Rungholt: Strand und Warnpfosten

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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Anjun Baccaracus am Mo Jan 13, 2014 9:06 pm

Anjun hatte die Unterhaltung zwischen Aurelius und Tatjana schweigend beobachtet und ihm war nicht entgangen, dass das Mädchen jeden Blickkontakt zu ihm vermied.

„So wie Du mit ihr gesprochen hast, scheinst Du sie besser zu kennen.“, wandte er sich an Aurelius, als sie gegangen waren und sich ein Stück von den anderen entfernt hatten. „Und auch ihre Familie.“
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jan 13, 2014 9:30 pm

Aurelius lächelte, während er weiter durch den Sand lief.

„Nein, näher kenne ich sie nicht. Aber sie ist mir im Gedächtnis geblieben.“ Er seufzte und dachte an den Nachmittag, an dem er sie das erste Mal sah. Noch nie hatte er jemanden kennen gelernt, der so ängstlich war, es der eigenen Familie so recht zu machen, dass es sogar fast an Selbstaufgabe grenzte. Und dann das Glitzern in ihren Augen, als sie ihren Mut fand. Weil sie etwas oder jemanden beschützen konnte.

Wieder lächelte er. „Ihre Tante wollte ihr zu ihrem 9. Geburtstag eine Eule schenken. Als sie sich eine aussuchen sollte, trafen wir uns. Sie war eher ängstlich und ich merkte sofort, dass sie nicht so war wie ihre Tante. Ein ganz anderer Mensch.“ Er schlenderte weiter, den Blick gesenkt und in Gedanken schon lange nicht mehr auf Rungholt.

„Von Frau Dinkelsack musste ich mir im Nachhinein ganz schön was anhören und von ihrer Schimpftirade kenne ich Tatjanas Tante ein kleinwenig. War nicht schmeichelhaft, kann ich dir sagen. Vor allem, weil Tatjana einen Kniesel-Mischling den preisgekrönten Eulen vorzog.“ Er musste lachen, als er an den kleinen roten Kater dachte. Irgendwie erinnerte ihn dieses Häuflein Katze an den Kniesel seiner Schwester. Wer wusste schon, was der zu seinen Lebzeiten so getrieben hatte?

„Aber den Mut, mit dem sie das magere Kätzchen verteidigte, schien viel besser zu ihr zu passen. Und irgendwie habe ich gehofft, sie habe sich in den letzten Jahren anders entwickelt.“ Er zuckte mit den Schultern und machte ein missmutiges Gesicht. „Es ist ein wenig wie das Problem mit den Steinkäuzen.“ Versuchte er zu erklären und hoffte, Anjun würde etwas mit der Metapher anfangen können.

„Steinkauze sind klein und deshalb angreifbarer, wenn sie Post zustellen. Junge Steinkäuze sind von Natur aus eher introvertiert und brauchen viel Zuwendung und Training, um die gleiche Souveränität wie beispielsweise ein großer Uhu zu entwickeln. Weißt du, was ich meine?“
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Anjun Baccaracus am Mo Jan 13, 2014 9:49 pm

„Du meinst sie fühlt sich klein und macht sich selber klein?“, fragte Anjun. Er erinnerte sich, wie das Mädchen in sich zusammen gesunken war, als sie herüber kamen. An ihren hochroten Kopf und ihr Stammeln. „Ja, die Tatjana eben war eine ganz andere, als die die mich angefahren hat. Sie eine Furie. Oder besser wie eine Löwin, die ihr Junges verteidigt. Sie hängt wohl sehr an ihrem Bruder?“
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mo Jan 13, 2014 10:09 pm

[OOC: Sehe ich das richtig, dass Tethys und Tatjana jetzt alleine sind?]

