Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 11:32 pm

Paco folgte Agatha, bis sie an eine Quelle kamen. Wieder hörte er ihr aufmerksam zu und betrachtete nickend das Wasser vor ihm.
Dann beugte er sich nach vorne, vorsichtig das Gleichgewicht haltend, und tunkte sachte zwei Finger in das kühle Wasser.

Sofort durchströmte ihn eine angenehme Wärme. Er lächelte. Was für ein seltsames Gefühl! Das Wasser der Quelle war kühl, aber seine Finger und sein ganzer Arm, und bald sein ganzer Körper waren mit einem Mal von einer Art kitzelnder Wärme erfüllt.
"Hmm...", gluckste er amüsiert und zog mit den Fingern ein paar Kreise im Wasser.
"Hast du mal einen Wassergeist gesehen?", fragte er Agatha und merkte dabei garnicht, wie er flüsterte. Er selbst hatte noch keinen einzigen gesehen. In Kinderbüchern von Muggeln wurde sie oft als durchsichtige Geister mit langen Bärten gezeigt, aber er bezweifelte dass sie tatsächlich so aussahen.
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Paco C. Brynner

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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 11:44 pm

Paco schien ehrlich berührt; gut, dachte Agatha und nickte wohlwollend, so Einer war er also nicht.

„Nein.“ sie schüttelte den Kopf. „Sie hat sich mir noch nie gezeigt. Und dabei kennt sie mich, seit ich ein Baby bin“ Sie lächelte Paco an. „Meine Mutter kam bereits während der Schwangerschaft her. Es heißt, dass Wassergeister gut für die Entwicklung eines Ungeborenen seien.“

Sie lächelte. Und stellte sich vor, selbst einmal herzukommen. Das warme Gefühl, dass wenn sie jemals ein Kind erwarten sollte, es sicher schwarze Haare und graublaue Augen haben würde… Ihre Wangen liefen rot an und sie wandte sich von Paco ab. Absurde Gedanken!

Sie erhob sich und Freya an Pacos Seite blickte auf. „Hier in den Farnen lebt eine eigenständige Kolonie Waldfeen. Kennst du sie? Sie bauen ihre Nester in Glockenblumen. Aber Gutrandkäfer fressen gern ihre Eier. Also suche und entferne ich die Käfer regelmäßig, um die Kolonie zu schützen. Waldfeen sind schließlich sehr selten.“
Gemeinsam gingen sie zu einem Buchenwald, in dem moosbewachsene Felsen, Farne und tiefe Äste einen urwaldartigen Eindruck zauberten.

„Auf Rungholt gibt es nur die nördlichen Sandfeen; die sind kleiner und wehrhafter. Hast du sie schon einmal gesehen? Sie wohnen hinter den Langhäusern und sind in drei Stämmen unterteilt.“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 12:01 am

Wieder schritt Paco still Agatha hinterher und hörte ihr zu. Er saugte das Wissen förmlich in sich auf und kam sich vor wie ein richtiger Auszubildender. Bei diesem Gedanken wurde sein Grinsen noch breiter.

//„Auf Rungholt gibt es nur die nördlichen Sandfeen; die sind kleiner und wehrhafter. Hast du sie schon einmal gesehen? Sie wohnen hinter den Langhäusern und sind in drei Stämmen unterteilt.“//

Er sah sich um und dachte an Rungholt und die vergangenen wenigen Jahre die er dort verbracht hatte bisher.
"Ja, ein paar Male. Aber nicht so richtig und nur aus der Ferne.", antwortete er. "Glaub' ich jedenfalls.", fügte er grinsend hinzu. "Im Unterricht wurden sie auch erwähnt." sagte er dann schließlich und dachte an Magiezoologie, das er vergangenes Schuljahr das erste Mal belegt hatte.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 12:10 am

Agatha lächelte und erklärte weiter. „Ja, sie gehören nicht unbedingt zu Magister Feddersens liebste Wesen auf Rungholt. Sie wohnen in den Sandblumen unter den Fenstern der Langhäuser; immer auf der Sonnenseite. Und sie beißen einfach jeden, der ihren Nestern zu nahe kommt. Aber nachts.“ Sie hielt inne und blickte Paco verschwörerisch an. „nachts feiern sie gern. Und wenn man sich klein genug macht, darf man manchmal mitfeiern.“ Sie zwinkerte ihm zu und murmelte „Lilliputlösung.“

Dann schritt sie weiter. „Wir brauchen nicht so viel Angst zu haben, Waldfeen sind nicht so aggressiv wie Sandfeen. Und außerdem kennen sie mich.“ Agatha holte ein Schraubglas Honig aus ihrem Rucksack und drehte sich triumphierend zu Paco.

