Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

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Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 2:54 pm

Spieler: Paco Brynner (14 Jahre), Agatha Schweif (20 Jahre)
Ort: ein Waldstück mitten im Odenwald
Zeit: in den Sommerferien, vier Jahre vor dem aktuellen Play

Die Sonne stand hoch am Himmel und erhob diesen Sommertag zu einem warmen, wundervollen Ferientag, der seinesgleichen suchte. Im dichten Wald war es kühler als überall sonst, eine kleine Briese wehte um die Stämme der Bäume, auch wenn das Blätterdach scheinbar erstickend über allem thronte. Die moosbewachsenen Felsen, die Farne und das die jungen Schösslinge standen unter die riesigen Buchen, die ihre edlen Äste empor streckten.

Der Odenwald – malerisch, friedlich und magisch. Doch nur wer das Talent hatte zu sehen konnte sehen. Dafür brauchte es Geschick, Beharrlichkeit und – magisches Blut.

Eine Schar Nachtkrabs stritten sich in den hohen Ästen einer alten Buche nahe einer friedlichen Quelle. Für Muggel sahen sie aus, wie normale Raben. Doch dieser Ort – die auch Feenquelle genannt wurde – war magisch für Muggel versteckt. Noch ehe sie dem Ort nahe kommen konnten, fiel ihnen ein, einen dringenden Termin zu haben, sodass sie umkehrten.


(OOC: sobald jemand zur Quelle kommt, greifen die Nachtkrabs an^^ viel Spaß^^
Es ist unwahrscheinlich, dass ein 14jähriger ohne Anleitung oder Übung alle der vielen magischen Wesen als solche erkennt, weil Schutzzauber, Ähnlichkeiten, gut versteckt etc. )
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Agatha Schweif

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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 3:19 pm

Paco schritt langsam aber sicheren Schrittes durch den Wald, den alten kleinen Wanderrucksack auf den Schultern und Trinkflasche und das Taschenmesser von letztem Weihnachten an seinem Gürtel festgemacht. Er trug seine Wanderschuhe und seinen Wanderumhang, sowie ein blaues T-Shirt und eine dunkelbrauene Cargohose.
In der einen Hand hatte er einen dünnen, langen Ast den er als eine Art Wanderstab gebrauchte - und in der anderen einen Butterkeks.

Selig lächelnd sah er sich um und betrachtete die schönen Wipfel der Bäume um ihn herum, und die verschiedenen Pflanzen. Er hatte schon ein paar Eichhörnchen und viele verschiedene Vögel entdeckt, und sein Herz klopfte angenehm aufgeregt in seiner Brust.
Sein Vater hatte ihm erlaubt, heute einen Tag lang alleine zu wandern. Er selbst war in einer Herberge in Walldürn geblieben um zu lesen. Seine Mutter und Daliyah waren natürlich zuhause - sie machten sich bestimmt auch eine schöne Zeit.

Gerade drehte er den Kopf, da er ein Knacken zu seiner Linken gehört hatte - da stellten sich seine Nackenhaare hoch und er blieb stehen. Seltsam. Er schaute sich um, langsam und mit beinahe gänzlich zugekniffenen Augen - aber er konnte nichts entdecken. Vielleicht wurde er ja verfolgt?  Schnell warf Paco einen Blick hinter sich, doch er erkannte abermals nichts und niemanden. Schließlich zuckte er mit den Schultern und machte ein paar Schritte vorwärts, den Blick auf den moosigen Boden vor ihm gerichtet -

und plötzlich zerfetzte ein tierischer Schrei die Luft und Paco riss erschrocken den Kopf hoch, den halb aufgegessenen Keks fallen lassend. Ein erschrockenes Keuchen entwich ihm als mehrere riesige schwarze Vögel auf ihn zufliegen sah.
Waren das...? Das konnte doch nicht...-

Noch bevor er es verhindern konnte ließ Paco auch seinen Wanderstock fallen, drehte sich um und wollte vor den großen, rabenartigen Vögeln - es konnten doch nicht wirklich Nachtkrabs sein, oder? - davon rennen. Auf die Idee, seinen Zauberstab zu verwenden, der sicher verwahrt in einer seiner Hosentaschen war, kam er nicht, ihm rasten nur Gedanken der Flucht durch den Kopf. Doch er stolperte, und mit einem Aufschrei fiel Paco auf die Knie, den Sturz mit seinen Händen auffangend. Sofort beugte er sich vornüber, senkte den Kopf und legte die Arme und Hände schützend über seine Ohren und seinen Nacken. Ein paar Grashalme stachen ihm in die Wange und er spürte feuchtes Moos unter seiner Stirn, aber das kümmerte ihn nicht. Sein Herz pochte wild, diesmal unangenehm. Warum hatte er die Vögel nicht gesehen? Sie waren so plötzlich da gewesen! Bestimmt würden sie auf ihn einhacken und ihn versuchen zu töten!

"HILFE!", brüllte er, seine Stimme gedämpft im Inneren seines improvisierten Schutzwalls. "HIIILFE!!!"


[OOC: So ich hoffe das war so okay. So gut kenne ich mich ja leider in dem magischen Zeugs nicht aus...lalala^^]
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 4:05 pm

Agatha war allein unterwegs. Sie liebte diese heißen Tage, an denen sie ohne andere Gedanken im Hinterkopf einfach drauflos wandern konnte. Wie durch ein Wunder hatte sie Josephine abgeschüttelt, sollte aber nach den Nachtkrabs sehen und ihnen Futter bringen.
Klar, ohne eine Aufgabe würde sie nicht den Revierforst ihres Vaters betreten. Dafür gab es hier zu viel zu tun.