"Uuuuh", entfuhr es Tethys, als die älteren Jungen weitergegangen waren. "Du hast einen Verehrer, Tatjana." Sie grinste gut gelaunt bei den Worten. "Ich wusste nicht, dass Du ihn kennst. Und Ihr seid beide neu auf Rungholt. Das ist doch super." Sie sah zu den Gewitterwolken über dem Meer. Langsam würde es Zeit zu gehen, wenn sie nicht nass werden wollte. Tethys verbrachte viel ihrer Zeit zu Hause im Freien. Sie wusste, woran man erkennen konnte, dass einem nur noch wenige Minuten blieben. Aber so wirklich konnte sie sich nicht aufraffen.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Aurelius Bielstein am Mo Jan 13, 2014 10:51 pm

Mitspieler: Anjun, Aurelius

„Sie hat dich angefahren wie eine Furie?“ Amüsiert grinste Aurelius. „Wirklich? Du musst ihr ja einen riesigen Schreck eingejagt haben.“

Er lächelte vor sich und versuchte sich eine boshafte Tatjana vorzustellen. Vielleicht ein bisschen, wie der Steinkauz letztes Jahr, der es mit Dionysos aufnehmen wollte….?

„Ich kenne ihren Bruder nicht. Bis du ihn erwähnt hast, wusste ich nicht einmal, dass sie einen hat. Aber das würde passen…“ Nachdenklich strich er sich durch die Haare. Und musste wieder grinsen.

„Es war ziemlich mutig von ihr. Einen Tutor anzufahren und das noch unter den Augen von allen anderen, neuen Schülern. Vielleicht hat sie ihren Mut ja doch schon gefunden. Und kann ihn nur nicht richtig dosieren. Oder…“ wieder machte er ein nachdenkliches Gesicht, „ihr wird ihr Mut erst bewusst, wenn sie sich für jemanden einsetzen kann.“
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tatjana Marie Haberich am Mo Jan 13, 2014 11:05 pm

Mitspieler: Tethys, Tatjana

Völlig perplex kauerte Tatjana im Sand, umklammerte die Rose vorsichtig mit zittrigen Fingern und sah, wie Ziphin und Aaltje schon fast fluchtartig den Strand verließen. Oje, dachte sie und musste einen Kloß im Hals hinunter schlucken. Klar, sie mussten zur Direktorin. Aber ohne auch nur ein Wort zu sagen? Wie sie es erwartete, hatten wenigstens diese zwei keine Lust mehr, sich mit ihr abzufinden. Sie hatte zwei Mitschüler verloren, die wohl so etwas wie Freunde hätten werden können.
Sie fühlte sich elend.

Tethys sprach und Tatjana musste sich konzentrieren. Interpretierte sie da etwa etwas in die Situation hinein? Verehrer? OdumeineGüte, schoss ihr durch den Kopf. Ihre Wangen würden wohl nie wieder eine normale Farbe annehmen.

„Nein, das ist es sicher nicht.“ Sollte sie Tethys anvertrauen, dass Aurelius der erste Junge - der erste Zauberer-Junge - war, mit dem sie jemals gesprochen hatte? Und dass er ihr half, sich einmal gegen ihre Tante durchzusetzen? Dass sie sich gut fühlte, als er ihr eine Möglichkeit zeigte, für sich und ihren Willen einzustehen? Und dass das sicher nichts mit seinem schon fast hypnotischen Blick aus den schwarzen Augen zu tun hatte…

Würde sie es verstehen? Oder würde sie einfach jedem erzählen, Aurelius habe sie angebaggert? Aus irgendeinem Grund musste sie an Ziphin und Aaljte denken. Na, die beiden schienen es auch zu denken.

Sie spürte einen Kloß im Hals und ihre Augen brannten. Besser nicht. Es schien sowieso alles verloren. Schade, sie hätte sich wohlfühlen können…

„Tethys, ich glaub, ich geh dann mal in mein Haus. Das Gewitter wird bald losgehen.“ Umständlich stand sie auf; ihre Muskeln schmerzten und ihre Glieder waren steif. Am liebsten wäre sie weggerannt.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mo Jan 13, 2014 11:20 pm

"Ach, sei doch nicht gleich sauer", interpretierte nun Tethys Tatjanas Worte falsch. "Das habe ich doch nur so aus Spaß gesagt. Ich bin doch nicht Malin." Sie grinste, stand aber ebenfalls auf und schüttelte ihr Handtuch aus. Nasser Sand rieselte zu Boden. "Entspann Dich einfach. Ich beiße nicht. Sevda ist auch eine ganz liebe und Aaltje ist manchmal ein bisschen komisch drauf, aber auch ein echt netter Mensch. Lass Dich einfach auf uns ein und sei nicht so verbissen. Wir werden bestimmt ganz tolle Freundinnen werden. Du musst das nur werden lassen." Tethys war der Optimismus in Person.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tatjana Marie Haberich am Di Jan 14, 2014 12:00 am

Wieder brannten Tatjana die Augen. Was Tethys sagte, rührte sie so sehr, dass sie kaum an sich halten konnte.

