Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

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Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Fr Jan 24, 2014 10:26 pm

Spieler: Amalia, Tethys
Ort: Rungholt
Zeit: 19 Uhr an einem Samstag im Mai/letztes Schuljahr (Amalia in der 6ten/Tethys in der 7ten Klasse)

Tethys Pechnebel kam in den Aufenthaltsraum der Wolpertinger. Draußen dämmerte es, aber der Tag war warm gewesen und fast schon sommerlich, weshalb Tethys eine kurzärmlige grüne Robe trug und barfuß unterwegs war. Die meisten Schüler waren bereits zum Abendessen gegangen, aber Tethys hatte heute mit Sevda im Irrlicht Tee getrunken und drei Stück Kuchen verdrückt, so dass sie im Moment auf Käsebrot und Salat wenig bis gar keine Lust hatte.

In einem der Sessel saß Amalia Holthus aus der sechsen Klasse und war anscheinend in ein Buch vertieft. Tethys ließ sich auf den Sessel ihr gegenüber fallen und legte die Füße hoch. "Was machst Du da? Hausaufgaben?" Tethys selbst war nicht allzu strebsam, aber sie wusste, dass viele ihrer Mitschüler sich mehr Mühe mit den Hausaufgaben gaben als sie.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Fr Jan 24, 2014 10:32 pm

Amy hatte sich erneut das Buch „Eine Geschichte Rungholts“ in den Aufenthaltsraum mitgenommen und suchte nach einem Detail, das ihr bisher entgangen war. Wohin führte der Gang in der Bibliothek, den Herr Kesselflicker so eifrig bewachte? Hier im Buch musste es doch einen Hinweis geben!

Plötzlich wurde sie von jemandem angesprochen. Erschrocken blickte sie auf und sah Tethys ,die sich in einen Sessel fallen ließ.

„Hey, Tethys.“ Amy lächelte. „Nö, keine Hausaufgaben. Die hab ich schon gemacht.“ Sollte sie es ihr wirklich erklären? Eigentlich war es ein Geheimnis, das sie nachher mit Yves, Dora und Helen besprechen wollte….
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Fr Jan 24, 2014 10:38 pm

"Oh, Du Glückliche", kommentierte Tethys und grinste schief. "Ich muss meine noch alle machen. Vermutlich dann morgen am Sonntag. Dabei wollte ich mit..." Weiter kam Tethys nicht, denn etwas krachte gegen die Fensterscheibe des Aufenthaltraums. Aus dem Augenwinkel hatte Tethys nicht sehen können, was es war, aber dem Lärm nach zu urteilen war es entweder eine große Eule oder ein Verrückter auf einem Besen, der im Dämmerlicht hier durch die Gegend gebrettert war. Der Aufprall war dumpf gewesen, die Scheibe hatte dabei gezittert, war aber nicht zersplittert. Trotzdem war Tethys vor Schreck aufgesprungen. "W-was war das denn?" Ihr Herz klopfte vor Schreck. Sie sah zum Fenster, aber außer abendlicher Bäume im Halbdunkel war nichts zu sehen.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Fr Jan 24, 2014 10:42 pm

Amy fuhr erschrocken hoch und das Buch klatschte mit einem lauten Geräusch auf dem Boden auf. Sie tauschte einen überraschten Blick mit Tethys. Was war das?

„Ich geh nachsehen!“ Amy zückte ihren Zauberstab und presste die Lippen zu einem schmalen Strich, damit Tethys ihren Schrecken nicht sah. Sie wünschte sich Yves oder Dora herbei; ein Auror ging niemals ohne Rückendeckung in einen Einsatz!

An der Tür blickte sie kurz zu Tethys. Sollte sie sie bitten, mitzukommen? Sie schluckte. Sie mochte Tethys sehr, aber ob sie ihr Rückendeckung bieten konnte?

Resolut, damit ihre Knie keine Gelegenheit hatten, zu zittern, trat sie aus dem Langhaus hinaus.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Fr Jan 24, 2014 10:56 pm

Amalia hatte ihren Zauberstab gezogen und ging nach draußen. Das war vermutlich schlau, denn von hier aus war überhaupt nichts zu sehen. "Warte, ich komme mit", rief Tethys und rannte Amalia barfuß hinterher. Vielleicht hatte sich jemand verletzt oder es war doch eine Eule gewesen. Mit Tieren kannte sich Tethys bestens aus, besser als die übrigen Schüler auf Rungholt. Dass hier irgendetwas Gefährliches gegen das Fenster hätte knallen können, stand für Tethys nicht zu erwarten. Sie waren immerhin auf Rungholt. Was sollte hier schon gegen ein Fenster fliegen? Ein Drache?