„Erste Regel?“ fragte sie und grinste.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 12:35 am

Pacos Grinsen konnte beinahe nicht breiter sein als ihm Agatha zuzwinkerte.

"Lilliputlösung", murmelte er kichernd und begann wieder, ihr zu folgen.

Dann drehte sich Agatha plötzlich zu ihm um und hielt ein Glas Honig in den Händen.

//„Erste Regel?“//

Er öffnete etwas perplex den Mund, aber hatte sein Grinsen sogleich wieder gefunden,

"Man bekommt alle Tiere gezähmt, wenn man weiß, was sie am liebsten essen.", antwortete er gehorsam und lächelte.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 12:40 am

„Sehr gut.“ Sie öffnete das Honigglas und blickte Paco an. „Bitte gib mir deine Hand.“

Vorsichtig goss sie etwas Honig auf seine Handinnenfläche und bedeutete ihm, ihr zu folgen. In der Nähe der Nester angekommen, begann sie leise zu gurren; wie eine Taube. Ganz leise, um sich anzukündigen. Sie konnte bereits die Lichter in den Glockenblumen erlöschen sehen, machte sich kleiner und bedeutete Paco, es ihr gleich zu tun.

Sie näherten sich, Agatha gurrte leise und schließlich hielten sie vor den dunklen Glockenblumen inne und kauerten sich nieder. „Halte ihnen deine Hand hin.“ forderte sie ihn auf und lächelte ihm aufmunternd zu.

(OOC: Die Glockenblumen leuchten von Innen, wenn sich die Feen zeigen. Sie lecken den Honig direkt von seiner Hand und das kitzelt ^^)
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 12:53 am

Paco tat, wie ihm angeheißen wurde und tat auch sonst, was Agatha tat - als er sich neben sie duckte hielt er den Atem an. Ähnlich wie vorhin, als er die Nachtkrabs gefüttert hatte. Vorsichtig schlich er hinter Agatha hinterher und schaute dann schließlich auf die Blume herunter, an der sie anhielten. Noch vor wenigen Augenblicken hatten die Glockenblumen geleuchtet, jetzt taten sie das nicht mehr.

Auf Agathas Hinweis hin lächelte er sie kurz an und hob dann vorsichtig seine Hand an die Blume. Nach einigen Sekunden begann die Blume wieder zu leuchten, immer mehr - dann sah die gesamte Blüte aus wie ein leuchtender Ball und Paco musste blinzeln, obwohl das Licht garnicht mal stark war. Noch ehe er wirklich etwas erkannte kitzele ihn etwas an der Hand und beinahe hätte er sie zurückgezogen.
Er grinste. Er fütterte eine Waldfee!
"Wow.", sagte er leise und grinste kurz Agatha an, bevor er wieder seinen Blick auf die Fee richtete, die vor ihm in der Blüte saß. Noch konnte er sie nicht wirklich erkennen. Vielleicht würde das Leuchten ja gleich nachlassen?


[OOC: So okay? Wollte das eventuelle nähere Beschreiben dir überlassen, du kannst das so gut! Very Happy]
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 1:13 pm

Die kleine Fee lugte aus der Glockenblume hervor, streckte ihren kleinen Rüssel aus und flatterte ein wenig aufgeregt mit ihren filigranen Flügeln. Aber sie nahm den Honig an. Agatha beugte sich etwas zu Paco, um ihm ins Ohr flüstern zu können.

„Du hast echtes Talent. Normalerweise fassen sie nicht so schnell Vertrauen.“ Sie legte ihm eine Hand wohlwollend auf die Schulter und beobachtete weiter die Fee. Immer mehr Feen begannen in ihren Blüten zu leuchten und bald waren sie umgeben von schwachem, blauem Licht.

Agatha drehte sich in der Hocke um und näherte sich einigen Blüten. Mit geübten Handbewegungen untersuchte sie die Pflanzen, Stängel für Stängel, Blatt für Blatt. Von Zeit zu Zeit ließ sie leise gurrende Töne von sich, um die Feen zu beruhigen. Ein paar Kontrollblicke zu Paco, aber der schien gut klar zu kommen.

Es dauerte ein paar Minuten, aber schließlich hatte Agatha alle Nester kontrolliert und näherte sich wieder Paco. Sie lächelte ihn an. „Glück gehabt. Keine Parasiten.“ Sie nickte zu Pacos Hand, auf der sich mittlerweile drei Feen vergnügten, sich gegenseitig bei den zarten Füßen hielten und die letzten Reste des Honigs aufschleckten. Die Lichter aus den Blüten hatten sie mitgenommen, sodass Pacos Hand nun in ein zartes, helles Licht getaucht war, das sich schwach in seinem Gesicht widerspiegelte.