„Danke… ich…“ unsicher blickte sie auf den Sandboden. Durfte sie das glauben? Der ganze Tag war so verrückt gewesen, es waren so viele Dinge geschehen; was sollte sie glauben? Und was war falsch?

„Wird schon.“ log sie und lächelte verzweifelt. „Und er ist nicht mein…“ vage wedelte sie mit der Hand, denn das Wort, das Tethys vorhin noch gebrauchte, konnte sie nicht wiederholen.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Janosch Lenz am Di Jan 14, 2014 12:40 am

Janosch hob beide Augenblauen. "YOLO?", wiederholte er ungläubig. Nein, das hatte er noch nie gehört. "Was soll das denn sein?", fragte er skeptisch. Diese neuen Muggelredewendungen fand er erstens meist ziemlich bescheuert und zweitens kamen und gingen diese Trends alle so schnell, dass Janosch keine Zeit hatte, sie mitzuverfolgen.

"Trolleiter und Ghulschleim", entfuhr es ihm plötzlich, als er Pacos Blick auf das Spielfeld bemerkte - Paco hatte also doch bemerkt, was für einen Blödsinn Janosch mit seinem Turm veranstaltet hatte. Somit hatte Paco das Spiel schon so gut wie gewonnen, in vielleicht sechs bis acht Zügen, wenn er jetzt nicht seinerseits noch einen dummen Fehler machte.

Pacos begeisterte Reaktion auf den Blitz in der Ferne ließ Janosch die Augen verdrehen. Er hatte schon vor Jahren aufgegeben, Pacos seltsame Beziehung zum Wetter und der Natur zu verstehen, das war doch alles nicht ganz normal! Der Blitz ließ ihn eher daran denken, dass sie jetzt besser zusammenpacken und gehen sollten, aber noch wollte er dieses Schachspiel nicht für verloren erklären.

"Okay", sagte er, und dachte noch im Sprechen nach, "bevor hier jetzt gleich das Gewitter losgeht, lass uns den Rest des Spiels als Blitzschach spielen - pro Zug eine Minute Bedenkzeit, dann ist wieder der andere dran." Ein bisschen musste er plötzlich selbst glucksen, als ihm die doppelte Bedeutung von "Blitzschach" in diesem Zusammenhang klar wurde - so flach der Witz auch war.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jan 14, 2014 12:49 am

// "YOLO? Was soll das denn sein?"//


Paco grinste. Natürlich wusste Janosch nicht, was das war. Zugegeben, er selbst war den Muggeln schon immer näher gewesen. Ob das nun tatsächlich mit seiner Herkunft zusammenhing oder nicht war eine andere Frage.

"...'You Only live Once' heißt das, Janosch." sagte er und grinste, als Janosch im Angesicht seines Zuges vor sich hin fluchte.


//"Okay...bevor hier jetzt gleich das Gewitter losgeht, lass uns den Rest des Spiels als Blitzschach spielen - pro Zug eine Minute Bedenkzeit, dann ist wieder der andere dran."//


"Na wie du meinst...", meinte Paco und gluckste. "Dein Wortwitz lässt heute zu wünschen übrig, Kumpel. Ist das alles, was du zu bieten hast?" Nach einer kurzen Pause grunzte er und fügte hinzu: "Weißt du, was ein Donnerbalken ist?"
Er war sich nicht sicher, ob Janosch das kannte. Es war nun mal wieder so eine Muggelsache.

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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Janosch Lenz am Di Jan 14, 2014 1:24 am

Janosch schüttelte abfällig den Kopf. Er sah nicht, wo er dieses 'YOLO' jemals gebrauchen können sollte. Dass man nur einmal lebte, war schließlich eine feststehende Tatsache und nicht erst seit gestern. Warum sollte man also irgendjemanden darauf hinweisen? Merkwürdig. Und überflüssig.

