo auch immer noch nicht wusste. Der Schock dieses Gedanken ließ ihn plötzlich sehr nüchtern fühlen.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Janosch Lenz am Mo Mai 19, 2014 8:38 pm

Gespräch: Paco, Tethys, (Shouky?), Janosch

Janosch bemerkte sofort, dass Paco angetrunken sein musste. Es war nicht unbedingt dass er lallte oder glasige Augen hatte oder irgendetwas anderes Offensichtlich - aber nach all den Jahren, die sie sich kannten, war Janosch einfach gut darin geworden, Paco zu lesen. Vor allem, dass er ihm zwei Mal hintereinander die Apfelschorle anbot, war ein Zeichen. Und dass er abgelenkt über seine Schulter starrte, mitten im Satz stoppte und einen Moment lang etwas beobachtete.

Janosch drehte sich um und beobachtete ebenfalls für einen Moment die Szene - Flo schien irgendein Problem mit Aurora zu haben, aber andererseits: Flo schien immer irgendein Problem zu haben, deshalb achtete Janosch nicht weiter darauf, drehte sich wieder um und nahm dankend die Apfelschorle aus Pacos Hand.

Auch Tethys schien den Stress zwischen den beiden Schülern genau zu verfolgen und wünschte sich wohl ein Duell? Janosch lachte. "Man, muss diese Party bisher langweilig gewesen sein, wenn ihr darauf hofft, dass zwei Oberstüfler sich bekriegen..." Er persönlich zog es vor, wenn es ruhig blieb. Dann wurde ihm plötzlich bewusst, was Tethys da eben gesagt hatte, dass die Prügelei etwas für die "Sensationsreporterin" sei - "Ist Amy etwa doch hier?", fragte er und blickte sich irritiert um. Die Kleine war einfach zu übermütig manchmal, deswegen konnte es schon sein, dass sie sich hier irgendwo rumtrieb, aber Janosch würde sich wohler fühlen, wenn er sie friedlich und brav schlummernd in ihrem Bett wusste. Amy hatte schließlich das Talent, sich in allerlei Chaos zu stürzen, gewollt oder ungewollt.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Malin Amalie Lilienweiß am Mo Mai 19, 2014 8:52 pm

Malin zuckte leicht zusammen, als Flo lauter wurde. Mit großen Augen starrte sie ihn bei seiner Antwort an, wollte schon dazwischenrufen und das Mädchen - genau, Aurora was ihr Name – verteidigen, doch dann hielt sie sich zurück. Warum gab Flo ihr überhaupt die Schuld? Wieso redete er so abschätzig über sie, gerade eben waren sie sich doch so nahe gewesen...

// "Ich - das... ähm. Das alles gerade, was... hast du das alles gehört?"//

„Äh“, machte Malin ziemlich verwirrt. Sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Flo sah ziemlich zerknirscht aus, irgendwie fast ... schockiert? Sie kam nicht mehr mit, konnte die Situation so gar nicht durchblicken. „Nur, dass du wütend warst und ... meinen Namen, dass Aurora nicht mehr so über mich red-“

Und da atmete sie plötzlich laut ein. Das könnte es gewesen sein! Aurora hatte etwas Schlechtes über sie gesagt und Flo hatte sie verteidigt. Wie schon heute Morgen, Flot verteidigte sie immer. Und dann hatte es Streit gegeben. Also hatte Flo lieber sie verteidigt als weiter mit Aurora zu tanzen? Wieder flackerte ein Gefühl von Schadenfreude in ihr auf, gefolgt von einem drückenden Schuldgefühl.

„Sie hat was gegen mich gesagt, oder?“, fragte Malin leise. „Habt ihr darum gestritten? Das ... das war nicht ... Ich wollte dir – euch – doch nicht den Abend verderben, ich ...“ Malin spürte, wie ihr erneut die Kehle zugeschnürt wurde, obwohl sie nicht wusste, warum. Was war nur los mit ihr? Sie senkte den Kopf und legte die Hände auf das Haargeflecht. Ohne es recht zu merken zerrten die Finger wieder an dem noch verbliebenen Geflecht.

„Ach Flo, ich ... ich komme grad nicht wirklich klar mit mir selber ...“, gestand sie ehrlich.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Sevda Ersoy am Mo Mai 19, 2014 9:02 pm

Gespräch: Ziphin, Aaltje, Tatjana, Sevda, Jimmy, Clue

Hätte Sevda gewusst, dass so viel Glück auf einmal so anstrengend sein konnte, hätte sie vielleicht darauf bestanden, keine Party zu feiern. Nicht, dass sie sich nicht über die Geschenke freute oder darüber, dass die anderen alle da waren und mit ihr feierten, aber die ganze Aufmerksamkeit, der viele Trubel, das war sie einfach nicht gewöhnt.