Sie genoss die Wärme, das Summen und Brummen der Wesen um sie herum. Sie hatte ihre übliche dunkelgrüne Five-Pocket-Wanderhose und eine taillierte beige Bluse aus einem Baumwollstoff an, ihre Wanderstiefel und ansonsten nur einen ledernen Rucksack mit Verpflegung – für sich und jedes Wesen, das ihr begegnen könnte.
Der Zauberstab ruhte wie üblich ein einer separaten Tasche, die an dem Stoff ihrer Hose in der Höhe des Oberschenkels angebracht war (das hat sie sich vor Jahren angewöhnt, so eine Extra-Tasche an ihren Hosen zu befestigen^^).

Als sie sich der Feenquelle näherte, wunderte sie sich, dass sie noch nicht empfangen wurde. Sicher wartete die Bande schon auf sie, dachte sie sarkastisch und wollte gerade rufen, als sie es auch schon hörte! Das laute Getöse der Nachtkrabs, wenn sie schlecht gelaunt waren!

Und mittendrin ein Hilferuf!

Ein Stromschlag gleich jagte ein Schreck durch ihre Glieder und ehe sie genau wusste was passierte, rannte sie auch schon los. Mit erhobenem Zauberstab stürzte sie vor, preschte durch das Unterholz und blieb vor dem Dilemma stehen.

„Vögel der Unterwelt, kommt sofort her!“ rief sie und blieb breitbeinig und mit gezücktem Zauberstab stehen. Die Nachtkrabs hielten inne, blickten sich verwirrt um und begannen aufgeregt umher zu hüpfen, wackelten auf sie zu, als hätten sie sie schon sehr lange erwartet. Einer flog los und versuchte vergeblich, sich auf ihre Schulter zu setzen und landete schließlich auf ihrem Rucksack. Einer hüpfte seitlich an ihr hoch und pickte an ihrem hüpftlangem braunen Haarzopf, während Agatha selbst ein Kichern unterdrücken musste. Sie versuchte zu sehen, was die Vögel gerade attackiert hatten.

„Baldur, lass das!“ Agatha schob einen vorwitzigen Vogel zur Seite, der sich ihr in den Weg stellte und Anstalten machte, sich auf ihre Schulter zu setzen. Sie blickte auf, schwang ihren Zauberstab und drei rote Bälle erschienen, kullerten auf den Waldboden und sofort wurde alle Aufmerksamkeit darauf gelenkt.

Es brach ein Tumult unter den Nachtkrabs aus, wer als erster zu den Bällen kam, alle flogen gleichzeitig los und Agatha war endlich frei. Sie blickte sich um. Da war ein Junge!

„Hey, alles okay mit dir?“ Sie trat auf ihn zu und musterte ihn besorgt. Er schien unverletzt und sie reichte ihm eine Hand, um ihm aufzuhelfen. Wenn er sich hier aufhalten konnte, war er wohl ein Zauberer, dachte sie und lächelte ihn an.
„Tut mir Leid wegen den Rabauken. Sie sind…“ Sie deutete zu dem Pulk sich lauthals streitenden Vögeln, die sich um die roten Bälle balgten. Es sah sehr martialisch aus. „…stürmisch.“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 4:20 pm

Nach gefühlten Stunden - tatsächlich war es bestimmt nur etwa eine Minute - hörte er eine weibliche, aber strenge Stimme durch den Wald schallen. Vorsichtig lugte er unter einem seiner Arme hindurch und sah eine junge Frau mit langem braunen Haar, welche die Vögel herzurufen schien. Sie hatte ebenfalls Wanderausrüstung bei sich und trug Kleidung zum Wandern. Er blinzelte heftig und biss sich dann auf die Unterlippe, krampfhaft versuchend sein Herz wieder langsamer schlagen zu lassen.
Gebannt beobachtete er, wie die Frau - oder war es ein großes Mädchen? War sie schon erwachsen? - die Nachtkrabs schnell unter Kontrolle hatte und sie sogar ablenkte. Sie war eine Hexe, aber das überraschte Paco nicht im Geringsten. Schließlich konnte sie die Nachtkrabs sehen und sogar einschüchtern. Erst als die junge Frau vor ihm stand und ihn anlächelte bemerkte er, dass er sich aufgesetzt hatte, ohne es zu merken.

Er betrachtete kurz die angebotene Hand und fuhr sich dann mit einer Hand durch die Haare, sodass ein paar verirrte Blätter und Zweige aus ihnen fielen. Plötzlich war ihm die ganze Sache unglaublich peinlich. Er musste gerettet werden! Wie ein kleines Kind!

Höflich lächelte er sein Gegenüber an, ignorierte jedoch die angebotene Hand und stand selbstständig auf. Seufzend klopfte er sich die Hose sauber und stellte sicher, dass sein Zauberstab noch intakt war. Dann wandte er sich an die Hexe.

"Danke. Ja...es is' nichts passiert.", grinste er etwas schief und schluckte seinen Stolz hinunter. Das konnte schließlich jedem mal passieren, oder?
"Gehören die dir?", fragte er und wies mit dem Daumen in Richtung der Vögel, die nun mit den seltsamen Bällen beschäftigt waren. Schließlich war es ihm vorgekommen als würden die Krabs die junge Frau kennen und begnügten sich mit Spielen, als wäre es das Normalste der Welt. Zum Glück...
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 4:43 pm

Der Junger war vielleicht 14 Jahre alt und schien nicht verletzt – außer vielleicht sein Stolz. Agatha musste ein schelmisches Grinsen unterdrücken; Matt war in dem Alter genauso. Musste wohl am Alter liegen, dachte sie.
Er erhob sich und klopfte seine Kleidung ab. Schnell blickte sie zu der Meute Vögel, doch die Ablenkung mit den Bällen war genau das Richtige gewesen. Der Junge schien verlegen und sie wollte es nicht noch schlimmer machen.