"Pfft, als ob das Absicht gewesen wäre", schnaubte Janosch, als Paco einen abfälligen Kommentar über seine Wortwitze machte. "Es heißt nunmal Blitzschach. Hier, kannst du sowas wie nen Minutenzauber, damit es nach einer Minute immer piepst? Oder... hmm, du könntest einfach auch nur meine Uhr magisch vergrößern, damit wir die Minute gut im Blick behalten."

Er reichte Paco seine Uhr.

"Und will ich überhaupt wissen, was ein Donnerbalken ist?" So wie Paco grinste, war Janosch sich wirklich nicht sicher.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jan 14, 2014 1:39 am

Paco nahm Janoschs Uhr und griff mit der anderen Hand nach seinem Zauberstab, der sicher in seiner Hoodie-Tasche lag.

//"Und will ich überhaupt wissen, was ein Donnerbalken ist?//

Er grinste Janosch zu und sagte dann mit todernster Mine: "Ein Scheißhaus für unterwegs, bestehend aus einem Erdloch und einem Baumstamm."

Ein Lachen unterdrückend wandt er sich dann der Uhr in seiner Hand zu.

Mit ein paar gemurmelten Worten und einem mehr oder weniger eleganten Schlenker hatte er die Uhr vergrößert und sie auf ein-minütige Pieps-Intervalle eingestellt.

Er musste zugeben, dass er ein wenig erleichtert war. Sein Zaubern war über die Ferien ein wenig eingerostet - das Leben unter Muggeln in der Muggelwelt, mit einem Vater der nach all den Jahren immer noch nicht 100%ig warm mit der Zauberwelt geworden war, machte es ihm nicht gerade einfach, beide Welten unter einen Hut zu bekommen. Folglich musste er Abstriche machen.

Ein erleichtertes Seufzen entwich ihn und er ließ die Schultern sinken als er die Uhr neben das Schachbrett legte.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Janosch Lenz am Di Jan 14, 2014 2:04 am

Janosch rollte schon wieder die Augen. "War ja klar, dass dir sowas wieder gefällt." Ganz natürlich, simpel, naturverbunden. Also nein, sowas wäre definitiv nicht Janoschs Fall.

Zufrieden sah er das Resultat von Pacos Zauberei an. Wunderbar, dann konnte es ja losgehen. Sonst würden sie am Ende doch noch im Nassen sitzen. "Los geht's, die erste Minute ist deine!", rief er begeistert und rieb sich die Hände. Er hatte keine allzu große Übung im Blitzschach, aber sicher mehr als Paco. Wenn Paco nicht so viel Zeit zum Nachdenken hatte, dann würde er vielleicht Fehler machen und Janosch hatte noch eine Chance.

Ein wenig schäbig fühlte sich Janosch ja schon, seinem Kumpel das Blitzspiel aufgeschwatzt zu haben, aber was konnte er denn dafür, dass das Gewitter ausgerechnet jetzt auf sie zurollte?
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jan 14, 2014 2:13 am



// "Los geht's, die erste Minute ist deine!"//

Mit gespielt entgeistertem Gesichtsausdruck starrte Paco seinen Freund an, der sich wie ein böses Genie die Hände rieb.

Dann sah er hastig auf das Schachbrett und kaute auf seiner Unterlippe herum.

Schulterzuckend machte er nach ein paar Sekunden seinen Zug, den Kopf sofort zur Seite drehend als erneut ein fernes Donnern zu hören war.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Janosch Lenz am Di Jan 14, 2014 2:37 am

Paco hatte den erwarteten Zug gemacht und Janoschs Turm in Bedrängnis gebracht - der war dann wohl verloren. Janosch hingegen wagte jetzt seinen gefährlichen Springer-Zug, mit dem er hoffte, Pacos Königin auszuknocken.

"Was meinst du gibts gleich zu Abend?" Janoschs Frage war halb Ablenkung, halb ernstes Interesse - sein Magen hatte soeben synchron zum Donnergrollen gerumpelt und verriet ihm, dass es allmählich Zeit fürs Abendessen war.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Paco C. Brynner am Di Jan 14, 2014 2:40 am

Paco schnalzte mit der Zunge als Janosch seinen Zug beendete und schlug sofort dessen Turm -

- nur um kurz darauf zu bemerken, dass seine Königin nun in Gefahr war. Er ließ ein leises Stöhnen von sich hören und schüttelte den Kopf.