Agatha lächelte und musste sich zwingen. „Wir wären hier dann fertig.“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 1:26 pm

Nach einer Weile meinte Paco tatsächlich die Fee vor ihm erkennen zu können. Er öffnete unbewusst den Mund als er die zarten Flügel sah. Wie wunderschön!

Beinahe wäre er zusammengezuckt als sich Agatha zu ihm runterbeugte und ihm ins Ohr flüsterte. Sein Herz machte einen riesigen Satz und begann dann, noch schneller zu klopfen als überhaupt schon, und seine Wangen wurden warm. Bestimmt lief er gerade furchtbar rot an! Er räusperte sich und verlagerte das Gewicht, sodass seine Füße leise auf dem Wiesenboden raschelten.
Paco wusste nicht wieso, aber plötzlich war er furchtbar nervös. Es war ihm beinahe recht, dass Agatha sich dann schließlich entschied, auch auf der restlichen Wiese nach dem Rechten zu sehen, während er bei der Blume vor ihm blieb.

Hin und wieder warf er ihr einen etwas scheuen, aber auch sehr interessierten und faszinierten Blick zu. Als Agatha wieder zu ihm kam zog er die Hand zurück und wischte sie an seiner Hose sauber. Die Fee war fertig und hatte sich wieder ein wenig in die Blüte zurückgezogen.

//„Wir wären hier dann fertig.“ //

Paco grinste und nickte. "Und jetzt?", fragte er - zu seinem eigenen Erstaunen klang seine Stimme etwas kratzig und beinahe heiser.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 1:48 pm

Paco schien tief beeindruckt von der Begegnung mit den Waldfeen zu sein und Agatha musste erfreut grinsen. Er war so niedlich, er lernte so schnell. Und das Wichtigste: er war ein großes Talent und war sehr einfühlsam. Irgendwie schade, dachte sie, während sie ihm bedeutete, ihr zu folgen, sie hätte ihn gern richtig… unterrichtet.

Gemeinsam liefen sie den Waldpfad entlang, die Nachtkrabs folgten ihnen in unregelmäßigen Abständen, bis Freya hinabsegelte und frecher Weise auf Pacos Schulter landete. Agatha lachte, ließ die beiden die Sache allerdings unter sich ausmachen.
„Du hast einen Fan.“ lachte sie und deutete auf das Nachtkrabweibchen, das mit seinen Schritten mitwippte und zärtlich ihren Schnabel in sein Haar drückte.

„Wir haben hier nur wenige Eichen.“ Sie deutete auf einen sehr großen, knorrigen Baum, der mit Flechten überwuchert war. Seltsamerweise landete keiner der Nachtkrabs auf seinen ausladenden dicken Ästen. „In jedem einzelnen wohnen Bowtruckles.“ Agatha schüttelte den Kopf und verdrehte die Augen. „Ich bin mir nicht sicher warum, aber hier bevorzugen sie Eichen. Überall sonst bevorzugen Bowtruckles Nadelbäume. Ist dir schon mal aufgefallen…“ sie konnte ihren Enthusiasmus nur schwer zügeln und blickte Paco mit großen Augen an. „dass bisher noch niemals auch nur ein Weihnachtsbaum auf Rungholt Bowtruckle-frei war?“ Sie kicherte. „Ich habe es noch nie erlebt! Man muss ständig aufpassen, dass sie eine nicht beißen, wenn man eine Zuckerstange haben will.“

Beiläufig holte Agatha ein Päckchen aus dem Rucksack und verstreute Krümel getrockneter Pfirsiche hinter sich auf den Waldweg.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 1:58 pm

Paco grinste Agatha an, und freute sich über Freyas Zuneigung. Er hob die Hand und streichelte die Seite des Vogels, während er Agatha folgte und ihr zuhörte.

Er nickte zustimmend. In seinem ersten Jahr hatte er sich dem großen Weihnachtsbaum im Speisesaal zu sehr genähert und er wurde von einem Heinzel vor diesen Wesen gewarnt. Da er interessiert nachgefragt hatte, war ihm dann erklärt worden, wieso er vorsichtig sein sollte.  Überrascht gewesen war er nicht, vielmehr hatte er sich über seine Unachtsamkeit geärgert - schließlich hatten sie daheim selbst ein paar Bowtruckles in den zwei Tannen hinter ihrem Haus. Den Teil des Gartens hatte seine Mutter natürlich verzaubert, da ahnungslose Muggelnachbarn sonst bestimmt Unheil anrichten würden dort...