Als Jimmy ihr die Süßigkeitentüte gab, lächelte sie auch ihn an, berührte ihn sacht am Arm und wandte sich dann der Gruppe zu, gerade als ein großer Krach hinter ihr losbrach und sie sah, wie zwei ältere Schüler irgendeinen Krach hatten. Einen Moment lang starrten sie alle wie gebannt auf die dramatische Szene, ohne dass Sevda genau verstand, was dort eigentlich vor sich ging. Erst als die Szene sich auflöste und Ziphin plötzlich hinüberging zu dem Mädchen, das eben gestritten hatte, wandte sich Sevda wieder zu den anderen um. Sie hatte eben schon ankündigen wollen, dass sie eine kurze Pause von alledem brauchte, aber jetzt nach diesem Tumult noch mehr.

"Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel", murmelte sie verschüchtert, "aber ich glaube, ich brauche mal kurz ein paar Momente für mich. Danke nochmal für alles-" Sie gestikulierte in die Runde und hob dann die anderen Geschenke aus dem Sand auf, "Ich bin gleich wieder zurück. Ich bringe nur schon mal die Geschenke hoch." Sie lächelte, hoffte, die anderen würden es nicht falsch verstehen, und ging dann weg in richtung Zimmer.

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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Paco C. Brynner am Mo Mai 19, 2014 9:05 pm

Gespräch: Paco, Tethys, (Shouky?), Janosch

Geschockt beobachtete Paco, was da zwischen Aurora und Florentin geschah. Letzterer sah verzweifelt und wütend aus, während Aurora...weinte sie etwa? Sie sah furchtbar niedergeschlagen und trotzdem mindestens genauso wütend wie Flo aus.
Paco rutschte das Herz in die Hose. Dabei war sie doch so gut gelaunt gewesen! Den ganzen Spätnachmittag und die Party über...

Erst als Janosch ihm die Apfelschorle aus der Hand nahm, blickte er wieder zu Janosch, als dieser auch schon zu sprechen begann.

//"Man, muss diese Party bisher langweilig gewesen sein, wenn ihr darauf hofft, dass zwei Oberstüfler sich bekriegen..."//

Paco verzog das Gesicht und blickte wieder zu den beiden, blendete aus was Janosch hinzufügte. Bei Aurora stand nun ein kleiner Junge. Bei genauerem Hinsehen erkannte er einen nicht nur geschrumpften sondern auch verjüngten Ziphin. Paco biss sich auf die Unterlippe und blinzelte etwas ratlos. Sollte er zu Aurora gehn?

Er fuhr sich mit der freien Hand durch die Haare und blickte kurz zu Janosch, ihm ein etwas gehetztes Grinsen zuwerfend. Dann blickte er kurz entschuldigend zu den Mädchen.

"Ich...ich komm gleich wieder. Tut mir leid.", lächelte er etwas verlegen und ging ohne weiter drüber nachzudenken an Janosch vorbei, ihm etwas unbeholfen seinen eigenen Becher in die Hand drückend.

Mit fast schon eiligen Schritten ging er zu Aurora und dem kleinen Ziphin.


Gespräch: Aurora, Ziphin, Paco

Und keine 10 Sekunden später stand er vor dem niedergeschlagenen Mädchen.
"Hey Prinzessin...", sagte er leise an Aurora gewandt, ein tröstendes Lächeln auf dem Gesicht.



[OOC: Lenila, Paco hat Tethys nicht gehört als sie gesagt hat, sie würde den Apfelsaft gerne nehmen. Und Janosch auch nicht, da er ja zu dieser Zeit grade kam. Jetzt kann Tethys das mit Janosch ausmachen. Einen zweiten Becher (Pacos) habt ihr ja jetzt auch^^]


Zuletzt von Paco C. Brynner am Mo Mai 19, 2014 9:19 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Jimoh Hoefling am Mo Mai 19, 2014 9:17 pm

Gespräch: Aaltje, Tatjana, Sevda, Jimmy, Clue


Sevda schien sich zu freuen, somit war Jimmy zufrieden und er lächelte ihr wohlwollend zu.

Im Augenwinkel sah er wie Aaltje Tatjana leise etwas fragte. Sie sah irgendwie niedlich aus, so als Kleinkind, fand Jimoh. Ziphin und Aaltje erinnerten ihn so in diesem Zustand ziemlich an seinen kleinen Bruder. Vor allem Ziphin. Jimoh wandt suchend den Kopf, doch Ziphin war nicht mehr in ihrer kleinen Ansammlung - er stand bei einem älteren Mädchen, das ziemlich traurig wirkte. Erst jetzt sah Jimoh, dass auch ein anderer älterer Schüler aufgelöst etwas weiter weg im Sand lag, neben Malin, die sich plötzlich von ihnen verabschiedet hatte. Sein Herz sank. Was war denn plötzlich los?