>> "Gehören die dir?"<<

Agatha unterdrückte ein Seufzen und lächelte den Jungen an, während sie ihren Rucksack abstellte. Und wieder die leidige Diskussion.
„Nein.“ sagte sie sanft und suchte aus ihrem Rucksack eine Wasserflasche hervor, um sie dem Jungen anzubieten. „Lebewesen können niemandem gehören. Sie können nur zu einem gehören. Es sind ja schließlich keine Gegenstände.“

Sie zwinkerte ihm freundlich zu. „Ich bin Agatha. Und du?“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 4:53 pm

Paco legte den Kopf schief und es fiel ihm nun leichter, die Hexe anzugrinsen.

"Ja. Da hast du wohl recht.", er dachte an Tschikko und wie das Eichhörnchen ihn und seine Schwester als Eltern adoptiert hatte. Gehören tat ihm Tschikko deswegen noch lange nicht.

Die angebotene Trinkflasche nahm er diesmal an, als Dankeschön seinerseits sozusagen. Er nahm einen dankbaren Schluck und wischte sich mit dem Handrücken über den Mund, bevor er die Falsche zurückgab.
"Danke." sagte er höflich. "Ich bin Paco, Paco Brynner.", grinste er und sah noch einmal zu den Nachtkrabs hinüber. Nun, nachdem der Schreck vergangen war, überwiegte wieder seine Faszination an der Pflanzen- und Tierwelt.

"Warum gehorchen sie dir dann so gut? Irgendwie...scheinen sie so, als würden sie dich kennen?"
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 5:02 pm

Der Junge – nein Paco, verbesserte sich Agatha in Gedanken – nahm einen Schluck Wasser und sofort schien es ihm besser zu gehen. Sie packte die Flasche wieder zurück in den Rucksack, ließ diesen aber offen auf dem Boden stehen.

Sie grinste. „Oh, die Schar da sind alles Geschwister. Wir haben ihr Nest verwaist vorgefunden und ihre Eltern sind verschwunden. Und da hab ich sie aufgezogen.“ Sie beugte sich leicht schelmisch vor. „Gemeinsam mit meiner kleinen Schwester, natürlich. Denn die Nachtkrabs-Aufzucht ist ein Fulltime-Job.“ Sie lachte und suchte eine Handvoll getrocknete Fleischstücke aus dem Rucksack hervor.

Sie zwinkerte Paco zu, entfernte sich einen Schritt von ihm und betrachtete die Tiere. „Vögel der Unterwelt! Hier!“ Sie hob ein Fleischstück theatralisch nach oben und war sich aller Aufmerksamkeit bewusst. Kurz verharrten die Vögel – wie auch schon vorhin – und wie vorhin brach der Tumult auf einmal los.

Die Nachtkrabs flogen oder hüpften auf sie zu, schrien und krächzten und jeder wollte als erster bei ihr sein, um an das Futter heran zu kommen. Agatha lachte und ging in die Hocke, damit keiner der Vögel fliegen musste. „Hier, ihr Rabauken.“ Sie verstreute die Fleischstücke in einem weiten Halbkreis um sie herum und erhob sich wieder.

Sie musterte Paco kurz, ehe sie wieder zu ihm trat. „Du magst Tiere, mh?“ Es war eine Feststellung, keine Frage, als sie ihn angrinste. „Magst du es mal versuchen? Sie zu füttern?“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 5:18 pm

//„Oh, die Schar da sind alles Geschwister. Wir haben ihr Nest verwaist vorgefunden und ihre Eltern sind verschwunden. Und da hab ich sie aufgezogen. Gemeinsam mit meiner kleinen Schwester, natürlich. Denn die Nachtkrabs-Aufzucht ist ein Fulltime-Job.“//

Paco hob die Augenbrauen. Wie bei Tschikko! Beinahe hätte er ihr von dem Eichhörnchen erzählt, dass er vor einer kleinen Weile verletzt auf der Straße gefunden hatte. Aber bevor er den Mund öffnen konnte hole Agatha schon etwas aus ihrem Rucksack und zwinkerte ihm zu. Er erkannte erst, dass es Futter war, als sie sich den Vögeln näherte und das Gleiche rief, was sie schon zuvor gerufen hatte.

Fasziniert beobachtete er die Fütterung und stellte peinlich berührt fest, dass ihm der Mund offen stand als sich Agatha wieder neben ihn stellte.

//„Du magst Tiere, mh? Magst du es mal versuchen? Sie zu füttern?“//

Hastig klappte er den Mund mit einem Klicken seiner Zähne zu und blinzelte etwas verlegen.

"Ja. Ja ich mag Tiere und ja ich würd' es gerne versuchen.", sagte er grinsend. Er streifte sich schnell den Rucksack von den Schultern und legte seinen Wanderumhang über ihn. Dann blickte er Agatha wartend und gespannt an. Sie würde ihm doch bestimmt Anweisungen geben, oder?
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 5:28 pm

Er hatte Mut, dachte Agatha anerkennend; Mut und Neugier. Sie lächelte und wühlte ein paar Kekse – diesmal Dinkelvollkorn – aus dem Rucksack. Diese würden die Nachtkrabs zwar essen, aber sie waren nicht so versessen darauf wie auf Fleisch. Sie würden Paco nicht überrumpeln, um daran zu kommen.