Mit einem verwundertem Gesichtsausdruck beobachtete Paco Agatha.

"Was machst du? Fressen Bowtruckles nicht Baumläuse und so? Das...das sind getrocknete Früchte, oder?"


Zuletzt von Paco C. Brynner am Fr Apr 11, 2014 2:41 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 3:58 pm

Ihm entging nichts und Agatha grinste Paco an.
„Nein, das ist auch nicht für die Bowtruckles.“ Sie bedeutete ihm, mit ihr zusammen einen kleinen Felsen zu erklimmen und sich oben in den Schatten einiger alter Buchen zu setzen. Der Felsen war moosbewachsen, an seinen Seiten wuchsen Sauerklee und Buschwindröschen. Agatha setzte sich ganz dicht neben Paco, weil der Felsen etwas schmal war für zwei.

Sie hob einen Finger an die Lippen, machte diese Geste auch zu Freya und unterdrückte ein amüsiertes Kichern; der Nachtkrapp würde sich kaum daran halten. Doch sie mussten keine Minute warten, da sahen sie es.

Zuerst ein Wolpertinger, der schüchtern mit seinen Hoppelhasenbeinen auf den Pfad trat, seine langen Ohren in alle Richtungen drehte und mit seiner Nase witterte. Sein kleines Geweih war nicht besonders groß; typisch für Weibchen. Ihr rotbraunes Fell und ihr Fuchsschwanz leuchteten im fahlen Sonnenlicht.

Und dann kamen sie. Mindestens fünfzehn kleine Mini-Wolpertinger, wuselig und schnell hoben sie mit ihren Eichhörnchenfingern die getrockneten Pfirsiche auf und stopften sie sich in die kleinen Münder. Manche stritten sich, manche balgten, doch Mutter Wolpertinger wachte über sie.

Unwillkürlich grinste Agatha und blickte verstohlen zu Paco. Ob er so etwas schon einmal gesehen hatte?

Papa Wolpertinger, mit einem stattlichen Rehgeweih und seinen Taubenflügeln, betrat den Pfad und blickte sich aufmerksam um. Agatha seufzte erleichtert. Auf ihn hatte sie gewartet.

„Belzebub.“ Sie trällerte in hohen Tönen, bewegte sich aber noch nicht. Mama Wolpertinger machte ein Warngeräusch, das wie das Quietschen einer alten Autotür klang und alle Küken huschten unter ihre dicken Adlerflügel.

„Belzebub.“ trällerte Agatha wieder und beobachtete mit Genugtuung, wie Papa Wolpertinger zu ihnen herüber sah und Entwarnung rief. Agatha grinste und erhob sich langsam. „Langsam und vorsichtig.“ flüsterte sie Paco zu und kletterte vom Felsen.  Sofort setzte sie sich auf den Waldboden und nahm getrocknetes Obst aus dem Rucksack. Sie gab Paco welches und bedeutete ihm, es den Wesen hinzuwerfen.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 4:20 pm

Paco nickte wie zu sich selbst, als er sich in seiner Vermutung bestätigt war. Wie toll! Er hatte recht gehabt und somit bestimmt einen sehr aufmerksamen Eindruck gemacht!

Er folgte ihr auf den Felsen, blieb stumm und biss sich auf die Unterlippe. Ein wenig seltsam war das schon, so nah neben einer fremden jungen Frau zu sitzen...Aber er verschwendete keine einzigen Gedanken mehr daran, denn er war viel zu schnell viel zu sehr abgelenkt von dem Schauspiel dass sich ihm bot.

Wolpertinger! Ganz viele kleine, niedliche Wolpertinger!
Paco begann, über das ganze Gesicht zu strahlen und hätte beinahe überrascht aufgelacht, als Agatha ihre Stimme sanft erhob.
Breit grinsend kletterte er ihr rasch hinterher und setzte sich neben sie, breit grinsend die Obststückchen entgegennehmend.

Bestimmt leuchteten seine Augen, dessen war sich Paco sicher. Seine Mutter sagte stets, dass seine Augen zu leuchten beginnen und seine Ohren rot werden würden, wenn er mit Begeisterung bei etwas dabei war. Gerade fühlte er sich definitiv begeistert und sehr, sehr wohl.
Er warf ein paar Stückchen in die Nähe von zwei besonders süßen Jungwolpertingern und grinste, als diese sich neugierig und mit zitterndem Näschen den Leckerlies näherten.