//"Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel...aber ich glaube, ich brauche mal kurz ein paar Momente für mich. Danke nochmal für alles - Ich bin gleich wieder zurück. Ich bringe nur schon mal die Geschenke hoch."//

Und plötzlich verabschiedete sich auch Sevda von ihnen! Jimoh nickte ihr höflich zu und wollte noch etwas sagen, aber dann drehte sie sich schon um und verschwand in Richtung Zimmer.

Gespräch: Aaltje, Tatjana, Jimmy, Clue


Er klappte den Mund zu und sah etwas verwirrt zu Aaltje und Tatty - erstere sah auch irgendwie...unglücklich aus.

"Was ist los, alles klar?", fragte er an die beiden Mädchen gewandt, den älteren Jungen der noch immer bei ihnen stand fürs Erste ignorierend.

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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Florentin Fehrenbach am Mo Mai 19, 2014 9:35 pm

[OOC: Also ich hatte mir das so vorgestellt, dass Malin und Flo wirklich sehr weit abseits vom Geschehen sind - nur weil alle grade irgendwie die beiden wahrnehmen. Ich weiß nicht, Rhab, wie hattest du das gedacht?]

Wie Malin ihn ansah! Flo konnte es nicht lange ertragen, sie so anzusehen, sie sah irgendwie so verschreckt von ihm aus, vor allem, als er so laut wurde, und er war sich plötzlich sehr sicher, dass sie ihn nicht hier haben wollte. Etwas schien sie offensichtlich zu beschäftigen und er führte sich auf wie ein unzivilisierter Bergtroll, schrie herum und interessierte sich nur dafür, ob Malin etwas von dem Gespräch gehört hatte, statt darauf zu achten, dass sie vielleicht ihre Ruhe wollte. Schlechtes Gewissen durchzuckte ihn wie ein Blitz und hinterließ ein unangenehmes Brennen in seiner Magengrube.

Malin schien offenbar nichts Wichtiges gehört zu haben von seinem dummen Geschrei und Auroras bissiger Rede, und in Flo breitete sich eine unhaltbare Erleichterung aus. Aber dann stockte Malin plötzlich, und Flo befürchtete schon, sie hätte doch alles durchschaut, bevor sie sagte:

//„Sie hat was gegen mich gesagt, oder?“, fragte Malin leise. „Habt ihr darum gestritten? Das ... das war nicht ... Ich wollte dir – euch – doch nicht den Abend verderben, ich ...“//

Flo biss sich auf die Zunge und nickte. Und was diese Gewitterhexe alles gesagt hatte! Dass es nicht direkt üble Nachrede gegen Malin gewesen war, konnte er nicht sagen, aber allein, dass Aurora behauptet hatte, Malin hätte ihm nichts anzubieten, außer dass sie... außer dass er mit ihr schlafen wollte! Dass sie zu nichts anderem gut war! Flos Kopf lief rot an, halb vor Wut, halb vor Verlegenheit. Sie wusste nichts von dem Opfer, das er gebracht hatte, nichts davon, wie er ein Jahr gelitten hatte, sie hatte nicht den blassesten Schimmer davon, wie viel wunderbarer Malin war als Aurora es je sein könnte. Und dass Aurora jetzt auch noch Schuld war, dass Malin dachte, sie hätte ihm den Abend verdorben - oh, wenn er dieses Biest das nächste Mal sah!!! "Du hast mir nichts verdorben, denk das nicht! Wenn überhaupt, dann hab ich es dir zu verdanken, dass ich diese Giftschlange durchschaut hab. Eine elende Lügnerin ist die! Halt dich von der fern, die bringt nur Unheil." Flo hätte am liebsten noch endlos über Aurora weitergeschimpft, aber er wurde plötzlich ganz still, als Malin resigniert gestand:

//„Ach Flo, ich ... ich komme grad nicht wirklich klar mit mir selber ...“//

Ihm schossen fast die Tränen in die Augen, so müde und verzweifelt klang sie. Er wollte sie am liebsten in den Arm nehmen, wollte ihr sagen, dass sie sich keine Sorgen machen musste, dass sie ein wundervoller Mensch war und sich alles für sie zum Rechten wenden würde. Aber er stieß nur auf seine eigene innere Mauer, die, die er so sorgsam aufgebaut hatte. Er konnte all diese Dinge nicht tun, er konnte es einfach nicht.