Sorgsam legte sie ihm einen Keks in die Hand, nahm sich selbst einen und führte den Jungen mit einem aufmunternden Kopfnicken näher an die Vögel. Sie bedeutete ihm, in die Hocke zu gehen und wandte sich zu den Vögeln.

„Freya!“ Ihre warme Stimme ließ ein kleineres Weibchen aufblicken, krächzen und näher trippeln. „Hey, meine Kleine.“ Der Nachtkrab krächzte heiser, als traue sie sich nicht mehr und kam ganz nahe heran. Doch ihre kleinen, schwarzen Augen musterten Paco, als könne er sich direkt auf sie stürzen.

Agatha blickte zu Paco. „Das ist Freya. Sie ist die Jüngste und hatte es deshalb schwerer als die anderen. Und deshalb habe ich sie wohl mehr verwöhnt als die Anderen.“ Sie lachte und strich dem Vogel über das Brustgefieder. Freya ließ einen wohlwollenden Ton von sich, musterte aber noch immer Paco.

Agatha nickte Paco aufmunternd zu. „Biete ihn ihr an. Aber erschrick nicht; ihre Schnäbel sind spitz und fühlen sich ungewohnt an auf der Haut.“


(OOC: also es tut nicht wirklich weh, wenn so ein Vogel Futter von der Hand nimmt, aber der kurzzeitige Drucks ist ein ungewohntes Gefühl, vor allem weil man denkt, der zerfleischt gleich alle Finger mit dem Schnabel!!^^)
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 5:37 pm

Paco ließ sich von Agatha zu den Krabs führen, den Keks in seiner Hand. Als Agatha in die Hocke ging, begab er sich ebenfalls in eine kauernde Position. Er nickte auf ihre Erklärungen hin und leckte sich dann aufgeregt über die Lippen. Stumm betrachtete er das Vogelweibchen, und Freya starrte stumm und wohl ebenso neugierig zurück.

Nach einer Weile hob er die Hand mit dem Keks, zerbroselte ihn etwas mit dem Daumen und bewegte die Hand dann ganz langsam auf den Vogel zu. Und es dauerte nicht lange, bis Freya ihm ersteinmal zu vertrauen schien, den rabenartigen Kopf senkte und plötzlich mit ihrem Schnabel den Keks aufpickte.

Ein gekeuchtes Lachen wich Paco über die Lippen - er hatte die Luft angehalten und nun musste er Kichern. Der Schnabel von Freya hatte ihn kurz erschrocken, aber es kitzelte auch ein wenig. Das Vogelweibchen aß ihm genüßlich aus der Hand, und Paco war mit einem Mal unglaublich stolz und grinste Agatha breit an.

"Sie frisst!", sagte er überflüssigerweise. Dann, weil er es vorhin schon erzählen wollte, fügte er hinzu: "Meine kleine Schwester und ich haben auch ein Tier gepflegt. Ein angefahrenes Eichhörnchen."
Er grinste noch breiter und schaute wieder zur Nachtkrabs, das nun den ganzen Keks verschlungen hatte.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 6:04 pm

Der Junge schien auch die letzte Scheu zu verlieren und Agatha lächelte vergnügt. Sie setzte sich im Schneidersitz und fast sofort kam ein weiterer Vogel, um auf ihren Oberschenkel zu klettern, wie ein schwarzer Papagei.

„Ein Eichhörnchen?“ fragte sie überflüssigerweise und betrachtete ihn neugierig und aufmerksam. „Ist es wieder gesund?“

Er hatte ein Eichhörnchen gesund gepflegt… in Paco schien mehr zu stecken, als Agatha auf den ersten Blick sah.
Freya betrachtete Paco, um abzuwägen, ob er noch mehr Kekse irgendwo versteckt hielt. Einzelne Nachtkrabs näherten sich neugierig, aber nicht mehr aggressiv.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 6:11 pm

Paco ließ die Hand sinken und griff in einer seiner vielen Hosentaschen, um sich einen Butterkeks zu angeln. Er hatte noch ein paar zerbrochene Stücke übrig, vielleicht mochte Freya sie ja haben. Gespannt bot er ihr die Hand erneut an.

"Ja. Es heißt jetzt Tschikko und kommt immer wieder zu uns zurück. Er is' noch ein bisschen scheu und hat furchtbare Angst vor Autos, aber bei uns fahren ja nicht so viele...".

Zufrieden stellte er fest, dass ihm Freya die Krümel abermals aus der Hand fraß. Nicht so begeistert wie zuvor, aber immerhin. Im Augenwinkel sah er, wie mehr und mehr Nachtkrabs kamen und wie sich Agatha im Schneidersitz hinsetzte. Er tat es ihr gleich, und schaute grinsend und mit leichtem Herzklopfen um sich. Dann erzählte er weiter.
"Meine Eltern waren zuerst dagegen, vor allem meine Mutter. Aber dann haben sie Daliyah und mir geholfen. Ich glaub', Tschikko ist so um die vier oder fünf Jahre alt." Er blickte zu Agatha. "Hast du schon viele Tiere gepflegt und gesund gemacht?"

Schließlich war Freya fertig und Paco biss sich auf die Unterlippe, bevor er vorsichtig die Hand drehte und begann, das Federkleid des Vogels zu streicheln.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 6:25 pm

Agatha lauschte Pacos Erzählungen mit großen Augen, während sie ihren Rucksack näher zauberte und Hödur auf ihrem Schoss streichelte. Der Junge schien sich wirklich für das Eichhörnchen zu begeistern. So einfühlsam, dachte sie, während sie ihm zusah, wie er ganz vorsichtig Freyas Gefieder streichelte, als könne der Vogel dadurch platzen. Aber Angst schien er keine mehr zu haben.