//"Was meinst du gibts gleich zu Abend?"//


Paco legte den Kopf schief und grinste.

"Etwas zum Essen, wahrscheinlich."
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Anjun Baccaracus am Di Jan 14, 2014 8:51 pm

"Wenn sie jetzt mit ihrem Mut auch noch ihr Urteilsvermögen finden würde." Ganz konnte sich Anjun seinen Sarkasmus nicht verkneifen. Der stolze Hippogriff war noch immer verschnupft. Das lag aber weniger an dem Mädchen selber, als an der Haltung, die er dahinter vermutete. - Vae Victis.

Über eine weitere Dünenkette bog ein Bohlenweg wieder zurück zum Haupthaus. Anjun warf einen Blick zum Himmel. Die Wolken zogen sich immer mehr zusammen.

"Es sieht so aus, als wenn es bald los pladdert."

tbc: Anjun steigt vorerst hier aus, weil ich gerade im RL viel erledigen muß.


Zuletzt von Anjun Baccaracus am So Jan 19, 2014 8:44 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Aurelius Bielstein am Di Jan 14, 2014 10:13 pm

Aurelius lachte. „Über ihr Urteilsvermögen kann ich dir nichts sagen. Aber wenn sie hier auf Rungholt ist, wird sie sich vielleicht selbst noch finden. Ich wünsche es ihr.“ Er zuckte mit den Schultern, als sei das Thema damit abgeschlossen.

Plötzlich erstarrte Aurelius, als Anjun auf die Dünen deutete. Aurora. Mit dem blauhaarigen Jungen vom Nachmittag. Oje. Sie saßen nebeneinander und sahen aus der Ferne recht friedlich aus. Vielleicht hatte sie sich ja wieder gefangen.

„Nein.“ Er murmelte eher und starrte weiterhin zu seiner Schwester herüber. „Nein, ich rede später mit ihr.“ Wahrscheinlich wollte sie noch nicht mit ihm reden. Oder – und das fand Aurelius sicher – wollte sie zur Zeit unter keinen Umständen Anjun begegnen.

„Danke.“ Er lächelte Anjun an, doch seine Augen verrieten sein Unwohlsein. „Ich gehe zurück zum Langhaus. Viel Spaß im Haupthaus.“ Und zum Abschied hob er eine Hand und wandte sich mit einem mulmigen Gefühl zum Langhaus der Nachtkrabs.

Tbc: Nahtkrabs: Aufenthaltsraum
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tatjana Marie Haberich am Mi Jan 15, 2014 2:27 am

(OOC: 24h-Regel, ich schreib Tatty mal „in Position“ fürs Gewitter ^^)

Sie hatte zu lange gebraucht! Zu lange gewartet! Sich zu viel Zeit gelassen!

Bei dem ersten Donnergrollen war Tatjana losgerannt, Hals über Kopf losgerannt, obwohl sie nicht einmal mehr wusste, in welche Richtung sie rennen sollte. Bald hatte sie Tethys aus den Augen verloren und sich völlig verlaufen. Sie war sich nur noch dem Sand an ihren Füßen, dem Regen in ihren Haaren und den Donnergrollen über ihrem Kopf bewusst. Jeder Blitz schien in sie zu fahren, jeder Donner schien ihr Herz zu zerschmettern.

Plötzlich stand sie vor einer kleinen Hütte, deren Tür geöffnet war. Ein Donnergrollen, dass ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ, ihr entfuhr ein spitzer Schrei und ohne nachzudenken, rannte sie mit vor Panik zusammen gepressten Augen in die Hütte.