Stattdessen stand er nur hilflos da, mit einem stetig wachsenden Kloß im Hals, und nuschelte: "Du siehst so anders aus mit Kleid. Ich erkenn dich kaum." Und es hätte witzig sein sollen, oder irgendwie aufmunternd - Flo versuchte sogar ein schräges Grinsen - aber ihm war klar, dass das sehr gut das Falscheste sein konnte, was er gerade hätte sagen können.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Malin Amalie Lilienweiß am Mo Mai 19, 2014 9:57 pm

Malin fühlte sich glücklich und schrecklich zugleich, als Flo so über Aurora herzog. Sie unterdrückte den Drang, Aurora zu verteidigen, weil sie Angst hatte, dass es Flo nur noch wütender machen könnte. Und weil es wohl auch nur geheuchelt gewesen wäre, denn ein Teil von ihr – und diesen Teil mochte sie gar nicht – fand das sehr gut, dass Flo Aurora nicht mochte.

Sie sah auf, als er sie auf das Kleid ansprach. Er versuchte, zu lächeln, und plötzlich ging Malin das Herz auf. Die Welt wirkte nicht mehr so schrecklich dunkel und auch der Sturm an widerspenstigen Gefühlen legte sich etwas. Sie lächelte zurück.

„Sieht es gut aus? Ich finde es ehrlich gesagt etwas unbequem“, meinte sie und zuckte die Schultern. Ein Themawechseln kam ihr gerade recht und so plapperte sie weiter: „Meiner Mutter würde es gefallen, sie findet, ich sollte mich mehr wie ein Mädchen kleiden. Und benehmen. Naja ...“ Sie lachte kurz auf und löste demonstrativ die letzten Haare aus dem Geflochtenen und fuhr mit den Fingern dadurch, um sie zu entwirren und zu zähmen, was ihr nur halbherzig gelang.

Dann kam ihr ein absurder Gedanke: Ob Flo mit ihr getanzt hätte, wenn sie sich mehr wie eine Frau kleiden und benehmen würde? Aurora sah ja schon sehr gut aus, und ihre Kleider betonten ihre Weiblichkeit. Und warum dachte sie denn über so etwas nach? Wollte sie denn mit ihm tanzen? Nachdenklich sah sie zu Flo hoch und wusste nicht recht, was sie sagen sollte.


(Ooc: Ich dachte auch, dass Flo und Malin in einem Abstand zu den anderen sind. ^^)
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

Beitrag  Florentin Fehrenbach am Mo Mai 19, 2014 11:56 pm

Und ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, schien sich ein Schalter bei Malin umzulegen und sie war augenscheinlich auf einmal allerbester Dinge. Plapperte über ihr Kleid und darüber, wie ihre Mutter es wohl finden würde, so als würe nie etwas gewesen, und Flo konnte sie nur mit offenem Mund anstarren; dann gab er sich die allergrößte Mühe, sich von ihrer Leichtigkeit anstecken zu lassen. Dieses Mädchen war und blieb ein einziges Rätsel.

Er lachte, als ihr Redefluss langsam auströpfelte, während sie sich durch die zerzausten Haare fuhr. Und er beantwortete ihre Frage trotzdem, obwohl sie vielleicht nur rhetorisch gewesen war. "Es steht dir gut. Aber du siehst ja eh immer gut aus." Den zweiten Satz hatte Flo gar nicht laut sagen wollen, das war ihm einfach rausgerutscht, und jetzt wurde er ein wenig rosa um die Wangen.

Und dann fiel ihm plötzlich wieder die Umarmung ein, die sie beide am vorigen Abend im Gewächshaus geteilt hatten. Und wie gern er sie wieder umarmen würde, eigentlich dachte er ununterbrochen daran, seit er hier über ihre Beine gestolpert war. Und es kam ihm in den Sinn: Er konnte das tun, er konnte sie umarmen UND er konnte sein merkwürdiges Verhalten rechtfertigen, so lange sie nur dachte, er wäre nicht ganz er selbst. Also sagte er beiläufig. "Tut mir leid, ich bin wohl betrunken, Lille, und ich würde dich jetzt gern umarmen. Darf ich?" Er war sich nicht sicher, ob er je schon mal irgendeinen Menschen gefragt hatte, ob er ihn umarmen durfte. Er war sich auch nicht sicher, wie gut die "Ich bin betrunken"-Nummer ziehen würde. Was Malin davon denken würde. Allenfalls konnte es nie schaden, zur Not morgen alle seine Verfehlungen auf den Alkohol zu schieben. Auch wenn es weder besonders ehrbar noch in irgendeiner Weise würdevoll war - wenn es bedeutete, er könnte Malin umarmen, ohne an Konsequenzen denken zu müssen, war ihm seine Würde egal.
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Re: Langhaus: Nachtkrabs - Zimmer (Mädchen/8. Klasse) - Unter dem Bett

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