„Das ist ziemlich alt für ein freilebendes Eichhörnchen.“ Sie nickte und hob einen stämmigen, quengelnden Nachtkrab auf ihren Schoß, der sich nörgelnd vor sie stellte. „Es könnte sein, dass Tschikko bei euch bleiben möchte. Weißt du, manchmal spüren Tiere, dass sie bald sterben werden. Und suchen sich für ihren Lebensabend einen angenehmen Ort aus.“

Unwillkürlich musste  Agatha an einen Drachen denken; einen japanischen Tatsu, der sich entschied, seinen Lebensabend in einem Drachenreservat in Rumänien zu verbringen….
Sie lächelte Paco an. „Das finde ich sehr nett von dir und deiner Schwester. Und toll, dass deine Eltern dann doch noch mitgemacht haben.“

Einer der Nachtkrabs flog ein Stück und landete frecher Weise auf Agathas Schulter, um seinen Schnabel liebevoll in ihrem Haar zu versenken. Sie zuckte etwas ärgerlich zusammen. „Frigga! Lass das!“ sagte sie und hob beide Arme an, um ihn hinunter zu heben; Hödur und Baldur auf ihrem Schoß gaben entrüstete Geräusche von sich, weil sie nicht mehr gestreichelt wurden. Freya genoss Pacos Zuwendung und tat so, als würden ihre Geschwister gar nicht existieren.

Als sie Frigga zurück auf den Waldboden stellte, lächelte Agatha Paco wieder an. „Ja, ein paar schon. Mein Dad ist hier Revierförster. Und das alles hier…“ sie deutete um sie herum. „Ist ein Reservat für magische Wesen. Wir haben eigentlich jedes Jahr jemanden bei uns, der gepäppelt oder gepflegt werden muss.“ Sie zuckte mit den Schultern, als sei das etwas ganz normales, während Mimir hinter ihr an ihrem Zopf knabberte.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 6:39 pm

Paco blickte Agatha ein wenig erschrocken an. Dass Tschikko bald sterben würde...daran hatte er garnicht gedacht! Schließlich hatten sie ihn ja gepflegt, dass er überleben würde. Wenn er jetzt sterben würde war ja quasi alles umsonst gewesen...
Er seufzte und blickte wieder zu Freya. Tschikko würde bestimmt noch ein paar Jährchen leben, da war er sich sicher!

//„Ja, ein paar schon. Mein Dad ist hier Revierförster. Und das alles hier…Ist ein Reservat für magische Wesen. Wir haben eigentlich jedes Jahr jemanden bei uns, der gepäppelt oder gepflegt werden muss.“//

Lächelnd schaute er sich um, auf Agathas Erklärung hin - als könne er mit ein paar Blicken das ganze Reservat kennenlernen.

"Das muss toll sein.", antwortete Paco ehrlich und bewundernd. Er betrachtete die Vögel die auf und um Agatha herum saßen und hin und wieder ein munteres Krächzen von sich gaben. Ein grübelnder Ausdruck trat auf sein Gesicht.Vielleicht...

"Vielleicht arbeite ich später mal in einem Reservat. Oder in mehreren. In vielen verschiedenen. Ich möchte ganz viel reisen, und ganz viele verschiedene Wälder und Reservate und Naturparks kennenlernen. So lerne ich von allem etwas und sehe am meisten.", sagte er schließlich und fuhr sich etwas nachdenklich durch die Haare.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 6:57 pm

Paco schien begeistert, wie er da saß, nebenbei Freya streichelte – und das ganz professionell machte – und von einer möglichen Zukunft sprach. Sie lächelte und bewunderte seinen Tatendrang. Schon in so jungen Jahren, dachte sie und ein wohliges Gefühl machte sich in ihr breit.

„Auf der ganzen Welt gibt es Reservate und Wildwesenstationen. Es gibt offizielle Stellen, an die du dich wenden kannst, um dort mal zu jobben. Dann kannst du hinreisen, dir alles ansehen und bekommst einen ziemlich exklusiven Einblick in die Arbeit der Pfleger.“ So war es in Rumänien gewesen; im offiziellen Drachenreservat, das sich auf die Zucht von Rumänischen Langhörnern spezialisiert hatte.

„Es gibt natürlich auch ganz viele ausgewiesene Schutzflächen, die auch für Muggel begehbar sind. Das hier ist so eine. Da gelten besondere Bedingungen.“ Sie machte ein nachdenkliches Gesicht, während sie gleichzeitig Baldur und Hödir tätschelte. Frigga versuchte sich an ihren Brüder vorbei zu schummeln, um ebenfalls auf Agathas Schoss zu gelangen.
Freya machte Anstalten, auf Pacos Knie zu klettern.

„Wenn du da mal ein Praktikum machen willst, hilft dir die Abteilung im Ministerium weiter.“ Sie nickte ihm zu und Frigga quetschte sich ebenfalls auf ihren Schoß, während diese von ihren Brüdern missmutig an gekrächzt wurde.

Sie lächelte Paco an, doch Mimir hinter ihr pickte immer vehementer an ihrem Haar und ließ sich plötzlich auf den Rücken fallen; den Zopf mit beiden Klauen umklammernd und wohlige Geräusche machend.

„Au!“ Agatha zuckte zusammen und verzog das Gesicht. Die drei Nachtkrabs auf ihrem Schoß gaben entrüstete Geräusche von sich und schüttelten ihr Gefieder. Ein weiterer Nachtkrab – Fulla – näherte sich Paco und betrachtete ihn neugierig.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 7:26 pm

Paco hörte Agatha aufmerksam zu und nickte begeistert. Das klang alles sehr aufregend und vielversprechend! Das würde toll werden! Dankbar grinste er sie an und lachte ein wenig auf, als Freya versuchte, auf seinen Schoß zu hopsen. Er half etwas nach und graulte dann selig weiter, als der Vogel auf seinem Schoß herumtapste.