Draußen war es bereits recht dunkel, aber man konnte noch ganz gut sehen. Die Farben verschwammen langsam in ein einheitliches Grau, aber die Kontraste waren noch gut zu erkennen. Tethys lief Amalia hinterher und hatte sie eingeholt, bevor diese das Langhaus umrundet hatte. "Hoffentlich war es keine Eule", meinte sie besorgt. Wobei sie eigentlich hoffen sollte, dass es "nur" eine Eule gewesen war und keiner ihrer Mitschüler beim nächtlichen Blindflug auf einem Rennbesen.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Fr Jan 24, 2014 11:00 pm

Amy war auf alles gefasst. Hinter sich hörte sie Tethys, die ihr nachlief. Gut, Rückendeckung war gut. Vorsichtig umrundeten die Mädchen das Langhaus, doch kurz bevor sie um die Ecke späten, hob Amy ihren freien Arm etwas an, um Tethys hinter sich zu wissen. Das schwächste Glied der Kette musste geschützt werden, so der Ehrenkodex der Auroren!

Sie hob einen Finger an die Lippen, um Tethys Stille zu bedeuten und gemeinsam schielten sie vorsichtig um die Ecke des Hauses.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Fr Jan 24, 2014 11:18 pm

Amalia schien sehr besorgt, eine Einstellung, die Tethys nicht teilte. Sie hatte sich bei dem Krach erschrocken, aber sie erwartete keine Gefahr auf Rungholt. Die Insel war in ihren Augen der sicherste Ort auf der Welt. Trotzdem blieb sie hinter Amalia und sah mit ihr um die Ecke des Langhauses. Es war nichts zu sehen und zwar nicht, weil es zu dunkel gewesen wäre, sondern schlicht und ergreifend, weil sich nichts hinter dem Langhaus befand, kein verunglückter Besenflieger und keine verletzte Eule.

Tethys richtete sich auf und ging um die Ecke. "Mach mal Licht", forderte sie Amalia auf. "Wenn es eine Eule war, müssen hier Federn liegen oder es klebt Blut am Fenster." Sie würde erst gehen, wenn sie sicher war, dass demjenigen, der gegen diese Scheibe geknallt war, nichts passiert war. Sie würde sonst nicht ruhig schlafen können.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Fr Jan 24, 2014 11:23 pm

Amy war zum Zerreißen gespannt. Überall konnten Drachen, Werwölfe oder Direktorin Klotterbeck stehen! Und Amy war die Einzige, die Tethys vor dieserlei Gefahren schützen konnte!

Doch irgendwie… war gar nichts zu sehen. Verwundert stellte sie sich hin, hielt aber den Zauberstab erhoben. Tethys forderte sie auf, Licht zu machen und Amy schluckte. Hoffentlich würde sie sich nicht blamieren.*

Ein schwaches Licht erschien und Amy hätte am liebsten breit gegrinst, behielt jedoch ihren ernsten Gesichtsausdruck bei. Tethys wollte nach Federn gucken; Amy wollte lieber nach Blut, verlorenen Krallen oder frischem Speichel auf dem Fenstersims gucken. Alles Indizien für Vampire, Dementoren oder ägyptische Schlangenhäutler!

Was zum Mirinda-Specht war das gewesen?

(OOC: * ist doch Stoff für die 7. Oder?^^)
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Fr Jan 24, 2014 11:40 pm

Ein Lumos flackerte auf, als Amalia die Gegend mit ihrem Zauberstab erleuchtete. Das Licht hatte ungefähr die Stärke einer Taschenlampe und genügte, damit man gut sehen konnte, was hinter dem Langhaus an Spuren nach der Kollission zurückgeblieben war. Tethys hatte eher den Boden im Blick, so dass ihr der Abdruck am Fenster nicht auffiel, der aussah als habe jemand sein frisch eingecremtes Gesicht gegen die Scheibe gedrückt. Auf dem Boden fand sie aber tatsächlich ein paar Federn, eine rote, eine gelbe und eine blaue, die anscheinend alle zum selben Vogel gehörten. "Komisch", murmelte Tethys.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Fr Jan 24, 2014 11:48 pm

Spuren! Amy hüpfte zu Fenster, während Tethys sich auf den Boden kniete. Sie hob den Zauberstab etwas an, sodass der fahle Lichtschein auf die Fensterscheibe schien.