Tbc:  Rungholt: Geräte-Haus
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Tethys Pechnebel am Mi Jan 15, 2014 2:46 pm

Das hereinbrechende Unwetter verhinderte alle weiteren Worte. Tatjana rannte los und Tethys folgte ihr, wenn auch nicht ganz so eilig. Sie hatte schließlich ihr Badetuch dabei. Das hängte sie sich einfach längt über den Kopf wie ein Cape mit Kapuze. Und sie hatte auch nur ihren Badeanzug an. Der konnte ruhig wieder nass werden. Das war nicht weiter schlimm. Das Gewitter setzte ein als Tethys den Strandbereich hinter sich gelassen hatte. Sie ging zügig aber ohne zu rennen zurück zum Langhaus. Nass war sie schon und vor Gewitter hatte sie keine Angst. Hier gab es dafür einfach zu viele hohe Gebäude. Wenn der Blitz irgendwo einschlagen würde, dann in den Leuchtturm oder in die Eulerei.

tbc: Langhaus: Wolpertinger - Aufenthaltsraum
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Janosch Lenz am Mi Jan 15, 2014 2:50 pm

Janosch hatte es zwar geschafft, Pacos Königin zu entschärfen, die sich jetzt nicht mehr bewegen konnte, ohne vernichtet zu werden, aber ansonsten war das Glück nicht mehr auf seiner Seite. Mit jeder verstreichenden Minute wurde klarer, dass Paco gewinnen würde.

Als schließlich ein großer, nasser Tropfen in Janoschs Nacken landete und gleich darauf ein zweiter mitten auf dem Schachbrett, schüttelte sich Janosch vor Gänsehaut und rief: "Also gut, ich kapituliere, der Sieg ist eindeutig dein!" und ohne auf eine Reaktion von Paco zu warten, packte Janosch das Spielfeld, sammelte die Figuren in die Box ein, klemmte sich das Spiel, sein Handtuch und seine neben ihm im Sand stehenden Schuhe und rief: "Lass uns abhauen, ich hab keine Lust, mir am ersten Tag eine Lungenentzündung zu holen."

Seine letzten zwei Worte gingen unter in einem ohrenbetäubenden Donnergrollen - wann war denn das Gewitter so nahe gekommen?! - und in just dieser Sekunde brach der Himmel auf und eine Regenflut ergoss sich über beide Jungen und die restlichen standhaften Schüler, die bis jetzt am Strand gewesen waren.

Dann namen sie beide Beine in die Hand und rannten die altbekannten Wege und Pfade zu den Langhäusern entlang.

tbc: Langhaus: Wolpertinger - Zimmer (Jungen/12. Klasse) (+Paco)
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Aurora Bielstein am Mi Jan 15, 2014 11:22 pm

pp: Rungholt: Dünen und Warnpfosten

Der Regen rann ihr über die nackte Haut, durchnässte die Jeans und peitschte ihr gegen das Gesicht. Die Lichtblitze tauchten die Insel in ein extravagantes Licht und der Donner erschütterte sie bis tief in die Grundfesten ihres Skeletts und ließ ihr Herzschlag rasen.

Es war wunderbar!

Als sie am Strand ankam, war niemand mehr da – natürlich, alle Spießer hatten sich irgendwo untergestellt. Sie rannte direkt ans Wasser, zerrte die Schuhe von ihren Füßen und stieg mitsamt durchnässter Jeanshose in die Fluten. Das kalte Salzwasser peitschte gegen ihre Unterschenkel, die Strömung zerrte an ihr. Alles in ihr schien zu beben, zu vibrieren und endlich  - endlich –konnte sie wieder etwas fühlen.

Aurora holte Luft, schloss die Augen, machte sich alle Eindrücke bewusst, die gerade auf sie einprasselten und schrie; schrie, dass sie am Leben war; schrie, dass sie hier stand und sogar den größten Naturgewalten trotzen konnte.

Sie war unantastbar.

Kein Feuer würde sie verbrennen.

Hast du es verstanden, Welt! Sie war unantastbar!

Als sie keine Puste mehr hatte, atmete sie erneut einmal tief ein und sprang kopfüber ins Wasser.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Clue Zandor am Mi Jan 15, 2014 11:42 pm

pp: Rungholt: Dünen und Warnposten

Clue folgte Aurora bis an den Strand, wo natürlich weit und breit niemand mehr zu sehen war. Wahrscheinlich waren die meisten bereits bei den ersten Anzeichen zurück in die Langhäuser gelaufen. Und die, die es erst im letzten Moment bemerkt hatten, hatten sich wohl irgendwo untergestellt. Kopfschüttelnd betrachtete er von etwas weiter weg Aurora, die auf das Wasser zu rannte und dann hineinlief und schrie wie verrückt. Irgendetwas schien das Gewitter mit ihr anzustellen. Sie war wie ausgewechselt. Und irgendwie passierte das mit Aurora ständig.