"Das wäre toll. Bisher habe ich schon ein paar verschiedene Naturparks erkundet. Ich gehe jedes Schuljahr wandern, und meine Schule ist jedes Jahr woanders, da bietet es sich an, verschiedene Parks und Wälder der Welt zu erkunden. Bis ich fertig bin mit der Schule habe ich dann vielleicht schon einiges an Erfahrung gesammelt."
Warme Vorfreude machte sich in seinem Bauch breit und sein Herz machte einen gewaltigen Satz bei dem Gedanken an seine vielversprechende Zukunft. Er sah zu Agatha, gerade als sie ein "Au!" von sich gab und hielt mit dem Streicheln inne. Doch sie schien alles im Griff zu haben - natürlich!, also wandte sich Paco wieder dem Nachtkrabs auf seinem Schoß zu. Im Augenwinkel sah er einen weiteren Vogel auf ihn zukommen und er drehte den Kopf und betrachtete den Neuankommling, geduldig und abwägend.
Da kam ihm ein Gedanke.

"Wie kannst du die Nachtkrabs auseinander halten?", fragte er, den Blick noch immer auf den Vogel vor ihm gerichtet.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 8:20 pm

Agatha rückte etwas herum und saß schließlich etwas krumm da, damit Mimir ausgiebig mit ihrem Haarzopf spielen konnte. Das liebte Mimir einfach…

Agatha hörte Paco zu und erstaunt hob sie die Augenbrauen. Es gab nur eine Schule, die ihren Aufenthaltsort jährlich änderte…. „Du gehst nach Rungholt“ sagte sie und grinste freudig. Erinnerungen durchströmten sie an ihre eigene Schulzeit. An ihre Freunde und an Matt, den sie dort kennen und schließlich lieben gelernt hatte.

Doch der Junge schien andere Gedanken für Wichtiger zu erachten und fragte nach den Vögeln. Agatha grinste wieder, obwohl es an ihren Haaren ziepten. „Sie sind nicht alle gleich, genau wie wir Menschen.“ Liebevoll umfasste sie Baldur auf ihrem Schoss, was ihn vergnügt, seine Geschwister allerdings entrüstet aufkrächzen ließ.

„Baldur hier hat ein markanteres Gesicht. Vergleich ihn mal mit seinem Bruder Hönir.“ Sie deutete auf die zwei Krabs auf ihrem Schoß, auf die Augen, die Partie darüber. „Und wenn du sie mit dem Gesicht von Frigga vergleichst…“ sie hob den Schnabel des mittleren Krabs leicht an und der Vogel ließ es zu. „Dann siehst du, sie hat ein viel feineres Gesicht; schon fast feminin.“

Dann deutete sie zu dem Krab auf Pacos Schoß. „Freya ist ein Stück kleiner als die Anderen und Fulla hier…“ der letzte Nachkrab stand direkt vor Pacos Knie und beäugte seine Hosentaschen, als könnten weitere Kekse von allein hinausfallen. „Hat eine winzige weiße Feder am Hals.“ Agatha deutete an den Hals des Vogels und nur mit viel Fantasie konnte man eine winzige kleine weiße Feder zwischen den schwarzen hervorlugen sehen.

Sie zuckte mit den Schultern. „Ich weiß, es ist nicht einfach. Aber ich habe sie aufwachsen sehen. Für mich sind sie individuell. Ich erkenne sie alle. Sogar an der Stimme.“ Sie lachte und sah sich plötzlich Auge in Auge mit Baldur, der sie anzuhimmeln schien.

„Sie sind schon meine dritte Brut Nachkrabs, die ich aufziehe. Die anderen Rabauken haben sich Reviere weiter weg gesucht.“ Plötzlich wurde Agatha nachdenklich und senkte ihre Stimme. Erinnerungen; wieder Erinnerungen.

„Ihre Eltern… Ihre Mutter war meine erste Handaufzucht, ich nannte sie Osiris. Sie….“ Agatha atmete tief ein. „Sie fand einen Gefährten und ließ sich hier nieder. Und eines Tages war sie weg.“ Agatha ließ die Schultern fallen und strich Hönir und Frigga an der Brust. Dann lächelte sie traurig.

„Weißt du, Nachtkrabfedern sind sehr beliebt bei Zauberstabmachern und Zaubertränkeherstellern. Es gibt oft Wilderei. Die natürlich verboten ist. Deshalb sind solche Schutzgebiete wie hier so wichtig.“ Sie zuckte wieder mit den Schultern und zwang sich zu einem aufmunternden Lächeln. Der Junge war viel zu jung, um sich mit so einer Problematik beschäftigen zu müssen!
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 8:34 pm

Agathas Kommentar zu seiner Schule nahm Paco garnicht richtig wahr, denn sobald sie von den Vögeln erzählte hörte er ihr gebannt zu und betrachtete jeden einzelnen Nachtkrabs den sie ihm zeigte, aufmerksam und genau.
Ihm entging nicht, dass ihre Stimme etwas traurig wurde, als sie von ihrer ersten Aufzucht erzählte, und er schaute zu ihr, ein aufmunterndes Lächeln auf den Lippen. Doch Agatha schaute auf die Vögel vor ihr hinunter und erzählte weiter.