„Sammle die Federn ein!“ sagte sie und es klang sehr geschäftsmäßig. „Aber fasse sie nicht an! Vielleicht kann das Labor mehr herausbekommen!“

Mit spitzen Fingern und angestrengten Gesichtsausdruck begutachtete sie den Schleim auf dem Fenster. Sah es nach dem Speichel eines Werwolfes aus? Oder eher nach den Überresten eines Ghul-Hustens? Vielleicht verzauberte auch nur ein fliegender Grottenwal Meerwasser und spuckte es umher?

„Hast du was, Tethys? Das hier könnte alles Mögliche sein!“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Sa Jan 25, 2014 12:02 am

"Ja, Federn", sagte Tethys. Sie sammelte die Federn mit den Fingern auf und hielt sie in ihrer linken Handfläche. "Sie sehen aus wie die von Tritschen." Oder wie die von Hühnern, nur dass im Fall von Rungholt Tritschen wahrscheinlicher waren. "Naja, außer dass sie bunt sind und es eigentlich keine Tritsche gewesen sein kann." Denn Tritschen konnten bekanntlich nicht fliegen. "Uhm, was ist das denn für ein schmieriger Abdruck." Tethys hatte sich wieder aufgerichtet und den Fleck entdeckt, dem Amalias Aufmerksamkeit gegolten hatte. "Und von was für einem Labor sprichst Du? Du liest zu viel Krimis." Hatte sie das Mädchen nicht schon mal mit solchen Büchern im Aufenthaltsraum sitzen sehen?
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Sa Jan 25, 2014 12:08 am

Amy stemmte eine Hand in die Hüfte. „Man kann gar nicht zu wenig Krimis lesen! Und ein guter Auror ist vorbereitet und zwar auf alles!“

Dann entspannte sie sich und drehte sich zu Tethys. „Zeig mal die Federn her.“ Ohne diese zu berühren schürzte sie die Lippen. „Entweder es ist ein Federhahnen-Ghul – sehr selten und eigentlich nur in der Wüste von Sahara ansässig, oder…“ sie machte eine effekthascherische Pause.

Und plötzlich wirbelte sie herum und beleuchtete die nahe Umgebung.

Nichts.

Amy biss sich auf die Unterlippe. Vor Tethys war es ihr schon peinlich, dass da kein Dementor oder Spannenderes stand. Doch ohne sich etwas anmerken zu lassen, blickte sie auf den Boden. Und entdeckte Spuren im herangewehten San!. Die Heinzel konnten fegen, soviel sie wollten, aber der feine Sand von Rungholt war doch immer überall.

„Tethys!“ Amy war ganz aufgeregt. „Spuren! Komm schon!“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Sa Jan 25, 2014 12:21 am

Auror? Was für ein Auror? Tethys grinste. Amalia las eindeutig zu viele Krimis. Aber egal. Sie würde ihr helfen, den verletzten Vogel zu finden oder den unverletzten Vogel, nun, jedenfalls den Vogel, der gegen die Scheibe geflogen war. Beim Herumwirbeln fiel Amalias Lichtkreis auf den Boden hinter dem Langhaus und im sandigen Untergrund waren tatsächlich Fußspuren zu sehen.

"Oh, das sieht aus wie..." Tethys wusste nicht so recht "Größer als eine Tritsche", beendete sie den Satz grammatikalisch hoffnungslos. "Es muss sich zu Fuß zurückgezogen haben. Ist irgendwo Blut?" Tethys konnte nichts erkennen. Vielleicht war der Vogel wirklich unverletzt - was auch immer für ein Tier das sein würde. Tethys tappte barfuß in Richtung der Bäume und des Unterholzes, wo die Spur verschwand. "Hier geht es wohl lang."
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Sa Jan 25, 2014 12:32 am

Amy beeilte sich, aufzuschließen. Tethys sollte nicht vorgehen; sie war doch wehrlos. Was, wenn jetzt eine mordlustige Fußtraante oder ein Reisen-Scherbenkrebs im Dunkeln lauerte? Sie wusste gar keine Schutzzauber vor diesen Wesen!