"Ich bin im Haus der Wolpertinger, weißt du...!?", flüsterte er Agatha vollkommen aus dem Kontext heraus zu.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 4:45 pm

Kaum saßen sie auf dem Waldboden, wühlte Agatha getrocknete Fleischstücke heraus und lockte damit Freya von Pacos Schulter hinter sich. Belzebub würde einen potenziellen Fressfeiner seiner Küken wohl kaum dulden….

Dann sah sie zu Paco, der völlig aufgelöst und zu schweben schien vor Glück. Sie grinste und beobachtete ihn still von der Seite. Der konnte heute Abend was erzählen, dachte sie und verteilte Obststücke in ihrer Nähe. Alle Küken trippelten näher und piepsten in hellen, aber leisen Tönen. Sie schienen wenige Berührungsängste zu haben, im Gegensatz zur Mama, die niemals näher als zwei Meter kam und ständig missmutige Töne von sich gab.

Belzebub – der Papa – stellte sich neben Agathas Knie und begutachtete Paco, als überlege er noch, ob es sich um ein neues Spielzeug handelte, das automatisch Futter verteilte.

>> "Ich bin im Haus der Wolpertinger, weißt du...!?"<<

Agatha blickte auf; direkt in Pacos vor Aufregung gerötetes Gesicht. Es musste ein besonderer Moment für ihn sein; Wolpertinger waren so etwas wie sein Erkennungssymbol. Sie nickte lächelnd – und er war so niedlich, dass sie ihn an Liebsten gedrückt hätte! Aber nein, das gehörte sich nicht.

Sie blinzelte und blickte wieder zu der Schaar; einige Küken machten bereits Anstalten, Paco auf die Hände zu klettern, um schneller an die Obststücke zu gelangen. „Fühlst du dich dort wohl? Hast du dort Freunde?“

Das Leben auf Rungholt – so fern von der Familie – war kaum erträglich ohne Freunde, fand Agatha und dachte mit schweren Herzen an ihre Freunde von früher. Und an Matt; ihr Jetzt.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 6:02 pm

//„Fühlst du dich dort wohl? Hast du dort Freunde?“//

Paco wandte den Blick von den jungen Wolpertingern ab, die sich schließlich auf die Obststückchen stürzten und blickte Agatha grinsend an.

"Japs, ich fühl' mich ziemlich wohl dort. Verstehen tu' ich mich eigentlich mit fast allen aus meiner Klassenstufe, ein paar ausgesuchte gute Freunde hab' ich auch. Der Janosch zum Beispiel, das ist 'n cooler Typ." Er warf ein paar weitere Stückchen getrocknetes Obst zu einem Wolpertingerkind das etwas abseits stand und etwas verloren wirkte.
"Du hattest bestimmt viele Freunde, oder? Auf Rungholt, meine ich?", fragte er dann.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 7:43 pm

Paco schien glücklich – er hatte ein Händchen für die Wolpertinger und achtete auch auf die Schwächeren. Agatha beobachtete ihn; er hatte einen weichen, fürsorglichen Kern, den sie mochte. Egal, was der Junge später einmal anstellen würde, welchen Lebensweg er einschlug, Agatha wünschte ihm von ganzem Herzen, dass er diese Lebenseinstellung beibehalten würde.

>> "Du hattest bestimmt viele Freunde, oder? Auf Rungholt, meine ich?"<<

Agatha erschrak und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Oje. Sollte sie ihm erzählen, dass sie sich ausnahmslos mit jedem neuen Schüler zuerst übel in der Wolle hatte, bis nach Wochen dann die ersten Weißen Fahnen geschwenkt wurden? Dass sie sich einmal sogar fast richtig geprügelt hätte; im Schlafzimmer, mit einem neuen Mädchen? Dass sie über Jahre hinweg regelmäßig zwei Jungs in ihrem Jahrgang üble Streiche gespielt hatte?
Und dass sie Matt getroffen hatten?

Sie zuckte mit den Schultern. „Na, klar. Die Schulzeit war toll. Wie bei dir.“
Sie lockte die Küken herbei, tätschelte Belzebub und lächelte vor sich hin. „Welches Fach hast du am Liebste, Paco?“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 8:02 pm

//„Welches Fach hast du am liebsten, Paco?“//

"Hmm...", gab Paco unbestimmt als Antwort und schürzte nachdenklich die Lippen. "Ich mag Magiezoologie natürlich sehr gern.", grinste er Agatha an. "Verwandlungskunde macht mir auch sehr viel Spaß, und Fliegen! Runenkunde ist bisher auch ganz interessant gewesen."
Er zuckte mit den Schultern. Im Großen und Ganzen gab es an allen Fächern Gutes und Schlechtes, von ein oder zwei Ausnahmen einmal abgesehen.
"Was waren deine Lieblingsfächer?", fragte er seine Begleiterin und warf seine letzten Obststückchen den Wolpertingern entgegen.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 9:29 pm

Agatha lauschte Pacos Ausführungen, nahm ein besonders vorwitziges Wolpertinger-Küken in die Hand und hob es auf ihren Schoß. Spielerisch knuddelte sie es, hob nacheinander die Flügelchen hoch, blickte in das winzige Mäulchen und untersuchte die Hasenohren. Es war ein Vitalitätscheck; nach Parasiten oder Mangelernährung.