//„Weißt du, Nachtkrabfedern sind sehr beliebt bei Zauberstabmachern und Zaubertränkeherstellern. Es gibt oft Wilderei. Die natürlich verboten ist. Deshalb sind solche Schutzgebiete wie hier so wichtig.“//

Paco nickte heftig und streichelte sowohl Freya als auch Fulla, jeweils mit einer Hand.

"Ja. Ich finde es toll, dass es Menschen wie dich und deinen Vater gibt.", sagte er bestimmt und hoffte, sie merkte an seiner Stimme wie wichtig es ihm war. "Und später dann mich.", fügte er hinzu und grinste. Je nachdem...vielleicht hörte er mit der Schule sogar früher auf, dann konnte er noch schneller mit arbeiten anfangen!
Plötzlich fiel ihm Agathas Kommentar von ein paar Momenten zuvor ein und er wandte sich wieder zu ihr.
"Moment mal, du kennst Rungholt?", sagte er grinsend und er riss überrascht die Augen auf.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 8:52 pm

>>"Und später dann mich."<<

Agatha grinste begeistert und ein wohliges Gefühl machte sich in ihr breit. Vollkommen fasziniert von Pacos Begeisterung lächelte sie ihn an. Genau das war es! Genau das wollte sie ihr Leben lang machen! Diesen Gesichtsausdruck bei Kindern und Jugendlichen sehen! In diesem Moment wurde ihr klar, dass sie sich richtig entschieden hatte.

Dann sprach er Rungholt wieder an und er machte große Augen. Agatha lächelte etwas verlegen. „Ja, ich habe vor zwei Jahren meinen Blocksbergabschluss dort gemacht. Ich war ein paar Jahre dort.“ Sie zuckte mit den Schultern, als sei es ganz normal, dass zwei völlig Fremde, die sich zufällig im Wald trafen, auf die gleiche Schule gegangen waren.

„In welche Klasse gehst du jetzt?“ fragte sie, weil sich Neugierde in ihr breit machte. Waren sie etwa Zeitgleich auf der Schule, nur sie konnte sich nicht mehr an Pacos Gesicht erinnern?
Sicher hätte sie sich an ihn erinnert, dachte sie und musterte seine Züge. An so einen niedlichen Jungen musste man sich doch erinnern.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 9:12 pm

Paco starrte sie weiterhin mit großen Augen an und vergaß darüber sogar für einige Sekunden lang das Streicheln. Als ihn jedoch Freya als auch Fulla mit den Schnäbeln anstupsten - wie Katzen!, dachte er bei sich - begann er wieder, ihr Federkleid zu flauschen.

"Der Blocksbergabschluss...", murmelte er und sah auf die Vögel hinunter. Vielleicht sollte er es doch ganz durchziehen. Dann sah er wieder auf und grinste schief. "Ich komm' nächstes Schuljahr in die 8. Klasse."
Er legte den Kopf schief. "Ich erinner' mich aber leider nicht an dich, tut mir leid. Ich kann mir Namen und Gesichter von Menschen eh nich' so gut merken." fügte er hinzu und zuckte mit den Schultern.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 10:14 pm

Agatha blickte erstaunt auf Paco. Die Zeit zwischen der siebten und der achten Klasse… sie grinste. Eine wundervolle Zeit. Eine magische Zeit. Matts Wandlung von einem hirnrissigen Angeber zu einem echt netten Kerl….

Und sie selbst wurde in dieser Zeit auch viel sanfter…. Obwohl sie sich immer noch mit ihren Zimmergenossinnen stritt. Sie schüttelte den Kopf und betrachtete Paco, versuchte sich an seine Haare, seine Nase zu erinnern. Er wurde… in ihrem letzten Jahr eingeschult? Sie versuchte sich eine Züge in Erinnerung zu rufen, mit der Schärpe in den Händen. Aber versagte.

Bedauernd schüttelte sie den Kopf. „Kein Problem. Ich erinnere mich auch nicht.“ Sie sah ihn entschuldigend an und zuckte mit den Schultern. „Es waren eine Menge Fünftklässler in meinen sechs Jahren Rungholt.“ Sie lächelte und tätschelte abwechselnd die drei Nachtkrabs auf ihrem Schoß.

„Aber ich könnte mir jemanden wie dich hier gut vorstellen.“ Sie grinste und deutete um sich herum, in den Wald. „Mit halbstarken Nachtkrabs kommst du jedenfalls schon wunderbar zurecht.“ Amüsiert beobachtete Agatha, wie es sich Freya und Fulla auf Pacos Schoß bequem machten. Fulla plusterte sich sogar auf und machte sich offensichtlich zu einem Mittagsschläfchen bereit.

„Aber als angehender Wildhüter“ sie zwinkerte ihm zu, „kannst du mit der Ausbildung nicht früh genug anfangen.“ Sie grinste und nickte ihm zu. „Willst du mich heut ein bisschen begleiten? Ich hab noch ein wenig was zu tun hier im Wald.“
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 10:26 pm

Paco zuckte wieder mit den Schultern und lächelte, um Agatha deutlich zu machen, dass es keine Problem war. Er dachte an seine Mitschüler...einige von ihnen waren neu, ein paar waren gegangen. Er verstand sich gut mit Janosch, aber auch ein bisschen mit Lou. Dann gab es noch ein paar andere...
Paco versuchte sich vorzustellen wie es später in dern Zwölften werden würde. Wäre er dann überhaupt noch auf Rungholt? Wie würde Janosch dann sein? Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht an seinen Kumpel in einigen Jahren.