Schnell schob sie den glimmenden Zauberstab vor Tethys und bedauerte, kein helleres Licht hinzubekommen.
„Glaubst du wirklich, es ist ein Vogel?“ Sie selbst glaubte an verkleidete Mumien, verirrte Hippogreife oder sogar Direktorin Klotterbeck persönlich – in ihrer Rabengestalt! Warum diese allerdings einen Unfall mit dem Fenster des Langhauses haben sollte, fiel Amy aber auch nicht ein.

Der Wald begann und Amy schluckte. Hier waren definitiv zu viele Versteckmöglichkeiten, um es allein mit einer ganzen Herde Thestrale aufzunehmen! Nervös biss sie sich auf die Unterlippe.

„Tethys“ Ihre Stimme war nur mehr ein Flüstern. „Siehst du was?“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Sa Jan 25, 2014 12:46 am

"Ne, nur Bäume", stöhnte Tethys. Wenn sich ein verletzter Vogel hier zurückgezogen hätte, würde es schwer werden, ihn zu finden. "Wir bräuchten mehr Licht. Wobei..." Die Sonne war inzwischen fast völlig versunken und es wurde sehr schnell dunkler. Aber gleichzeitig fand Tethys, dass sie doch nicht so schlecht sehen konnte. Der Mond stand bereits am Himmel. Tethys legte den Kopf in den Nacken. "Hey, es ist Vollmond", stellte sie fest. Jetzt, da sich ihre Augen ein wenig an die neuen Lichtverhältnisse angepasst hatten, konnte sie auch die Fußspur im sandigen Waldboden besser sehen. "Ich glaube, es ist hier lang." Sie wies ins Unterholz und setzte sich in Bewegung.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Sa Jan 25, 2014 12:50 am

„Warte mal!“ Amy fiel etwas ein und sie blieb stehen. Für einen Moment sie die das magere Licht an ihrem Zauberstab ersterben, nur um gleich darauf ein kleines, gelbes schwebendes Feuer zu entfachen. Amy grinste. Sie könnten es zwar nicht mitnehmen, aber auf diese Weise konnten sie den Weg, den sie zurückgelegt hatten, beleuchten.

Schnell ließ sie erneut ein Licht am Ende ihres Zauberstabes entstehen und bildete sich stolz ein, es sei ein wenig heller als zuvor.

„Warte!“ Schnell schloss sie auf Tethys auf. „Meinst du echt, es ist ein Vogel?“ Ihre Stimme klang schon etwas enttäuscht. Aber dann fasste sie neuen Mut: was, wenn es ein seltener Hagebutten-Oberpfeifling war? Die waren sehr gefährlich! Aber wohl nur an den Alpen beheimatet… Und außerdem wusste sie gar nicht, wie so einer aussah…

Doch plötzlich hörte sie etwas. „Scht!“ Amy hielt Tethys am Arm und erstarrte. „Hast du das gehört?“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Sa Jan 25, 2014 6:20 pm

Tethys sah in die Richtung, in die Amalia gezeigt hatte. "Ja, ich glaube, da ist er." Wer auch immer 'er' genau sein mochte. Tethys beugte sich vor, machte sich klein und kam langsam näher. "Putt, putt. Hallo, Du. Alles in Ordnung?" Auf allen Vieren hatte sie das Gebüsch erreicht, bevor Amalia hatte protestieren können. Große bernsteinfarbene Augen sahen Tethys aus dem Buschwerk interessiert an. Sie ähnelten ihren eigenen Augen, dachte Tethys.

Es war der letzte normale Gedanke, den sie hatte, bevor der Vogel aus seinem Versteck herausgesprungen kam, mit seinen Beinen gegen Tethys hüpfte und dann im Buschwerk verschwand. "Hey... warte." Tethys rannte hinterher und wurde im nächsten Moment von der Dunkelheit des Unterholzes verschluckt. Nur das aufgeregte Glucksen eines Vogels war zu hören und das hektisch raschelnde Blattwerk.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Sa Jan 25, 2014 11:33 pm

„Tethys, warte!“ Noch ehe Amy es verhindern konnte, hüpfte Tethys dem Tier hinterher in die Dunkelheit.

„Verflixte Banshee!“ fluchte Amy leise und stolperte Tethys hinterher durch die Dunkelheit. Wieder bedauerte sie, kein helleres Licht machen zu können, als sie immer den Geräuschen folgte und sich ein mulmiges Gefühl in ihr breit machte.