„Fliegen, was?“ Sie grinste Paco an. „Mir hat stets besonders gern Verwandlungskunde gefallen. Ich hatte eine liebe Freundin, die….“ Sie atmete tief ein. Jessy; Matts Schwester. Sie lächelte bei der Erinnerung. „die war sehr kreativ in dem Fach.“ Sie unterdrückte ein Lachen.

„Ich wette, du bist auch im Quidditch-Team, oder?“ Sie entließ das Küken und nahm vorsichtig ein zweites auf. „Sag, welche Position?“

Mit einem Nicken deutete sie ihm, sich noch Obststücke aus dem Rucksack nehmen zu können.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Do Apr 10, 2014 10:51 pm

//„Fliegen, was? Mir hat stets besonders gern Verwandlungskunde gefallen. Ich hatte eine liebe Freundin, die…die war sehr kreativ in dem Fach..Ich wette, du bist auch im Quidditch-Team, oder?“//

"Kreativ?", fragte Paco verwundert. Wie meinte sie das, 'kreativ'?
"Nein...", beantwortete er dann ihre Frage und nickte ihr dankbar zu, bevor er in ihrem Rucksack nach ein paar weiteren Obststückchen kramte und fortfuhr, "Ich möchte aber nächstes Schuljahr versuchen, ins Team zu kommen. Als Jäger. Im letzten Schuljahr wollte ich auch schon, aber mein Vater, der mag Quidditch und Besenfliegen im Allgemeinen nicht so sonderlich und hat mich gebeten, noch ein Jahr zu warten..."
Er zuckte mit den Schultern. "Wäre schön wenn das klappen würde, aber so wichtig is' es mir dann auch nich'..." Lächelnd legte er eine getrocknete Traube auf Agathas Knie und wartete darauf, dass der Wolpertinger auf ihrem Schoß die Frucht entdeckte. Dann hob er den Kopf.

"Was meintest du mit 'kreativ'? Was hat deine Freundin denn so gezaubert?", grinste er sie an.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Do Apr 10, 2014 11:08 pm

Paco fand seinen Mut, dachte Agatha, während sie das Küken untersuchte und den Jungen verstohlen beobachtete. Wie souverän er bereits im Umgang mit den Tieren war…. Sie lächelte.

„Oh, das ist ein toller Posten.“ sagte sie und zwinkerte ihm zu. „Ich bin immer gern auf dieser Position geflogen. Und eigentlich mache ich das immer noch.“ Sie zuckte mit den Schultern, als sei damit alles geklärt.

Etwas verwundert blickte sie zu der getrockneten Weintraube, die das Küken schnell verschluckte. Sie kicherte und blickte Paco aufmunternd an. Eigentlich könnte sie ihm auch sagen, was ihr durch den Kopf ging.

Doch dann fragte er nach Jessy und sie atmete kurz ein. Das war kompliziert…

„Oh, sie …“ Agatha seufzte und erinnerte sich… an nicht ganz perfekte Tulpen aus Sand. Einen Drachen aus Glas, der Matt angiftete. An Gänseeier in einem Nest. „Sie hat sich immer viel Mühe gegeben, aber das Zaubern erst spät gelernt. Sie dachte lange Zeit, gar nicht magisch zu sein und kam erst in der siebten Klasse nach Rungholt.“ Mit einer hochgezogenen Augenbraue blickte sie zu Paco; wie würde er auf diese Nachricht reagieren? Was hielt er von Squibs oder magisch wenig Begabten?


(OOC: also diese ganzen Erinnerungen, die  haben wir übrigens früher wirklich alle ausgespielt. Ist nichts erfunden. Very Happy)
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Fr Apr 11, 2014 2:50 pm

//„Oh, sie....Sie hat sich immer viel Mühe gegeben, aber das Zaubern erst spät gelernt. Sie dachte lange Zeit, gar nicht magisch zu sein und kam erst in der siebten Klasse nach Rungholt.“//

Paco hielt mit dem Verteilen von ein paar getrockneten Pfirsichstückchen inne und sah Agatha an. Seine Begleiterun betrachtete ihn etwas abwägend, als würde sie eine bestimmte Antwort erwarten. Er wusste nicht, was sie von ihm erwartete, aber er sprach aus was ihm durch den Kopf ging und zuckte mit den Schultern.