//„Aber ich könnte mir jemanden wie dich hier gut vorstellen. Mit halbstarken Nachtkrabs kommst du jedenfalls schon wunderbar zurecht. Aber als angehender Wildhüter. Willst du mich heut ein bisschen begleiten? Ich hab noch ein wenig was zu tun hier im Wald.“//

Agatas Lob riss ihn aus seinen Gedanken und er warf ihr einen peinlich berührten Blick zu. Er spürte, wie seine Wangen rot wurden und er betrachtete die Vögel auf seinem Schoß. Ja. Ihnen schien es zu gefallen.

"Danke.",nuschelte er und grinste sie dann breit an. "Und ja, ich würde dich sehr gerne begleiten...das wäre ziemlich cool!"
Er wollte voller Vorfreude aufstehen, da wurde ihm das Dilemma der auf ihm sitzenden Vögel bewusst.
"Ähhm...", entfuhr es ihm ratlos. Er wollte die Vögel nicht wütend machen oder sie bei ihrem Mittagsschläfchen stören...
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 10:42 pm

Paco schien begeistert und steckte Agatha damit an. Sowas in der Art, wie ihr erster Schüler? Sie unterdrückte ein Kichern und griff in ihren Rucksack. Alle Nachtkrabs blickten auf und erstarrten.

„So, ihr Vögel der Unterwelt.“ Sie grinste und holte eine Handvoll getrocknetes Fleisch heraus. Alle Vögel gerieten in Aufruhr, schüttelten das Gefieder und begannen zu krächzen. „Holt es euch!“ rief Agatha und warf die Fleischstücke ein Stück weit neben sich. Mit einem riesigen Aufruhr flogen, hüpften und sprangen die Vögel auf die Leckerlies und entließen die beiden Menschen.

Agatha grinste Paco an. „Puh, geschafft!“ Sie erhob sich und klopfte sich die Hose sauber. „Regel Nummer eins: du bekommst alle Tiere gezähmt, wenn du weißt, was sie besonders gern essen.“ sie zwinkere ihm zu und griff erneut in ihren Rucksack. Diesmal holte sie eine Tafel Schokolade hervor, brach ein Stück ab und reichte es Paco.

„Ich wollte noch ein wenig herumgehen, nach den Jungwolpertingern sehen, die Feennester nach Gutrandkäfern absuchen und den Felsengnomen ein paar Schokoladenriegel bringen.“ Sie seufzte bei dem letzten Gedanken. „Seit sie mal eine Weile in unserem Garten wohnten und meine Schwester einmal unachtsam mit Schokolade umging, sind sie verrückt nach dem Zeug.“

Sie packte ihren Rucksack und schulterte ihn; abreisefertig. „Keine Sorge wegen der Meute hier. Sehr wahrscheinlich werden sie uns noch eine Weile begleiten.“ Sie grinste. „Fertig?“

(OOC: oje, sorry, schlechter Ball, aber ich wollte Paco die Gelegenheit geben, sich einzubringen)
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Paco C. Brynner am Mi Apr 09, 2014 11:00 pm

Erleichtert beobachtete Paco, wie Agatha die Vögel ablenkte und stand dann schließlich auf, sich einzelne Federn und Blätter von der Hose klopfend. Er prüfte kurz, ob Flasche, Taschenmesser und Zauberstab noch an ihrem Ort waren und sah dann zu Agatha auf.

//„Regel Nummer eins: du bekommst alle Tiere gezähmt, wenn du weißt, was sie besonders gern essen.“//

Breit grinsend nahm er das angebotene Stück Schokolade entgegen, steckte es sich aber nicht sofort in den Mund. Sie hatten zuhause eigentlich nie Schokolade, deswegen ging er vorsichtig und sparsam mit jedem bisschen Schokolade um, dass er sich gönnte.
"Mich kannst du damit aber nicht zähmen." gluckste er und hielt das Stück Schokolade hoch.
Dann lauschte er Agathas Erklärungen, während er sich seinen Umhang und den Rucksack überstreifte, und dann seinen Wanderstab wieder nahm.

// „Keine Sorge wegen der Meute hier. Sehr wahrscheinlich werden sie uns noch eine Weile begleiten. Fertig?“//

Paco schaute sich kurz um und grinste den Vögeln zu. Beinahe hätte er ihnen zugewunken, aber er konnte sich gerade noch beherrschen.

"Klar! Bin bereit!", grinste er Agatha an und spürte sein Herz vor Aufregung wild klopfen.
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Re: Der schöne Odenwald (Paco/Agatha)

Beitrag  Agatha Schweif am Mi Apr 09, 2014 11:21 pm

Agatha richtete ihre Schritte zuerst zur Quelle, die scheinbar an den Wurzeln einer alten, runzeligen Buche entsprang. In Wirklichkeit entsprang sie einem Felsen, der tief ins Erdreich reichte. Es war eine magische Quelle, bewohnt von einem Wassergeist; Lebensraum für eine ganze Kolonie Waldfeen.

„ich wusste, dass du ein Zauberer bist, Paco, weil dieser Ort hier unter einem Schutzzauber liegt.“ Sie bückte sich und tauchte eine Hand ins Wasser. Das Gefühl, jedes Mal das gleiche: überwältigend, es durchströmte ihren ganzen Körper und ließ ihre Haut prickeln. Mit Blicken forderte sie Paco auf, es ihr gleich zu tun.

„Eine Quelle, die von einem Wassergeist beschützt wird. Trinke nicht ihr Wasser, ohne Erlaubnis. Nur anfassen.“ warnte sie ihn und ließ ihre Finger durch das kühle Wasser streichen. Freya hüpfte hinter Paco her, setzte sich neben ihn an den Rand der Quelle und blickte hinunter.


(OOF: magische Quelle, denk dir die Auswirkung aus ^^)
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