„Tethys!“ Amy flüsterte schon fast, als sie über einen Stein stolperte und auf allen Vieren landete. Das Licht des Zauberstabes erlosch und sie fluchte erneut. Schnell ließ sie ein weiteres gelbes Feuer erscheinen, das nur ein paar Zentimeter über dem Boden schwebte. Mit aller Entschlossenheit ließ sie ein neues Licht an der Spitze ihres Zauberstabes erscheinen und hielt ihn hoch.

Tethys war nirgends zu sehen. Einzig Amys schneller Atem war zu hören. Dann da! Sie hörte etwas Quietschen, Rascheln und Sägen? Noch ehe sie sich fragen konnte, was diese Geräusche zu bedeuten hatten, stolperte sie in aller Eile dorthin.

„Tethys!“ Es war ihr egal, wer sie hörte, als sie den Namen rief. Wer wusste schon, was gerade passierte? Laut und unbedacht preschte sie durch das Unterholz.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mo Jan 27, 2014 4:59 pm

Tethys verlor den Vogel aus den Augen, rannte ihm nur dem Gehör nach hinterher und dann erreichte sie das Ende des Unterholzes. Da sah sie ihn wieder und was für ein Anblick er war. Sie hatte nur die bernsteinfarbenen Augen im Gebüsch sehen können und einen Haufen Federn, als er sie angesprungen hatte. Doch jetzt sah sie ihn im Schein des Mondes. Er war fast so groß wie ein Pfau und seine Federn leuchteten im Mondlicht schillernd in unzähligen Farben. Es war ein Jammer, dass sie diesen Vogel nicht im Sonnenlicht sehen konnte.

"Hier. Ich bin hier drüben", rief Tethys, als Amalia hinter ihr ihren Namen rief. "Komm schnell." Das musste das andere Mädchen sehen. So etwas Schönes. Was auch immer das für ein Vogel war. Tethys hatte noch nie davon gelesen oder ein Bild von ihm gesehen. Es musste ein sehr seltenes Exemplar sein. Vielleicht hatte es sich verflogen oder einer der anderen Schüler hatte ihn mit nach Rungholt geschmuggelt.

Tethys war so in die Betrachtung des schönen Vogels vertieft, dass sie gar nicht bemerkte, dass ihre Wange leicht blutete, als hätte sie sich an Gras geschnitten.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tatjana Marie Haberich am Mo Jan 27, 2014 5:23 pm

Amy stolperte durch das Unterholz und plötzlich hörte sie Tethys Stimme! Gebannt lauschte sie und bahnte sich einen Weg. Laut und unelegant preschte sie vorwärts und sah Tethys im schwachen Schein ihres Zauberstabs.

„Tethys!“ erleichtert seufzte sie, erstarrte dann jedoch sofort. Was hatte Tethys da gesehen? Vorsichtig näherte sie sich und sah einen Schatten im Mondlicht stehen. Amy fasste Tethys am Arm, um sie schnell hinter sich schieben zu können, falls es nötig war.

Was war das nur für ein Tier? War es gefährlich? Würde sie es gleich angreifen? Mit welchen Sprüchen sollte sie beide Mädchen verteidigen?

Plötzlich spürte sie, wie etwas – ganz fein und sacht – ihre Wange leicht aufritzte! Als schneide sie sich an der Feder eine Bluttaube. Verstört blickte sie zu Tethys; diese blutete an der Wange! Was sollte das denn?

„Tethys.“ Amy flüsterte, weil sie das Tier nicht erschrecken wollte, das sie beide so anstarrte. „Lass uns verschwinden!“ Ein schwacher Schmerz glitt fein über ihre Handoberseite, mit der sie Tethys am Arm gepackt hatte.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mo Jan 27, 2014 5:34 pm

"Warte, ich will sehen, was es da macht", sagte Tethys. Sie wirkte ganz vertieft in die Betrachtung des bunt leuchtenden Vogels. Um ihn herum schien die Luft zu schimmern, Federn schwebten in der Luft. Eine weitere schnitt Tethys am Arm. Sie strich mit der Hand darüber ohne hinzu sehen, als hätte sie nur ein Blatt gestreift und lästiger Weise gekitzelt. Das Leuchten vor den Mädchen verstärkte sich und dann explodierte es.