"Ich hab' erst vor etwa vier Jahren rausgefunden, dass ich zaubern kann. Ich war auf einer Grundschule für Muggel, wusste aber eigentlich schon immer, dass es Zauberei und all das gibt. Meine Mutter ist eine Hexe und mein Vater ist ein Muggel.", er schob dem Wolpertinger auf Agathas Schoß erneut ein Obststück zu und beobachtete zufrieden, wie es sofort vernascht wurde. "Meine Schwester hat schon im Kindergarten versehentlich gezaubert, aber bei mir hat es wohl auch etwas länger gedauert...", fügte er dann hinzu. Seine Wangen wurden wieder warm - eigentlich war es ihm nicht sondernlich peinlich, warum auch? Aber es war nun mal kein Geheimnis, dass er in vielen magischen Dingen nicht besonders gut war. Von Verwandlungskunde und ein paar theoretischen Dingen einmal abgesehen. Er wandte den Blick vom Wolpertingerbaby ab und sah zu den anderen des Rudels.



[OOC: thehe cool Very Happy ]
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Fr Apr 11, 2014 3:17 pm

Er hatte nichts gegen „Spätzünder“ oder dergleichen. Gut. Aber was hatte sie auch anders erwartet? Agatha lächelte und nickte Paco zu.
„Siehst du den kleinen Kerl hier?“ Sie deutete auf das Küken in ihrem Schoß und hob liebevoll die winzigen grauen Flügel an. „Der hier ist der einzige, der Belzebubs Taubenflügel vererbt bekam. Die anderen haben das Adler-Gen.“ Sie deutet zu dem Rest der Schar, die tatsächlich alle braune, kräftigere Flügel hatten. „Aber der hier,“ sie knuddelt den Kleinen und grinste. „kommt nach seinem Papa.“

Sie lächelt den Jungen an. „Also hast du noch eine Schwester?“

Sie schob das Wolpertinger-Küken vom Schoß und schloss ihren Rucksack. Liebevoll tätschelte sie Belzebub und erhob sich. Mama Wolpertinger machte ein warnendes Geräusch und die Küken blickten irritiert von Mama zu Papa; einige huschten zur Seite.

„Wir sind hier fertig. Allen geht es gut und sie sind noch vollzählig.“ Agatha drehte sich um und hob Freya kurzerhand hoch und klemmte sie sich unter den Arm, damit sie nicht auf die Idee kam, sich noch einen Nachtisch zu holen.

Die Wolpertingerfamilie ging gemütlich zurück in das Unterholz und Agatha führte Paco zurück zum Waldpfad.

(OOC: also spätestens SOabend mach ich hier Schluss, ja? Dann bin ich im Urlaub. Aber bis dahin fällt mir sicher noch was Lustiges ein, was sie erleben können^^)
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Fr Apr 11, 2014 4:05 pm

Paco betrachtete die verschiedenen Wolpertinger genau, und ihm fielen die Unterschiede auf. Vorsichtig hob er die Hand, ließ das Wolpertingerjunge, das nach Belzebub kam, an seinen Fingern schnuppern und streichelte es dann.

//„Also hast du noch eine Schwester?“//

Er nickte und lächelte. "Ja, Daliyah. Sie ist sechs Jahre jünger als ich." Gerne hätte er mehr von seiner kleinen Schwester erzählt. Zum Beispiel dass sie wunderschöne blonde Locken hatte, und dass sie vor einer Weile das Stottern überwunden hatte. Und dass er es genoß, wenn sie ihn um Rat fragte und versuchte, alles nachzumachen. Er hatte sie wirklich sehr, sehr lieb - auch wenn sie manchmal nervte. Aber all das verschwieg er, schließlich wollte er Agatha nicht zuschwallen...

Grinsend sah er den Wolpertingern hinterher, als sie sich ein wenig von ihnen entfernten und ihn und seine Begleitung beobachteten. Agatha stand schließlich auf, und Paco tat es ihr gleich. Er folgte ihr schweigend zurück zum Waldpfad, sein Gesicht noch angenehm warm von der vergangenen Euphorie des bisherigen Ausfluges.