Bisher hatte Clue drei verschiedene Versionen von Aurora kennengelernt - und all das nur an einem einzigen Tag, innerhalb von wenig Stunden. Das war verrückt. Sie war so undurchsichtig. Man konnte sich aus ihr kein Bild machen. Immer wieder überraschte sie Clue und das verwirrte ihn. Normalerweise waren die Leute auf Rungholt ziemlich durchschaubar. Entweder waren sie reinblütig und machten sich viel aus der Zauberei oder sie waren Muggel und unsicher - oder manchmal gab es natürlich auch Mitteldinger. Aber im Großen und Ganzen war keiner solch ein großes Rätsel wie Aurora.

Als Aurora kopfüber ins Wasser sprang, zuckte Clue kurz zusammen. Eigentlich war es gefährlich, bei Gewitter im Wasser zu sein - aber Clue war in der Nähe. Er würde aufpassen. Er würde hier am Rand vom Wasser stehen bleiben und aufpassen, dass dem Mädchen nichts passierte. Seine Augen stur auf die Wellen gerichtet, blieb er stehen und vergrub seine Füße im Sand.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Aurora Bielstein am Do Jan 16, 2014 12:11 am

Sie schwamm, tauchte und genoss die unterschiedlichen Geräusche des Gewitters über und unter Wasser. Die wilde Strömung riss an ihr und mehr als einmal verlor sie den Boden unter den Füßen und fürchtete, die Wasseroberfläche nicht mehr erreichen zu können. Wenn ein Blitz ins Wasser eigeschlagen wäre, hätte sie es sofort bemerkt, der Donner grollte in ihrem Inneren und die Schwärze des Meeres drohte sie mit sich zu reißen. Es war atemberaubend!

Es fühlte sich wie Stunden an, als das Gewitter langsam abklang und sie sich völlig erschöpft an den Strand schleppte. Sie sah Clue neben ihrer Kleidung stehen und musste grinsen. Sie war doch nicht ganz allein.

„Hey!“ Voller Adrenalin, die Stimme laut und etwas heiser, platschte sie an den Strand und ließ sich erschöpft in den nassen Sand gleiten. Sie drehte sich auf den Rücken und schloss die Augen, sodass der nun sanftere Regen den Sand von ihrem Körper spülen konnte.

Es war ein wunderbares Gefühl im Sand zu liegen und sich vollregnen zu lasen, während ihre Muskeln vor Anstrengungen zitterten.
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Re: Rungholt: Strand und Warnpfosten

Beitrag  Clue Zandor am Do Jan 16, 2014 7:46 pm

Immer wieder tauchte Aurora für eine Zeit ab und jedes Mal merkte Clue, wie er den Atem anhielt, bis er sie wieder im Wasser entdecken konnte. Es war verrückt, dass er sich fast schon um das Mädchen sorgte, obwohl sie ihm vor einer Weile doch noch auf die Nerven gegangen war. Doch jetzt schien er darüber völlig anders zu denken, denn er harrte am Strand aus - stand das ganze Gewitter durch, nur um in Auroras Nähe zu bleiben.

Seine Kleidung war durchnässt, aber das war in Ordnung. Ein kurzer Trocknungszauber würde helfen und falls er krank werden würde - nun, dann würde er eben gleich zu Beginn des Schuljahres krank sein. War auch kein Problem. Aber eigentlich war Clue relativ hart im Nehmen. Er wurde nur selten wirklich krank.

Trotzdem war Clue etwas erleichtert, als Aurora endlich wieder an den Strand kam und das Gewitter auch langsam abklang. Clue lächelte ihr kurz zu, bevor sie sich mit geschlossenen Augen in den Sand legte. Seufzend nahm Clue neben ihr Platz. "Ich habs doch gesagt. Du bist seltsam", wiederholte er kopfschüttelnd, aber grinsend.
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