Es war keine wirkliche Explosion mit einem großen Krach und einem Feuerball. Eher war es ein dumpfes Geräusch, gefolgt vom Erlöschen allen Lichts, das eben noch von dem Vogel ausgegangen war. Eher eine Implosion als eine Explosion. Bunte Federn rieselten zu Boden. Außen bei den Mädchen waren es weniger, näher zu dem Vogel waren es mehr. Eine Wolke schob sich vor den Mond, aber Tethys war sich trotzdem sicher, was sie zuletzt gesehen hatte. Eine Tritsche. Eine ganz normale und gewöhnliche Tritsche, die munter gackernd in der Dunkelheit verschwand. "Oh", sagte Tethys nur.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Mo Jan 27, 2014 9:43 pm

Sie hatte es nur einmal ausprobiert und das so lange, bis sie es hinbekommen hatte. Seither hatte sie den Protego nie wieder angewandt. Doch jetzt schon.

Zitternd stand Amy halb hinter Tethys und hielt ihren Zauberstab erhoben. Der kleine Schutzzauber hatte für beide gereicht; sonst wäre wohl wirklich etwas Schlimmes geschehen. Etwas benommen stand sie da und atmete schwer, während ihre Hand zitterte und sie sich fragte, was um Alles in der Welt DAS gewesen war.

Tethys schien völlig fasziniert von dem Wesen zu sein, das – und da war Amy sich sicher –sie gerade versucht hatte, umzubringen! Und nun weg war.

„Tethys?“ Amys Stimme klang heiser und sie räusperte sich. „Es ist weg. Was immer es auch war. Lass uns zurückgehen!“ Um die Wunden zu begutachten und sich zu sammeln. Es war dunkel, sie durften einem unbekannten Feind nicht in unbekanntes Terrain folgen! Und vielleicht auch, um Verstärkung zu holen? „Bitte, Tethys!“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mi Jan 29, 2014 10:46 pm

"Ja, gleich." Tethys ging nach vorne und hob ein paar der Federn auf. Sie würde damit später anhand eines der Magiezoologiebücher versuchen, diese merkwürdige Tritsche genauer zu bestimmen. Tethys wandte sich um. "Also gut, gehen wir zurück. Der Vogel ist ohnehin verschwunden und es ging ihm anscheinend gut." Sie zögerte kurz und schlug dann aber den Weg um den Wald herum ein. Sie mussten sich schließlich nicht noch einmal durch das nächtliche Unterholz kämpfen. "Ich glaube, ich gehe gleich noch einmal in die Bibliothek und schaue, ob ich diese Federn zuordnen kann", meinte sie geschäftig zu Amalia. Sie war vollkommen entspannt und unbesorgt - anders als Amy.
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Amalia Holthus am Do Jan 30, 2014 1:08 am

„Bibliothek klingt gut.“ Amy lief neben Tethys her und versuchte so gut es ging, ihren Weg zu beleuchten. Wie sollte sie Tethys nur davon überzeugen, auch mal auf der Krankenstation voreizusehen? Sie wussten nicht, was das für eine seltsame Tritsche gewesen war, wie schwer sie beide verletzt waren und wer wusste es schon? Vielleicht waren sie irgendeinem Gift ausgesetzt?

Normalerweise war Amy mit Verletzungen wirklich nicht kleinlich, aber sie mussten das dringend abchecken…..

„Tethys?“ Sie lief neben der größeren Schülerin her. „Ich... also ich hab uns vorhin mit einem Schutzzauber belegt. Deshalb ist uns nicht viel passiert. Ich würde gern jemandem Bescheid sagen, dass so ein Tier hier rumläuft. Was, wenn es andere Schüler angreift? Die nicht so schnell einen Protego zaubern können?“
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Re: Vorsicht, bissige Wehrtritsche!

Beitrag  Tethys Pechnebel am Do Jan 30, 2014 3:15 pm

"Es hat uns doch nicht angegriffen", verteidigte Tethys sofort den Vogel. "Das waren die Federn, die uns geschnitten haben. Es hat sich gehäutet... also eher gefedert. Das ist so spannend. Davon habe ich noch nie gelesen. In den Büchern über Magiezoologie gibt es solche Fälle nicht. Vielleicht ist es eine andere Art von Kreatur. Vielleicht eine Art" - sie legten den Kopf in den Nacken und sah den Vollmond - "so eine Art Wertritsche. Eine Tritsche, die sich bei Vollmond verwandeln kann. Oh... wir sollten nicht in die Bibliothek. Wir sollten besser zu Herrn Weinstein. Der kennt sich mit Tritschen besser aus." Sie machte schon halb kert.


Zuletzt von Tethys Pechnebel am Sa Feb 01, 2014 11:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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