[OOC: Ja also ich bin für fast alles zu haben Wink Um zu verhindern dass wir es doch unbeendet lassen vor deinem Urlaub - ich weiß nicht wie mein WE aussehen wird - können wir es auch heute beenden. Also ist mir einerlei Smile Wie du magst Very Happy]
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Fr Apr 11, 2014 4:41 pm

Agatha führte Paco einen Waldweg entlang, ruhig und friedlich die Umgebung, gemeinsam und fröhlich ihre beider Herzen. Die Felsen wurden kleiner, manche sahen sogar angebissen aus, als sie um eine Ecke bogen und sie es erkannten: ein steiler Abhang, der abrupt endete. Und eine atemberaubende Sicht auf ein grünes märchenhaftes Tal, mit einer blühenden Sommerwiese freigab.

Agatha blieb stehen; diesen Anblick musste man genießen. Sie ließ Paco ein paar Minuten und beobachtete seine Reaktion. Langsam schritten sie näher und sie setzte sich auf einen Felsen nahe des Abgrundes. Freya trippelte an ihr vorbei, spannte ihre Flügel aus und ließ sich kopfüber hinunter fallen, nur um über das Tal zu schweben.

So saßen sie ein paar Minuten schweigend nebeneinander und Agatha blickte Paco an. Sowas wie ihr erster Schüler; sie grinste. Er musste wissen, worüber sie dachte… das könnte ihm helfen.

Leise räusperte sie sich. „Das Große überwältigt uns immer. So wie dieser Ausblick hier. Es ist um so vieles Größer als wir, Erhabener und Gewaltiger. Aber du,“ sie nickte ihm wohlwollend zu „hast eine besondere Gabe, um auch das Kleine zu sehen.“

Sie erhob sich und bedeutete ihm, mitzukommen. In ein paar Metern Entfernung ging sie in die Knie und blickte Paco auffordernd an. Hinter einem großen, moosbewachsenen Felsen, hörten sie sie. Geschäftige Felsengnome, die winzige Stücke aus dem großen Felsen schlugen und ihn mit ihren stahlharten Zähnchen zerkauten.

„Du siehst auch das Verborgene. Und hast Mitgefühl für die Schwachen.“ Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter und lächelte ihn an. „Bewahre es dir, Paco. Und du wirst alle Fragen beantworten können, die dir das Leben stellt.“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Fr Apr 11, 2014 7:40 pm

Auch am Waldpfad folgte Paco seiner freundlichen Begleiterin, abgelenkt von den knorrigen Bäumen und den flinken Tieren, die durch den Wald huschten - sowohl magische, als auch nicht-magische.
Als er merkte, dass Agatha stehen blieb, tat er es ihr gleich und schaute nach vorne - und sogleich entfuhr ihm ein gekeuchtes, leises "Wooow!".
Wie wunderschön!
An dem Tal vor ihnen konnte man sich kaum satt sehen. Die verschiedensten Blumen blüten auf den üppigen Wiesen, atemberaubende Bäume ragten in die Höhe, und wenn Paco genau lauschte, konnte man das Plätschern eines kleinen Bächleins hören.

Mit leicht geöffnetem Mund setzte er sich neben Agatha, den Blick nicht vom Tal vor ihnen nehmend. Erst als er sie sprechen hörte, blickte er sie kurz an.

//„Das Große überwältigt uns immer. So wie dieser Ausblick hier. Es ist um so vieles Größer als wir, Erhabener und Gewaltiger. Aber du...hast eine besondere Gabe, um auch das Kleine zu sehen.“//

Schnell blickte er wieder auf das Tal hinunter und schluckte. Ein Gefühl der Feierlichkeit, und eine Menge Stolz erfüllte ihn - und er wusste garnicht recht, was er darauf antworten sollte. Deswegen ließ er es und warf Agatha nur ein etwas scheues und sehr dankbares Lächeln zu. Er rappelte sich auf und ging ihr hinterher, als sie sich schließlich erhob.

Sie ging zu einem großen Felsen und beugte sich hinunter, ihm die Richtung weisend. Die Felsengnome! Ein Grinsen stahl sich zurück auf seine Lippen, die beinahe ernste Feierlichkeit für den Moment vergessen. Er mochte Felsengnome!

//„Du siehst auch das Verborgene. Und hast Mitgefühl für die Schwachen. Bewahre es dir, Paco. Und du wirst alle Fragen beantworten können, die dir das Leben stellt.“//

Agathas Stimme hörte sich abermals sehr feierlich an, und Pacos Wangen wurden wieder warm. Er spürte ihre Hand auf seiner Schulter und er blickte zu ihr, das breite Grinsen noch immer auf seinem Gesicht. Etwas sprachlos nickte er.
"....danke.", krächzte er schließlich hervor, und weil ihm das ein bisschen wenig vorkam, fügte er hinzu: "Auch dafür dass du mir all das gezeigt hast, und die...die Art Unterricht und so."
Er blinzelte heftig und schaute schnell wieder zu den Felsengnomen.

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